Irrungen und Wirrungen des Glaubenskriegs à la NWO

Heute wage ich mich – sozusagen aus dem Stehgreif und mich nur auf meine Erfahrungen und daraus abgeleitete Überzeugung stützend – mal an ein extrem heikles und spannungsreiches Thema heran. Nicht ganz freiwillig … aber das spielt ja keine Rolle, nicht wahr 😉

In meinem letzten Artikel hatte ich zwar angedeutet, dass es sich wahrscheinlich nicht vermeiden lassen wird, bei der Verarbeitung von Themen wie „eingeschränkte Wahrnehmung“ oder „spaltende Machtdialektik“ irgendwann ganz konkret auf „die Glaubensfrage“ zurückzukommen. Aber ich hätte mir dafür gerne etwas mehr Zeit genommen … doch wie heißt es gleich so schön und erweist sich immer wieder als richtig sowie unausweichlich? Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

Vordergründig ist es allerdings Moltawetos momentan wieder einmal etwas angegriffene gesundheitliche Verfassung, die von einer schon lange schwelenden „Sinnkrise“ noch erheblich verkompliziert wird, die mich zum schreibenden Handeln zwingt. Daneben gibt es jedoch auch einige aktuelle Aspekte, die das Dilemma, in welchem sich nicht nur fundamental-gläubige Menschen befinden, sondern in dem sich durch sie auch ihre Umwelt gefangen sieht, ebenso deutlich wie eindringlich sichtbar werden lassen. In diesem Artikel, der augenblicklich noch im „geistigen Entstehen“ begriffen ist und dessen Länge ich deshalb vorab nicht kalkulieren kann, werde ich aus diesem Grund versuchen, diese Aspekte aufzugreifen und wenigstens teilweise mit meinen eigenen Problemen mit fundamentalistischer Gläubigkeit (was nicht auf „religiöse Glaubensbekenntnisse“ beschränkt werden kann und soll!) zu einem unmissverständlichen Statement in dieser Sache zu kombinieren.

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[Anmerkung: wie bei diesem komplexen Thema zu befürchten war, ist es wieder ein sehr langer Artikel geworden – obgleich ich mich ernsthaft bemühte, es so knapp wie möglich zu behandeln. Deshalb biete ich interessierten Leser/innen auch diesmal eine PDF-Fassung (=> Klick) zum Herunterladen und ermüdungsfreien Lesen an.]

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Erster Auslöser … Die interessante, aber offenbar heillos in die Irre verlaufende Diskussion zwischen Jochen Mitanna und Moltaweto (mit zwischenzeitlicher Beteiligung von „bl“, die gelegentlich auch in der Meckerecke interessante Ansätze und Denkanstöße beisteuert) im Kommentarbereich dieses Artikels (=> Klick) beim AmSeL-Gedanken.

Zweiter Auslöser … Der Artikel von Josephine auf ihrem Blog Soledad vom 19. Oktober und der Einwand eines Lesers, der sich auf die Begriffe „Antisemitismus“ und „Araber“ bezog (siehe unter „Externe Zwischenbemerkungen“).

Dritter und letzter Auslöser … Eine Mail, die Moltaweto heute zugegangen ist und die er aufgrund seiner oben skizzierten Probleme mit der Bitte, sie falls möglich zu verarbeiten, an mich weitergeleitet hat. Es geht darin „um einen alten Bekannten“ namens Ovadia Yosef (Auflösung siehe auch unter „Externe Zwischenbemerkungen“.

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Die extrem(istisch)e Glaubensauslegung des ultraorthodoxen Rabbinats

Beginnen möchte ich mit dem zuletzt  aufgeführten „Auslöser“ für diesen Artikel:

Rabbi Yosef hat (vermutlich) am letzten Samstag wieder einmal eine seiner berühmt-berüchtigten Hasspredigten gehalten, wie dieser JTA-Artikel vom 18.10.2010 (=> Klick) ausführt, der auch der oben genannten E-Mail beigefügt war. Da es sich um die Weiterleitung von einer bekannten „Zwischenstation“ handelt, die unser uneingeschränktes Vertrauen genießt, der ursprüngliche Absender jedoch unbekannt ist, veröffentliche ich im Anschluss nur die mitgelieferte deutsche Übersetzung des Artikels. Für Interessierte stelle ich die ebenfalls zu der Mail gehörende PDF-Version der vollständigen Informationen aber zusätzlich zur Verfügung (=> Klick).

Deutsche Übersetzung des obenstehenden JTA-Artikels:

Zitat:

JERUSALEM (JTA [Jüdische Nachrichtenagentur]) — Der Führer der sephardischen Juden, Rabbi Ovadia Yosef, sagte in seiner samstäglichen (Sabbat) Predigt, daß „Nichtjuden existieren, um den Juden zu dienen.

Die Gojim wurden dazu geboren, um uns zu dienen. Sie erfüllen keinen anderen Zweck auf dieser Welt, als dem Volk Israel zu dienen,“ sagte er während einer öffentlichen Diskussion, in der es darum ging, welche Arbeiten einem Nichtjuden erlaubt sind, sie am Shabbat zu verrichten.

Wozu werden die Nichtjuden gebraucht? Sie werden arbeiten, sie werden pflügen und sie werden ernten. Wir werden ihnen wie ein Effendi zusehen und essen,sagte er unter dem Gelächter der Anwesenden.

Yosef, der geistige Führer der Shas-Partei [Koalitionspartner der Regierung Netanyahu] und ehemalige Chef-Rabbiner der Sepharden in Israel sagte auch, daß die Leben der Nichtjuden geschützt sind, um die Juden vor finanziellen Verlusten zu schützen.

„Mit den Nichtjuden ist es wie mit jeder anderen Person auch. Sie müssen letztlich sterben. Aber Gott schenkt ihnen Langlebigkeit. Warum? Stellt euch vor, Jemandes Esel stirbt, er würde dadurch Geld verlieren. Der Esel ist schließlich sein Diener. Das ist der Grund, warum er [der Nichtjude] ein langes Leben hat, um für den Juden gut zu arbeiten,sagte der Rabbiner, der kürzlich 90 wurde.

Ein Audiomitschnitt einiger der Bemerkungen des Rabbiners wurde über Israels [Radio] Kanal 10 verbreitet.

Das amerikanische jüdische Komitee [AJC] verurteilte die Bemerkungen des Rabbiners in einer am Montag veröffentlichten Erklärung.

Rabbi Yosefs Bemerkungen — suggerieren fürchterlich, daß die jüdische Heilige Schrift behauptet, daß Nichtjuden existieren, um den Juden zu dienen — sind abscheulich und ein Verstoß gegen die menschliche Würde und menschliche Gleichheit,“ sagte AJC-Direktor David Harris. „Das Judentum brachte der Welt zuerst bei, daß alle Individuen als göttliche Abbildung geschaffen sind, was half, die Basis unserer moralischen Ordnung zu formen. Ein Rabbiner sollte Erster sein, diese Grundlagenlehre unserer Tradition zu reflektieren, nicht Letzter.

Zitat Ende.

Im Anschluss an diese Übersetzung waren der Mail auch noch Auszüge aus dem Talmud beigefügt, die mir (und vielen anderen, mit denen ich über dieses Thema kommunizierte) auch schon auf die eine oder andere Weise untergekommen sind. Sie werfen in der Tat ein düsteres Licht auf den „jüdischen Glauben“ und seine fundamentalen Lehren und Gesetze, aber darauf werde ich etwas später noch explizit eingehen. Die ebenfalls mitgelieferten erläuternden Ausführungen und die im Einzelnen angeführten Zitatstellen können Sie bei Interesse der oben verlinkten PDF-Datei entnehmen.

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Es würde zweifelsohne zu weit führen, wenn ich mich eingehender mit der Predigt des Herrn Yosef auseinandersetzen würde … ich denke, es sollte genügen, an Stelle einer ausführlichen Analyse und Bewertung einige (mehr oder weniger) externe Artikel anzuführen, die sich direkt oder indirekt mit dem Gesamtspektrum dessen befassen, was diese spezielle „israelische“ oder auch „ultraorthodox-jüdische“ Sichtweise umfasst. Ebenso wenig habe ich vor, den „Einwand“ des AJC-Direktors einer intensiven Überprüfung hinsichtlich seiner Glaubwürdigkeit und des Inhalts der Aussage zu unterziehen. Das überlassen ich Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, sofern Sie die Sache einer eigenen und eingehenden Recherche für wert befinden sollten. Aber im Zusammenhang mit meinen eingangs erwähnten Problemen mit „fundamentalistischen Gläubigen“, werde ich gleich noch einmal darauf zurückkommen müssen.

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Externe Zwischenbemerkungen

Ganz aktuell hatte Josephine am 19. Oktober – ausgehend von dem infamen Spiel, dass die israelische Administration mit Firas Maraghy und seiner Familie getrieben hat, das Problem aber auch weitergehend thematisierend – den Artikel Israel und seine „Freunde“ … Wann ist es endlich genug? (=> Klick) veröffentlicht. – Der Artikel ist – wie immer – sehr empfehlenswert, aber besonders gut zum Thema meines heutigen Artikels passend muss die kurze und eines der „argumentativen Kernprobleme“ entlarvende „Diskussion“ im Kommentarbereich bezeichnet werden, an der ich mich ebenfalls zu beteiligen erlaubte.

Artikel zum Thema bei AmSeL-Gedanke Plus:

Es gibt zahlreiche Artikel zu diesem Themenspektrum (nicht nur Israel/Palästina, sondern auch umfassender im Sinne von „Glauben und Machtdialektik“) auf dem Partnerblog, aber im Zusammenhang mit dem heutigen „Notartikel“ meinerseits sollten die nachfolgenden Beispiele von Anfang September dieses Jahres ausreichen.

MoltawetoDer Nahostkonflikt zwischen „Friedensverhandlungen“ und Anschlägen (=> Klick) vom 4. September, der teilweise auf meinem Artikel vom 2. September – Palästinensische Gewalteskalation und die „Gefährdung der Friedensgespräche (=> Klick) und zwei der darin verarbeiteten externen Informationen aufbaut sowie diese ausführlicher beleuchtet – unter anderem wurde auch eine separate Übersetzung eines Artikels von Max Blumenthal (siehe unten) von Moltaweto angefertigt und beigefügt (=> Klick).

Dazu passend auch noch die Leseempfehlungen zum Themenschwerpunkt Israel/Palästina (=> Klick) vom 5. September, in denen unter anderem auch der oben bereits erwähnte Artikel von Max Blumenthal – Wie man Nichtjuden tötet und Leute beeinflusst: Israelische Rabbiner verteidigen die schockierende religiöse Verteidigung des Tötens von Nichtjuden nach einem Buch – sowohl im Original (Englisch – Alternet => Klick), als auch in einer Übersetzung von Ellen Rohlfs (=> Klick vom 30. August) enthalten ist.

Yossi SaridHier [Israel] herrscht bereits der Faschismus (=> Klick) vom 5. September

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Das Kernproblem eines dem Kulturkreis des „jüdisch-christlichen Abendlandes“ entstammenden gläubig und ideologisch neutralen MENSCHEN mit dem von oben entfesselten „Glaubenskrieg“

Bevor hier Missverständnisse aufkommen … für mich persönlich gibt es kein allgemeines „Glaubensbekenntnis“ und zu meinem „individuellen Glauben“ gehören auch nicht nur Dinge, die im weitesten Sinne „religiösen“ oder gläubigen Hintergründen zuzuordnen wären. Mein „Glaube“ ist gleichzeitig meine Weltanschauung und umgekehrt!

Was das bedeutet kann man am einfachsten nachvollziehen, wenn man meinen ersten „Willkommensbeitrag“ dieses Blogs mit der „Grundsatzerklärung“ Moltawetos auf seinem experimentellen Blog „Geschichte und Wahrheit“ kombiniert. Diese (=> Klick) entspricht meinem Umgang mit dem Weltgeschehen und meiner Positionierung nahezu eins zu eins!

Was nun mein Problem mit den Begriffen „Kirche“, „Religion“ und „Glaube“ angeht, so beruht dies vor allem auf der Tatsache, dass jeder auf „Heiligen Schriften“ (und deren diversen Interpretationen) basierender Glaube aus meiner Sicht in sich selbst dogmatisch ist und von den unterschiedlichen Splittergruppen je nach eigener Weltanschauung abgrenzend gegenüber Andersgläubigen und/oder Andersdenkenden ausgelegt wird. Auf diese Weise begeben sich meiner Ansicht nach leider auch jene Menschen, die sich bspw. als „thoragläubige Juden“ oder „bibelgläubige Christen“ bezeichnen, bewusst oder unabsichtlich in Abhängigkeit zu den fundamentalen Grundlagen ihres jeweiligen Glaubens – und werden dadurch auch im Sinne extremer Auslegungen desselben, die sie vehement zurückweisen, manipulierbar! Dasselbe gilt fraglos auch für fundamentalistische Muslime, aber aus meinem aktuellen Blickwinkel betrachtet, sollte uns bei der Beantwortung der Frage, was denn nun dran ist an der allenthalben propagierten Gefahr einer „islamischen Unterwanderung“ des jüdisch-christlichen Abendlandes, das Hemd der eigenen Kultur- und Glaubensgeschichte näher sein als die Jacke des aus Angst oder vorurteilsbehafteter Berechnung zum Feindbild erklärten Islams!

Dazu habe ich in letzter Zeit genug geschrieben und werde das deshalb nicht noch weiter ausführen. Wer sich dafür interessiert, wird die entsprechenden Artikel sicher auch ohne Verlinkung mühelos finden (bspw. mittels Suchanfrage „Islamophobie“).

Nun gut … sozusagen ausgehend von dem zum ersten Punkt meines heutigen Artikels erklärten, „letzten Auslöser“ muss und möchte ich aber nochmals auf ein ganz spezielles Problem eingehen, dass ich sowohl mit dem jüdischen als auch mit dem aus diesem (ebenso wie der Islam) hervorgegangenen christlichen Glauben habe. – Dazu möchte ich einerseits diesen Artikel (=> Klick) vom 10. August zum Lesen empfehlen, andererseits aber – und zwar gerade mit Blick auf meine „eigenwillige Sichtweise“, die in Puncto Manipulation aus reinen Macht- und Kontrollzwecken nicht zwischen „weltlichen und geistlichen“ Strippenziehern unterscheidet – auch diesen „revolutionären“ Beitrag (=> Klick) vom 17. August.

Wie ich in meinem ersten der oben verlinkten Artikel, aber auch Moltaweto vor allem auf dem ebenfalls oben verlinkten Zweitblog „Geschichte und Wahrheit“ bedauernd feststellen musste, ist insbesondere der „monotheistische Urglaube“, wie man den jüdischen Glauben korrekterweise auch bezeichnen kann, ein größtenteils auf Mythen und Geheimhaltung basierendes, somit also im wahrsten Sinne des Wortes esoterisches (= einer nur Eingeweihten zugänglichen Geheimlehre entspringendes!) Phänomen. So weit man die Geschichte des Judentums – einschließlich der Begriffe Verfolgung, Vertreibung, „Antisemitismus“ – auch zurück zu verfolgen versucht, immer wieder tauchen da „Gerüchte“ und „Andeutungen“ auf, die leider absolut jenen arroganten und menschenverachtenden Hasspredigten des Rabbi Yosef entsprechen. – Ist es trotzdem falsch, wenn man als objektiv damit umgehender Mensch hinsichtlich der scheinbar aus der Vergangenheit auftauchenden „Verdachtsmomente“ (Stichwort: Talmud und Nichtjuden) nachdenklich wird, wenn einem der Wahrheitsgehalt dessen, was da so durch den Kurs der Geschichte geistert, in der Gegenwart so knallhart und schnörkellos vor Augen und Ohren geführt wird?

Ein besonderes „Geschmäckle“ bekommt dieser Verdacht, wenn man weiß und beachtet, dass dieselben ultraorthodoxen „Weisen und Gelehrten“ auch mit Juden, die sich ihrer rigiden Glaubensauslegung nicht unterwerfen, sondern lieber ihrem Thora-Glauben entsprechend ein gedeihliches Auskommen mit den Menschen jener Länder anstreben, in denen sie leben (das schließt die Palästinenser ausdrücklich mit ein!), nicht weniger gnadenlos ins Gericht gehen. – Wer das nicht glaubt, mag sich mal mit Seiten von thoragläubigen Juden und der dort vorzufindenden Meinung über die unüberbrückbaren Gegensätze zwischen dem ursprünglichen jüdischen Glauben und dem, was der Zionismus letzten Endes daraus zu machen versucht, befassen.

Doch lassen wir das … solange es nicht zu jenem offenen und konstruktiven Austausch kommt, den nicht nur meine Wenigkeit hinsichtlich dieses „Phänomens“ und seiner unbestreitbaren Auswirkungen auf die weltlichen und gläubigen Entwicklungen des Weltgeschehens für unabdingbar hält, wird es bei der Suche nach Antworten nicht über das bisherige „Rätselraten“ hinausgehen.

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Gehen wir deshalb zu Josephines letztem Artikel und der darüber „kurz entbrannten“ Diskussion bezüglich der Totschlagkeule „Antisemitismus“ (Verlinkung oben „Externe Zwischenbemerkungen“).

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Der Mythos „Antisemitismus“ . eine provokante These hinsichtlich seiner Entstehung

Vorausschicken muss und möchte ich, dass es von Grund auf Unsinn ist, Josephine eine „antisemitische“ Einstellung zu unterstellen … zumindest dann, wenn man darunter versteht, was insbesondere Apologeten des zionistischen (keineswegs „jüdischen“) Staates Israel damit ausdrücken zu können meinen = Judenfeindlichkeit. Anstatt nun hier nochmals explizit auf meine Meinung bezüglich des (meiner Ansicht nach von Anfang an und mit Bedacht falsch definierten) Totschlagarguments „Antisemitismus“ (einzig richtig wäre, wenn man sich schon in Fremdworten artikulieren muss, Antijudaismus oder Antimosaismus ~ Judäophobie), verweise ich lieber auf meinen Beitrag zur Diskussion zum oben verlinkten Artikel.

Wenn ich mich zu einer „sehr gewagten These“ hinreißen lassen würde, könnte ich im Zusammenhang mit der Demonstration „jüdischer Weisheit und Heiligkeit“ à la Ovadia Yosef, eventuell die Frage aufstellen, ob die Feindschaft zwischen Juden und „Nichtjuden“ nicht von Anfang an gezielt geschürt wurde? – Wie immer, wenn es um dieses Thema geht, kann ich dies nur von heutigen Verhältnissen und daraus abzuleitenden Beweisen einschätzen, es ergibt aber, wenn man sich den diesbezüglichen Teil der Weltgeschichte objektiv-kritisch anschaut, leider einen nicht von der Hand zu weisenden Sinn. – Auch hier empfiehlt es sich, diese provokante These nicht einfach zu ignorieren, oder – weil es so angenehm einfach ist – gleich wieder in die Schublade „Antisemitismus“ zu stecken, sondern sich auf jüdischen antizionistischen Seiten darüber zu informieren, mit welchen teilweise infamen und kriminellen Mitteln diese seit über hundert Jahren von den federführenden zionistischen Organisationen bekämpft werden!

Und nicht zuletzt gibt es ja auch mehrere Israel- und Zionismus-kritische jüdische Autoren, die den Denkansatz, dass der Zionismus „Antisemitismus“ nicht nur gezielt fördern, sondern echte Judenfeindlichkeit im Zuge der „Existenzberechtigung“ und Fortführung seiner großen Projekte (zuvorderst „Groß-Israel“ nach biblischer Definition!) überhaupt erst verursachen würde!

Aber gut, weiter möchte ich diese These unter den zurzeit noch hoffnungslos unzureichenden Umständen nicht ausführen, aber ich denke doch, dass man bei einem halbwegs eigenständigen und objektiven Umgang damit erkennen und nachvollziehen können sollte, welche Fragen und Spekulationen sie noch enthalten müsste, um den angedeuteten Gedankengang konstruktiv und entschlossen zu Ende zu führen! – In der Form, wie der Kommentator im Beispiel des oben genannten Artikels von Josephine mit dem „Argument“ Antisemitismus hantiert hat, kann man selbst in einem Fall, bei dem man ein „Missverständnis als Auslöser“ annehmen könnte, der Wahrheit sicher nicht dienen!

Wie ich bereits andeutete, kann es in diesem Artikel aber nicht alleine um das Judentum und den Zionismus gehen …

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Der Problemfaktor eines teilweise heillos zerstrittenen und teilweise einen eigenen separaten Dogmatismus entwickelnden (bibeltreuen) „Christentums“

… es gibt auch das eigenständige Problem des „Christentums“, das sich mindestens in drei Hauptzweige aufgespalten präsentiert. Die RKK (Römisch-Katholische Kirche) … DAS (sicher nicht zu Unrecht, sondern unbestreitbar nachvollziehbar!) zum Feindbild erklärte Ur-Bild des Christentums unter dem – meiner Ansicht nach völlig überzogen, denn auch „er“ ist zumindest in den letzten 200 Jahren nur eine Marionette anderer Mächte! – fast schon „dämonisierten“ Papst. „Sie“ ist fraglos auch der schwerwiegendste Grund für meine unwiderrufliche und absolute Abkehr vom christlichen Glauben und dem Mythos des „(jüdisch-) christlichen Abendlandes“ und seiner „Werte“, aber etwas wirklich „Besseres“ und „Überzeugenderes“ haben auch die anderen Zweige des christlichen Glaubens für meine Begriffe nicht zu bieten!

Und auf der anderen Seite das wenigstens zweigeteilte Lager der Protestanten, die meiner Meinung nach gut ebenso lange nichts mehr mit den ursprünglichen „Helden der Reformation“ gemein haben.

Die Protestanten (vornehmlich die angloamerikanischen „evangelikalen Freikirchen“) sind für mich um keinen Deut besser als die RKK, mit der sie im Zuge (auch relevant im Zusammenhang mit den „Siebenten Tags Adventisten“ – siehe unten!) der „Einigung der Religionen“ (Eine-Welt-Religion) ja schon geraume Zeit gemeinsame Sache machen. Sie stellen auch die Mehrzahl der christlichen Zionisten, die nicht nur in den USA auf Parallelflug zu den „jüdischen“ Zionisten gegangen sind und in vielfältigen Variationen als entschiedene Israel-Verteidiger auftreten.

Die zweite Fraktion stellen die „bibeltreuen Christen“, unter denen ich über die letzten anderthalb Jahrzehnte aber auch „solche und solche“ kennengelernt habe. Auf diese Gruppe muss und möchte ich mich beschränken, wenn ich nun auszuführen versuche, warum sie mindestens ebenso großen Anteil an der scheinbar unaufhaltsamen Eskalation des „Glaubenskrieges à la NWO“ haben wie alle anderen Glaubensrichtungen.

Wie eingangs aufgezeigt benutze ich dafür die Argumentation eines sich selbst als bibeltreuen Christen und allein dem „Weg Jesu Christi“ verschriebenen Menschen bezeichnet. (Siehe oben unter „Erster Auslöser“). Dazu muss ich ganz klar festhalten, dass ich den „Diskussionspartner“ von Moltaweto sowohl als „Kollegen“ wie auch als Menschen außerordentlich schätze und – genau wie Moltaweto – nicht das geringste Problem mit seinem Glauben und den meisten damit verbundenen Überzeugungen habe … aber wie die besagte Diskussion belegt, sind auch generell objektiv und ungebunden denkende Menschen nicht davor gefeit, ab einem gewissen Grad der Verschmelzung mit „religiösen Überlieferungen“ zur Abgrenzung zu neigen und andere Meinungen und/oder Glaubensformen einfach nicht hinnehmen zu können oder zu wollen – selbst dann nicht, wenn die „Glaubensunterschiede“ nur marginal sind und das auf beiden Seiten von reeller, nicht nach „Lohn“ verlangender Nächstenliebe und Verantwortungsbewusstsein (der Gesamtheit der „Schöpfung“ gegenüber) geprägte Weltbild das menschliche Miteinander weitestgehend problemlos ermöglicht.

Da ich an dieser Diskussion (aus gutem Grund!) selbst nicht beteiligt bin und auch keineswegs vorhabe, mich irgendwann wertend dazu zu äußern (außer, dass ich relativ sicher bin, dass mein Glaube eindeutig mehr „Verwandtschaft“ mit jenem von Moltaweto aufweisen dürfte), bitte ich darum, dass interessierte Leser/innen sich durch das Studium des Diskussionsverlaufs ein eigenes Bild davon machen.

Allgemein und das Beispiel nur als zusätzlichen Beleg nutzend, muss ich allerdings deutlich machen, dass „bibeltreue Christen“ sich in ihrem Glauben ebenso (wenn auch auf das Neue Testament beschränkt) wie alle anderen „Christen“ auf die Bibel berufen, wenn sie ihren Glauben argumentativ darzulegen versuchen. Darunter gibt es dann einige, die das normale Kommunizieren mit ihren Mitmenschen fast völlig aufgegeben haben und nur noch Bibelzitate verwenden, um „ihre Standpunkte“ zu verdeutlichen und ihre Meinung gegen die von Andersdenkenden und Andersgläubigen zu „verteidigen“. Die Frage, wie zuverlässig und vertrauenswürdig diese Grundlage nicht nur ihres Glaubens, sondern de facto auch ihrer gesamten Existenz (wenn Sie „das Wort“ – eigentlich die Schrift gemäß sola skriptura – nicht nur vorschieben, sondern ihr Leben auch daran ausrichten!) bei nüchtern-kritischer Betrachtung wirklich ist, scheint niemand von ihnen zu stellen, gleich welcher Fraktion der oder die „Christ/in“ sich zugehörig fühlt. – Um das nochmals unmissverständlich zu verdeutlichen: dasselbe gilt selbstverständlich auch für Juden und Muslime, die sich nachweislich ja ebenfalls in unterschiedliche Glaubensauslegungen aufspalten!

Da auch Jochen Mitanna offenbar große Stücke auf ihn zu halten scheint (Moltaweto hat seinerseits ebenfalls mehrere – nicht strikt bibelbezogene – Videoreihen des südafrikanischen Professors und (zumindest zeitweise – Streit wohin man schaut?) die Siebenten Tags Adventisten vertretenden „geläuterten Christen“ empfohlen), möchte ich zur Verdeutlichung dessen, was ich auszuführen versuche, exemplarisch den ersten Teil der Videoserie „Offenbarung“ (= YouTube-Suchanfrage … es gibt etwa 20 Serien allein zu diesem Kernthema!) von Prof. Walter Veith verlinken und empfehlen, dass man sich diesen und auch einige weitere anschauen sollte. – Um eine eigene Meinung dazu zu finden, die man dann mit dem letzten Punkt dieses Artikels vergleichen kann, in dem ein anderer „extremer Standpunkt“ behandelt werden soll.

Offenbarung 1 ~ Urheber der Offenbarung 1/8

http://www.youtube.com/watch?v=f3WSBYNw9A4

Dieses Beispiel führe ich nicht nur als Beleg für meine skeptische Meinung bezüglich jedes Zweigs der „(jüdisch-)christlich-abendländischen Glaubenskultur“ an, sondern auch, weil die eingehendere Beschäftigung mit Walter Veith (dessen Vorträge ich mit großem Interesse angeschaut habe und den ich deutlich mehr schätze als die Freikirche, in deren Auftrag er bis zu einem „Zerwürfnis“ mit deren „Führern“ missionarisch-aufklärend tätig war!) und den „STA“ auch den „Kampf unter den Christen“ besonders eindrucksvoll aufzeigt.

Aber gut, das muss für den Moment genügen … hinzufügen möchte ich nur noch, dass ich persönlich die Bibel zwar nicht kategorisch ablehne, sie aber keinesfalls als glaubhafte Grundlage für die Bestimmung der eigenen Position im „Glaubenskrieg“ erachten kann. Meine Definition von „Schöpfung“, die weder der „wissenschaftlichen Schiene“ namens Evolution noch der religiösen Definition von Schöpfung (Kreationismus) entspricht, verbietet mir das, da wesentliche Aspekte dessen, was ich als elementare Bestandteile eines „Kreislaufs des Lebens“ empfinde, (auch?) von der Bibel zu eindeutig ausgeklammert werden und andererseits die Saat der menschlichen Selbstüberschätzung zu übermächtig in all diesen „Grundfesten“ der Menschheitsgeschichte gegenwärtig ist. Der Gottesbegriff der durch alle „Heiligen Schriften“ und insbesondere den Monotheismus vermittelt wird, erscheint mir demzufolge fast schon unausweichlich wie ein fundamentaler Bestandteil dessen, was wir vielleicht nur in Ermangelung einer präzisieren Definition „NWO“ zu nennen begonnen haben?! (Schauen Sie mal nach, was Stefan in seinem Gastbeitrag zur Weltgeschichte auch dazu meinte => Klick)

Natürlich bleibt es trotzdem jedem Menschen überlassen, woran er glauben und worin er seinen Daseinszweck sehen will. Menschen wie Jochen Mitanna, den ich wie gesagt sehr schätze und dessen zentrale Glaubensdefinition ich durchaus akzeptiere, sollten dabei aber sehr vorsichtig sein, woran sie ihren Glauben ausrichten … dies, wenn man so will, aber nur als guter Rat unter „Menschenbrüdern und –Schwestern“ … denn den Gedanken, dass „Religion und Glaube“ vielleicht ebenfalls nur ein ausgeklügeltes Macht-, Unterwerfungs- und Kontrollinstrument sein könnte, sollte man nicht zu leichtfertig und vor allem nicht zu weit von sich weisen.

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Was sind die Alternativen zum monotheistischen (und jedem anderen gegenwärtigen und „götterbezogenen“) Glauben?

Darauf wird nun hoffentlich niemand ernsthaft eine zufriedenstellende Antwort von mir erwarten … aber wenn man den oben begonnenen Gedankengang, dass für das Leben auf der Erde (insbesondere die menschliche Spezies) weder die Thesen der Evolutionslehre noch die Schöpfungslehre des Monotheismus eine überzeugende Erklärung liefern können, was bleibt dann noch übrig?

Nun, vielleicht etwas, das auch zu den „Theorien“ gehört, die besonders nachdrücklich von bibeltreuen Christen zurückgewiesen und bspw. im ersten Teil des Films „Zeitgeist“ behandelt werden? Auch wenn ich mich damit jetzt „ganz fürchterlich unbeliebt mache“ und als ebenso rettungslos verlorener wie unglaubwürdiger „Verschwörungstheoretiker“ oute … für mich klingt diese „Spekulation bezüglich der Entstehung des Monotheismus“ nach all dem, was ich mittlerweile über den Ablauf des Weltgeschehens in Erfahrung gebracht habe, in jedem Fall plausibler als die Behauptung, Mensch und Welt wären maximal 6.000 Jahre alt …

Das kann man jetzt zwar noch endlos fortsetzen, aber irgendwann muss ich ja mal zum Schluss kommen. Deshalb habe ich mir auch eine andere „extreme These“ als Schlusspunkt für diesen Artikel ausgesucht, an die ich vor einer guten Woche durch einen Beitrag beim Kollegen Muskelkater erinnert wurde. Als Video hatte ich das noch nicht gesehen, aber diverse Bücher des Autors gelesen. Hundertprozentig überzeugen konnte er mich zwar nie – was auch die unten verlinkte Videoserie nicht schaffte – aber seine Argumentationen waren und sind nach wie vor bemerkenswert. Ob sie glaubwürdiger als die „Heiligen Schriften“ sind und eine zutreffendere Erklärung für unsere Existenz liefern (bspw. auch in Verbindung mit Mythen und Legenden auf der ganzen Welt), muss jede und jeder für sich selbst entscheiden.

Erich von Däniken ~ Götterdämmerung (8 Videos)

http://www.youtube.com/watch?v=yrQaqvv9Hug&feature=&p=CB9CBBA35A551032&index=0&playnext=1

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P.S.

Auf eine erneute Einbindung des Bereichs „Esoterik“ verzichte ich heute – ich denke, dass ich diesen in den letzten Artikeln ausführlich genug thematisiert und aus meiner Perspektive behandelt hatte. Daneben hätte es aber auch nicht zum Artikelthema gepasst – und ist zudem, bei vorurteilsfreier Betrachtung ohnehin nur eine weitere Facette des „Glaubenskriegs“, wie ich ihn in diesem Beitrag aus gegebenem Anlass zusammenfassend zu definieren versuchte.

Es wäre meiner Ansicht nach unwiderruflich an der Zeit, sich von all den „alten Vordenkern und Weisen“ freizumachen und auf dem Umweg über die Entwicklung des individuellen Bewusstseins einen mehr an den nackten Fakten des Lebens orientierten und Menschen nicht mehr trennenden, sondern auf der Basis von Menschlichkeit, Nächstenliebe und Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem ungeheuren Geschenk der gesamten Schöpfung vereinigenden „Glauben“ entwickeln sowie ohne Wenn und Aber leben würden. Wie sehen Sie das?

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4 Responses to Irrungen und Wirrungen des Glaubenskriegs à la NWO

  1. Pingback: Gojim sind da um uns zu dienen « VorDenkSeiten

  2. Pingback: Leseempfehlungen zum Themenschwerpunkt Israel/Palästina « Der AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft

  3. Mitleser says:

    Auch hier wird die Deutsche Übersetzung des obenstehenden JTA-Artikels diskutiert:

    Grundlagenlehre der moralischen Ordnung
    http://welt-wissen-leben.forumieren.net/israels-manipulationspolitik-f14/grundlagenlehre-der-moralischen-ordnung-t347.htm

  4. Pingback: Eine habe ich noch … Meine finale individuelle Bestandaufnahme « Der AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft

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