Das Kreuz mit der Geheimhaltung – oder: Was steckt wirklich dahinter?

Mit dem Thema „Geheimniskrämerei“ – nicht nur, aber in besonders „knebelnder“ Art und Weise rund um die BRD-Geschäftsführungen seit Gründung des besatzungsrechtlichen Konstrukts gleichen Namens – ließen sich fraglos Bände füllen. Aus verschiedenen Gründen, die sich dem interessierten Menschen beim Lesen zweifelsohne selbst erschließen werden, möchte ich zu Beginn der nachfolgenden Meinungsäußerung den fast zwei Jahre alten Artikel vom AmSeL-Gedanken anführen, dessen Titel da – wie ich finde, zutreffender Weise – lautet: Geheimniskrämerei und Propaganda führen Demokratie ad absurdum (=> Klick).

Auch wenn der Rahmen dieser speziellen Form von Geheimniskrämerei wider das Interesse der Bevölkerung (nicht nur hierzulande!) längst nicht mehr nur die Entstehungs- und Verlaufsgeschichte, sowie die Konsequenzen beider Weltkriege umfasst, deren Aufarbeitung im Interesse aller Menschen liegt (oder liegen sollte), halte ich sie nach wie vor für den machthistorischen Knackpunkt schlechthin!

Die allenthalben bemühte Rechtfertigung, die Geheimhaltung bestimmter Informationen sei im Sinne der „nationalen Sicherheit“ unverzichtbar, sollte man rundweg als verlogene Schutzbehauptung zurückweisen … denn zu einer „Nation“ gehört bekanntlich auch ein Volk, das gerade bei seine ureigensten Interessen berührenden Themen selbst entscheiden müssen sollte, was für seine Sicherheit notwendig ist und was lediglich der Sicherheit seiner Unterdrücker und Ausbeuter dient … so viel zur zugegebenermaßen recht realitätsfernen, aber nichtsdestotrotz den Kern des Problems offen legenden Theorie.

Kommen wir nun zur aktuellen Situation und zur Motivation, die mich zum Schreiben des Artikels inspirierte.

.

Die deutsche Publizistin Gabriele (Gaby) Weber hat am 21. Januar bei Telepolis den Artikel Eichmann, der BND und die Expertenkommission (=> Klick) veröffentlicht. Unter Berufung auf das „Informationsfreiheitsgesetz“ (Gesetzestext via juris.de => Klick), versucht sie schon seit Jahren Akteneinsicht in entsprechende Unterlagen des Bundesnachrichtendienstes zu erzwingen … zwischenzeitlich mit „grundsätzlichem Erfolg“ auf gerichtlicher Ebene, aber dieser hat bisher immer noch nicht zur Befriedigung ihres Ansinnens geführt. – Das soll als Einstieg und Vorgeschichte genügen, wer mehr wissen möchte, kann seiner Neugier unter anderem über den ersten und letzten der mit ihrem Namen verknüpften Links freien Lauf lassen. Als interessante Randnotiz, die jeder selbst eingehender recherchieren kann und sollte, sei hier vermerkt, dass dieses Gesetz in der BRD zum 1. Januar 2006 „in Kraft trat“ … als Vergleich dazu: in den USA wurde ein identisches Gesetzt bereits 1966 verabschiedet und kann (laut „Wikipedia“) seit 1974 auch als mehr oder minder wirksames Instrument hinsichtlich der Durchsetzung des öffentlichen Interesses an relevanten Behörden- oder Staatsinformationen bezeichnet werden. – Aber das, wie gesagt, wirklich nur so am Rande, weil man natürlich keine Vergleiche zwischen „Herrschern und Beherrschten“ anstellen sollte 😉 – So weit ich weiß, gibt es jedoch auch in den USA Einschränkungen, was die Informationserteilungspflicht der um die 50 Geheimdienstorganisationen betrifft … 😀 War da nicht mal was von wegen „Schattenregierung(en)“?

Dass es dabei hierzulande allerdings nicht nur um den BND, sondern auch um das Bundesamt für „Verfassungsschutz“ (und wenn man schon mal dabei ist, eigentlich auch um den MAD (trotz etwaiger Übereinstimmungen nicht mit der gleichnamigen Satire-Zeitschrift zu verwechseln) – gerade aktuell kommt ihm, als dem Bundes“verteidigungs“ministerium – also Herrn von und zu Guttenberg – unterstellter Nachrichtendienst, für meine Begriffe wieder einmal viel zu wenig Beachtung zu!) geht, hat ein am gestrigen Sonntag bei der Freitag erschienener Artikel von Tom Strohschneider „in Erinnerung gerufen“ (Bis zum Beweis des Gegenteils => Klick).

Beide Artikel fußen schwerpunktmäßig auf den „Projekten zur Untersuchung der Geschichte von BND und „Verfassungsschutz““, die natürlich sinnigerweise von den professionellen Geheimnisermittlern und –Bewahrern selbst überwacht werden sollen. Dass man sich davon nicht allzu viel erleuchtende  und vor allem auf unverfälschten Fakten basierende Informationen erhoffen sollte, liegt da fast schon in der „Natur der Sache“ begründet. Die Frage, ob die Auswahl der Historiker, die entsprechende Verträge erhalten haben oder noch unterschreiben sollen, tatsächlich als neutrale und vom System unabhängige Experten bezeichnet werden können, möchte ich da noch nicht einmal stellen, da ich mir darüber bisher noch kein umfassendes Urteil bilden konnte. Es steht allerdings zu befürchten, dass wirklich unabhängige und kritische Fachleute gar nicht erst in Betracht gezogen wurden?! Eventuell weiß Frau Weber da etwas mehr … zumindest klang eine entsprechende „Vermutung“ im verlinkten Beitrag bei Telepolis / Heise an.

Worüber ich mir ein Urteil bilden und auch erlauben kann, ist jedoch etwas anderes.  Bei der angeblichen „Geschichtsaufarbeitung“ geht es nur um die „BRD-Geheimdienste“ … was für den unbedarften Konsumenten die Vermutung nahelegen könnte, dass – wenn überhaupt – dann natürlich „nur die Alt-Nazis“ und deren „bundesdeutsche Karriereförderer“ dafür verantwortlich sein könnten. Diesem leider in der Tat leicht entstehenden, falschen Eindruck (der auch der Staats- und Medienpropaganda gegen DDR/SED/Stasi/Linkspartei anhaftet) möchte ich eine simple Frage entgegenstellen … die nämlich, wer die Oberaufsicht darüber hatte, wer im westlichen Besatzungsgebiet, eben auch „BRD“ genannt, nicht nur bei den Geheimdiensten, sondern auch in Politik, Gerichtswesen, Wirtschaft und Wissenschaft als „entnazifiziert“ und für die „ehrenwerte Mitgliedschaft in einer freiheitlich-demokratischen Werteordnung“ geeignet eingestuft wurde. Davon, dass die CIA bei all diesen Beurteilungen und Maßnahmen ganz konkret beteiligt gewesen war … und das nachweislich schon während des Krieges und nicht erst danach … wollen wir gar nicht erst anfangen, nicht wahr!?

Insofern würde ich mir doch einen etwas differenzierenden Umgang mit dem Thema wünschen, als er bspw. im Schlussabsatz des Artikels von Frau Weber anklingt, den ich zum besseren Verständnis hier zitieren möchte:

Auf ihre Partei und den Koalitionspartner kann sich Frau Merkel verlassen. Bei einer aktuellen Debatte im Bundestag zum Thema Eichmann meinte am Mittwoch der parlamentarische Geschäftsführer der CDU, Manfred Grund, „ein Nachrichtendienst wäre kein Nachrichtendienst, wenn er alle seine Unterlagen auf den Marktplätzen der Welt ausbreiten würde“. Die Redner der FDP beschränkten sich darauf, über die Stasi-Vergangenheit der Linkspartei herzuziehen. Die SPD hüllte sich in schöne Worte und legte sich, wie immer, nicht fest. Bei wem es sich um den SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann eigentlich gehandelt hatte – darüber ging es im Bundestag ebensowenig wie um seine Opfer. Seit 65 Jahre entweicht aus den Schornsteinen der NS-Vernichtungsmaschinerie kein Rauch mehr, und die heutigen, sich „demokratisch“ nennenden Politiker nehmen sich das Recht heraus, Akten über die Täter geheim zu halten und uns die Wahrheit zu verschweigen. Sie verkünden es und gehen zur Tagesordnung über. Das ist unerträglich.

Zitat Ende.

Ebenfalls anraten würde ich bei dem Umgang mit diesem Thema (auch und gerade mit Blick auf Leute wie Eichmann und Mengele), sich etwas eingehender mit der Vor- und Nachkriegsgeschichte der entsprechenden „Forschungs- und politischen Betätigungsfelder“ sowie damit zu befassen, welche Staaten und Institutionen sie so alles beackert haben. Und, nicht zuletzt, ist auch die Frage, wie so vielen echten oder vorgeblichen NS-Verbrechern die Flucht nicht nur nach Südamerika gelingen konnte, von übergeordneter Bedeutung, wenn man sich wirklich um eine neutrale und rückhaltlose Aufklärung dieser Fragen bemühen möchte.

Das Problem dabei ist, meiner völlig unmaßgeblichen, aber dennoch zu äußernden Meinung nach, dass die besagte Geheimniskrämerei in erster Linie dem Schutz und der Geheimhaltung ganz anderer Verbrechen und Täter dient, die dann, wenn man tatsächlich uneingeschränkt forschen dürfte, ziemlich unangenehme Erfahrungen mit öffentlich ausbrechendem Unmut sammeln müssten. Davon, dass in einem solchen Fall nicht nur die Geschichte vollkommen neu bewertet und geschrieben werden müsste, sondern auch zahllose systemkonforme Historiker und sonstige Experten, einschließlich der heute noch in Amt und Würden stehenden Politmarionetten einpacken könnten, ganz abgesehen.

.

Wofür in der BRD so alles „Geheimhaltungsbedarf“ gesehen wird, belegt auch ein Radiomitschnitt einer Sendung von Gaby Weber bei SWR2 Wissen, der ebenfalls den Titel Geheimniskrämerei trägt und unter anderem auch auf die Geheimverträge  im Rahmen des Prozesses der Wasserprivatisierung in Berlin eingeht (MP3 => Klick). Umfangreichere Informationen, einschließlich PDF-Dokumente, zu diesem Thema können auf dem taz-Rechercheblog eingesehen werden (=> Klick).

Lesen sie dazu bitte auch die Erklärung des Berliner Wassertischs, die am 31.10.10 bei Radio Utopie veröffentlicht wurde (=> http://www.radio-utopie.de/2010/10/31/wasser-geheimvertrage-und-das-volksbegehren-mediale-offenlegung-kann-gesetzliche-offenlegung-nicht-ersetzen/Klick)

Geheimverträge sind bei den kriminellen Privatisierungsmachenschaften gerade in Verbindung mit der definitiv dem Allgemein- und nicht etwa dem Wettbewerbs- oder Kapitalinteresse zuzuordnenden Daseinsvorsorge Usus. Die meist für den Laien (und auch den nicht darauf spezialisierten Juristen – sowie erst recht für den/die durchschnittlichen Bundes-, Landes- oder Kommunalpolitiker/in) in der Regel völlig undurchschaubaren Verträge firmieren unter der irreführenden Verharmlosung PPP oder ÖPP, es gibt allerdings auch noch „CrossBorderLeasing“, das man bei der Beschäftigung mit derartigen Kapitaloptimierungsinstrumenten zulasten der Allgemeinheit durchaus mitberücksichtigen sollte, da das schamlos ausgenutzte kriminelle Abzockpotential ebenso gewaltig ist.

All diese Profitgenerierungsinstrumente gehören (nicht nur) meiner Ansicht nach als sittenwidrige und volksfeindliche Maßnahmen behandelt (= rigoros rückabgewickelt – auch und gerade auf dem Gebiet der Energiewirtschaft!). Was aber frühestens dann in Angriff genommen werden könnte, wenn die auch qua Geheimhaltung geschaffenen Rahmenbedingungen ebenso vollständig und rücksichtslos aufgelöst würden … hier wäre dann die oft adressierte, aber offenkundig nicht zu mobilisierende Mehrheit des „Souveräns“ gefordert, denn bei den auf Vertragsebene beteiligten Parteien wird man lediglich auf den Hinweis stoßen, dass „verbindlich geschlossene Verträge“ nicht einfach aufgelöst werden können . Womit wir im Grunde genommen auch schon am Ende der hypothetischen Argumentationskette angelangt wären, da die Mehrheit (nicht nur, aber ganz besonders) unserer Bevölkerung sich lieber spalten, gegeneinander aufbringen und in obrigkeitshörig zur eigenen Schlachtung trabende Schlafschafe verwandeln lässt …

.

Abschließend sei somit für den Moment festgehalten, dass von „staatlicher Seite“ praktizierte Geheimhaltung grundsätzlich den Interessen der Menschen (des Volkes) zuwiderlaufen. Man muss aber, wenn man dafür eine geschlossene Beweiskette zusammenstellen und zwecks Forderung nach Abstellung der Missstände vorlegen möchte, schon dem leider immer wieder hervorzuhebenden Umstand Rechnung tragen, dass Teilaspekte, als die man herausgegriffene Themen nun einmal immer bezeichnen muss, niemals aus dem Gesamtbild herausgelöst behandelt werden dürfen. Worauf der Globalisierungswahn aufbaut, sollte man bei tatsächlich faktenbezogener Recherche jedenfalls erkennen und dementsprechend auch bis zu den historischen, politischen, wirtschaftlichen und nicht zuletzt „wissenschaftlichen“ Ursprüngen zurückverfolgen können. – Auch das gehört für meine Begriffe zur „Wahrheitssuche“ und da man diesem Bestreben ein wahrlich hohes Maß an Allgemeinnutzen und dementsprechend auch Allgemeininteresse schwerlich absprechen kann, sollte man ihr auch noch bedeutend nachdrücklicher und uneingeschränkter zu dienen versuchen.

.

Zum endgültigen Abschluss meines Artikels noch drei Leseempfehlungen, die ich ausnahmsweise kommentarlos aussprechen und jedem von Ihnen zum Nachlesen und Verinnerlichen empfehlen möchte … nicht nur, aber durchaus auch im Zusammenhang mit dem heute behandelten Thema!

Gert FlegelskampMP Müller – nun Verfassungsrichter? (nur mal so, als kleiner Denkanstoß bezüglich der Gewaltentrennung, die einerseits als unabdingbares Element einer Demokratie gelten muss und andererseits gerade in der BRD nicht im Mindesten gewährleistet ist. Diskussionen über Sinn und Unsinn der Verwendung des Begriffs Demokratie können dabei ruhig außen vor bleiben!)

Und …

Wahrheiten.org Dunkle Krisenwolken: Da braut sich was zusammen (auch nur mal so, als dringend benötigtes Gegengewicht zum inhaltsleeren Aufschwungsgefasel „unserer Eliten“!)

Zuletzt noch eine Empfehlung, die ich nach aufmerksamem Lesen des Beitrags eines meiner wenigen Kommentatoren ganz bewusst ausspreche:

Weltensicht eines Narren von „Stefan aus der Burg“ … wer beim oder nach dem Lesen meinen sollte, dass das doch gar nichts mit dem behandelten Thema zu tun habe, sollte den Text gleich noch einmal lesen und diese Meinung mit Blick auf die Weltgeschichte nochmals kritisch hinterfragen 😉

Und außer der Reihe, weil es einerseits ja irgendwie auch passt und andererseits der Kooperation dient 🙂 noch was zur Causa Maschmeyer (bitte auch die Leseempfehlungen am Ende beachten!)

Advertisements

7 Responses to Das Kreuz mit der Geheimhaltung – oder: Was steckt wirklich dahinter?

  1. Pingback: Es gibt weder Eugenik noch Pläne zur Reduzierung der Weltbevölkerung? « Der AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft

  2. ginsterburg says:

    danke adalbert, aber soviel hab ich nicht beizutragen! eine kleinigkeit ist mir heute malso ganz nebenbei aufgefallen…

    ich verlinke mal, wenn recht ist:

    http://www.infokriegernews.de/wordpress/2011/01/23/neues-zu-2012-zwei-sonnen-und-jede-menge-mythen/comment-page-9/#comment-74821

    bitte selber zusammen suchen und reimen…

    lesen können setze ich mal voraus 😉 (zynismus ende)

    wie gesagt war zufall und es ging um die pole (eigentlich den südpol) und warum da so ein geheimnis drum gemacht wird.
    dann stellt sich plötzlich raus, daß der schulatlas 2000 eine falsche namensgebung beinhaltet und neuschwabenland wohl doch existieren muß, wenn man da noch heute hinfahren tut und zwar als germain expedition

    wenn dem so ist, und völkerrecht gilt, dann sollte eigentlich auch anderes möglich sein und umgesetzt werden- endlich mal.
    dazu muß nur der wortlaut der shaefgesetze eingehalten werden und einiger anderer. jeder von uns deutschen ist angesprochen und vielleicht sollten wir uns alle unter selbstverwaltung stellen, damit das endlich deutlich wird
    man hat uns nun lange genug ins gehirn gesch……………. !!!

    ich wil hier nun nicht alle links zu allen möglichen videos auf youtube rein stellen. das würde dem blog hier auch schaden.
    sucht sie selber 😉

    schindlers list (+w an geeigneter stelle) und seht es euch mal an. denkt darüber nach und recherchiert ein wenig…

    ich leugne nichts – ich stelle nur fragen!

    verzeih adalbert, aber das ist eben auch heute (gestern) gepostet worden…

    gute nacht
    stefan

    • Adalbert Naumann says:

      Hallo Stefan,

      zuallererst …

      verzeih adalbert, aber das ist eben auch heute (gestern) gepostet worden…

      … gibt es nichts, was ich Dir „verzeihen“ müsste. Ich sehe jedenfalls keinen Grund dafür, Fragen als illegitim zu bezeichnen, nur weil sie gegen den Mainstream der verordneten „politischen Korrektheit“ angehen. Wie Du selbst ja absolut zutreffend spezifiziert hast, bedeutet Fragen zu stellen nicht zwangsläufig, anerkannte Verbrechen (die ohne jegliche Diskussionen über Opferzahlen und ähnliches als Tatsache anzuerkennen sind) zu leugnen. Darüber hinaus sollte es nicht nur erlaubt, sondern geradeheraus unabdingbar sein, die herrschende Definition qua „offizieller Geschichtsschreibung“ zu hinterfragen, da es – vorsichtig ausgedrückt – zu viele Parallelen zwischen damals und heute gibt. Das lässt mehr als nur vermuten, dass die Quelle des Faschismus und all dessen, was er hervorgebracht hat, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit woanders zu suchen ist. Insofern dürfte jetzt wohl alles klar sein, nicht wahr?!

      Was Deinen aktuellen Link angeht … also ich habe mal reingelesen, aber gestern waren ja bereits über 400 Kommentare veröffentlicht worden – und, jetzt mal ganz ehrlich und unter uns gesprochen: der Großteil dessen, was da so an (Halb-)Wissen, Spekulationen und Meinungen zum Vorschein kam, ist auch nichts anderes als die „kontraproduktive Meinungsschlacht“ zu anderen Sachthemen. Trotzdem danke für die Verlinkung, denn es gibt sicher Menschen, die sich dafür interessieren und mit mehr Geduld (und Zeit) ausgestattet sind als meine Wenigkeit.

      Zum Rest sage ich jetzt nur mal verkürzt „Ja und Amen“. Im Großen und Ganzen sehe ich das alles genau wie Du, auch wenn man bspw. in Sachen „Selbstverwaltung“ einige Feinheiten des internationalen Rechts berücksichtigen und gleichzeitig beachten muss, dass es erst eine Mehrheit von Menschen anstreben müsste, bevor sich die Pseudo-Demokratie mitsamt ihrer Pseudo-Gesetze aushebeln lassen würde. Und wie es darum bestellt ist, wissen wir doch beide (alle) gut genug. Es muss deshalb weiter nach alternativen Wegen und Möglichkeiten gesucht werden, wie man den schlechten Scherz, als den man das gesamte Konstrukt „BRD“ bezeichnen muss, seiner Macht, mit uns „Staatenlosen“ machen zu können, was die Eliten wünschen, berauben kann. Aber darüber denken ja viele Menschen (meine Nichtigkeit eingeschlossen, soweit es Zeit und anderweitige Arbeit erlauben) ja schon nach. Schauen wir halt mal, was dabei herauskommt – oder ob sich das System nicht vielleicht auch von selbst zerlegt. Letzteres wäre derzeit aber eher ungünstig, weil dann ohne Frage die falschen Kräfte profitieren würden, die schon seit geraumer Zeit im Untergrund auf eine Machtübernahme der ultimativen Art hinarbeiten.

      Wie sagt man doch gleich so richtig und treffend: wir leben in spannenden Zeiten! – Also immer die Augen und Ohren weit offen halten und sich möglichst nicht zu sehr ablenken lassen, denn wie schon oft genug geschrieben – nicht alles, wo Wahrheitssuche draufsteht, dient auch in erster Linie derselben!

      Liebe Grüße nach Österreich
      Adalbert

  3. hans-im-glueck says:

    Ich bin zutiefst enttäuscht!
    Da hatten wir nun gedacht, dass mit Wikileaks‘ Dokumenten wir der Geheimhaltung eins auswischen können.

    Was haben diese Dokumente bis jetzt zu Tage gefördert?
    Wenig was wir nicht auch so schon geahnt oder gewusst haben (Teflonpfanne M, Selbstdarsteller WW etc.).

    Einige „Mitteilungen“ des einen oder anderen Botschafters (ich kann leider nur von den Fällen ausgehen, wo ich mit dem Gegenstand der Mitteilung einigermassen vertraut bin) sind derart PR-mässig abgefasst, dass entweder der intellektuelle Zustand des jeweiligen Herrn zu hinterfragen wäre, oder wir kommen wieder an die Stelle, wo die These diskutiert werden müsste, ob das Ganze eine wohlvorbereitete Provokation interessierter Kreise ist.
    So langsam neige ich zu Letzterem.

    Sollten sich Gerüchte bewahrheiten, dass „Mister Chefaufdecker“ nun bald an die Futterkrippe herangelassen wird (Friedensnobelpreis und/oder Biografie und/oder biografischer Film und/oder ähnliches), dann hätten wir den ultimativen Beweis.
    Es bleibt spannend!

    • Adalbert Naumann says:

      @hig

      mit Wikileaks wird die Geheimhaltung, um die es bspw. im obenstehenden Artikel ging, sicher nicht überwunden werden können, aber das ist auch nie beabsichtigt gewesen. Davon, dass Mister Assange für meine Begriffe ein opportunistischer Selbstdarsteller ist, wie sich immer eindeutiger herausstellt, mal ganz abgesehen. Man wird abwarten müssen, wie es mit dem „armen und gejagten Herrn“ weitergeht, da stimme ich zu.

      Explizit die „sensationelle Veröffentlichung“ der Diplomaten-Depeschen, aber ganz generell auch die Zusammenarbeit von „Assange/Wikileaks“ mit einschlägigen MSM habe ich von Anfang an für Schwachsinn mit Methode gehalten … in jedem Fall ging und geht es darum, Gründe für eine einschneidende Regulierung des Internets zu fabrizieren … und alleine deshalb sehe ich J. A. eher als ein Teil des Problems und keineswegs als die „uneigennützige für Informationsfreiheit streitende Lichtgestalt“, die zu viele Geblendete immer noch in ihm sehen wollen.

  4. Pingback: Ein letztes Wort zu Gedenkkultur, Antifaschismus, Israelkritik und Revisionismus « Geschichte & Wahrheit

  5. Pingback: Meine Meinung: Die Skrupellosigkeit des „elitären Systems“ in ihrer finalen Ausprägung … « Adalberts Meckerecke

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: