Zeitgeist zwischen Kapitalismus/Kapitalismuskritik und diversen Utopien

Bevor hier Missverständnisse auftreten … Grundlage für diesen Artikel ist zwar in gewisser Weise der dritte Teil des filmischen Werkes von Peter Joseph, mit ihm selbst möchte ich mich aber nicht beschäftigen. Bisher habe ich ihn nur einmal sehr oberflächlich gesehen, was bei einem fast drei Stunden langen und in Englisch gefassten Film natürlich nicht ausreicht, um alle Aussagen in die Tiefe gehend zu beurteilen. Nachholen werde ich das aber sicher noch und mich dann auch eingehend mit der Gesamtbotschaft befassen.

Auch für jemanden wie mich, der über ausreichende Englischkenntnisse verfügt, wäre es aber unbestreitbar einfacher, wenn man den Film in Deutsch zur Verfügung gestellt bekäme … eine deutsche Version existiert auch schon, ist derzeit aber aus mir unbekannten Gründen auf Google „nicht verfügbar“. Da dieses Problem anscheinend aber nur temporärer Art sein soll, werden wir uns nur ein wenig gedulden müssen.

In erster und vorrangiger Linie geht es mir hier und heute aber um etwas, was im Sog des Filmes aufgetreten ist und mit dem, was ich derzeit im Rahmen meiner Artikelprojekte recherchiere, bezeichnender Weise sowohl korrespondiert als auch kollidiert. Vorgestern bin ich bei Hintergrund.de auf eine sehr interessante Rezension zum oben genannten Film vom 09.02.11 gestoßen. Sie wurde verfasst von Tomasz Konicz, von dem ich schon mehrere Artikel bei junge Welt gelesen und meistens auch als ausgesprochen informativ und kompetent empfunden habe. Selbstverständlich maße ich mir in keinster Weise an, die Meinung des Autoren als falsch zu bezeichnen … allerdings sehe ich darin einige Merkmale jener weit verbreiteten „intellektuellen Verkomplizierung“ von an sich offenkundigen Sachverhalten, die ich grundsätzlich weder als statthaft noch als in der Sache förderlich ansehen kann.

In der vorliegenden Rezension gesteht er dem 3. Teil von Zeitgeist eine gewisse „Radikalität“ zu, die ihn im Vergleich zu den vorausgegangenen beiden Teilen auch in seinen Augen durchaus als einen „Schritt in die richtige Richtung“ erscheinen lässt. Darüber kann ich mir derzeit, wie eingangs betont und eingestanden, noch kein abschließendes Gesamturteil erlauben – aber wenn ich mir zwei (aus meiner Sicht) Schlüsselpassagen des Artikels anschaue, dann drängt sich mir leider schon die Frage auf, aufgrund welcher Faktoren der Autor zu seinem kritischen, aber insgesamt doch eindeutig positive Tendenzen aufweisenden Urteil gelangt ist.

Die besagten Passagen erlaube ich mir nachfolgend zu zitieren und so kurz wie möglich zu kommentieren.

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Zitat Passage 1 … unbewiesene „Verschwörungstheorien“? (Hervorhebung qua Unterstreichung durch den Autor)

Die vom US-amerikanischen Regisseur und Aktivisten Peter Joseph seit 2007 produzierten – und auf beständig wachsende Resonanz treffenden – Zeitgeist-Filme gelten innerhalb weiter Teile der Linken immer noch als Paradebeispiele verkürzter Kapitalismuskritik. Dieser Ruf haftet den Filmen von Peter Joseph aufgrund der Verschwörungstheorien an, die in seinem Erstlingswerk Zeitgeist: The Movie Verbreitung fanden.


So führte er darin auch einen Teil der Kriege des 20. Jahrhunderts auf das Wirken einer Verschwörung von Bankern und der amerikanischen Notenbank zurück, die die USA in diese Konflikte genötigt hätten, um hieraus Profit zu schlagen. Letztendlich wurden alle auch im ersten
Zeitgeist-Film erschütternd visualisierten Verwerfungen, Widersprüche und Konflikte auf das Treiben einer Gruppe machthungriger Menschen zurückgeführt, während die Struktur und innere Antriebsdynamik des kapitalistischen Systems ausgeblendet blieben.

Ende Zitat.

Leider ist die hier vertretene Ansicht sicherlich als „kritischer Mainstream“ zu bezeichnen – aber kann sie deshalb auch einen Anspruch darauf erheben, die nachvollziehbare Wirklichkeit korrekt zu interpretieren?

Ich könnte dazu selbst eine Menge schreiben, da dieses Thema zwangsläufig zu den zentralen Faktoren gehört, die ich im Zuge meiner hobbymäßig betriebenen Studien zur Zeit- und Weltgeschichte erforscht habe. Das Kernproblem, welches ideologisch und philosophisch indoktrinierten Varianten der Weltanschauung immanent ist, möchte ich aus Rücksicht auf meine ohnehin schon arg mit Texten überlasteten Leser/innen durch ein externes Zitat aufzeigen, das ich dem Buch Faktor Zionismus – Der jüdische Einfluss auf das 20. Jahrhundert (Seite 195, 3. Absatz) von Ivor Benson entliehen habe.

Politische Kommentatoren und Analytiker, die es aus irgendwelchen Gründen unterlassen, unter der Oberfläche nach den Ursachen des gegenwärtigen Weltgeschehens zu suchen, tragen nicht etwa zur Aufklärung des Volkes bei, sondern verdichten nur den Nebel der Verwirrung, in dem Millionen seelisch kranker Menschen hilflos umhertappen.

Zitat Ende.

Natürlich ist sowohl der Autor als auch seine Weltsicht für Menschen, die ihre Meinung in der zitierten Passage der Rezension bestätigt finden, absolut inakzeptabel – das interessiert mich insofern nicht, als ich das Buch gelesen und viele meiner persönlichen Einschätzungen darin unabhängig von der expliziten Schlussfolgerungen des Autors zumindest andeutungsweise bestätigt gefunden habe – vor allem aber, weil das ausgewählte Zitat einen Aspekt unseres Umgangs mit der Geschichte und in dieser enthaltenen „Ismen“ beschreibt, den man in der Tat als überaus problematisch und wenig „wahrheitsdienlich“ bezeichnen muss.

Deshalb stelle ich ergänzend nur die Frage in den Raum, ob das, was der Autor der Rezension als „Verschwörungstheorie“ und somit als nicht seriösen Umgang mit den zur Debatte stehenden Themen bezeichnet, heute wirklich noch als solche angesehen werden kann? Wer das glaubt, sollte sich spaßeshalber mal die Zeit nehmen und die Möglichkeiten des Internets für eine vorurteilsfreie und alle glaubhaften Veröffentlichungen einbeziehende Recherche bezüglich der Entwicklung des sogenannten Kapitalismus in den letzten gut 100 Jahren nutzen. Wer dabei nicht über Begriffe wie FED, BIZ, UNO, IWF, Weltbank, Washington Consensus, Agenda 21, GATT und GATS etc. p. p. stolpert und sich zu fragen beginnt, ob da nicht doch ein perfides System dahintersteckt, dessen ultimative Verwirklichung wir derzeit vor Augen haben, der oder die sollte sich ernstlich fragen, ob seine/ihre Analyse- und Urteilsfähigkeit nicht doch in der Art eingeschränkt ist, wie es das Zitat von Ivor Benson andeutet?!

Ein zusätzlicher Tipp am Rande (wird mit einiger Wahrscheinlichkeit in meinem übernächsten Artikel eingehender behandelt werden) … eine eingehende und zielführende Recherche im oben angedeuteten Sinn muss zwingend auch solche Themen wie Sozialismus, Kommunismus, Bolschewismus und Zionismus einbeziehen, da die Spur dessen, was man als Grund für die aktuelle Weltlage ansehen muss, unzweifelhaft bis zur „Epoche der Aufklärung“ zurückreicht. Deren Verlauf über die Französische Revolution hinaus vermag dem nicht indoktrinierten Forschenden absolut überzeugende Indizien zu liefern, mit denen sich das wahre Gesicht des „Super- oder Raubtierkapitalismus“ ohne Zweifel bedeutend besser beschreiben und bis in die Tiefen seiner Intentionen hinein analysieren lässt! – Von dem, was man dabei als individuelles Ergebnis erhält, sollte man dann auch die Hintergründe von bestimmten „linken Positionen“ neu aufrollen, die sich so offensiv gegen „Nationalismus“ und für „Internationalismus“ aussprechen ….

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Zitat Passage 2 … Begriffsdefinition „Kapital“ und „Geld“ (Hervorhebung qua Unterstreichung durch den Autor)

[…] Die folgenden Kapitel, die sich mit den verheerenden gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen des kapitalistischen Marktsystems auseinandersetzen, kranken hingegen an einem fehlenden Kapitalbegriff. […] doch gerade die gemeinsame Grundlage dieser Phänomene in dem krisenhaften Prozess der Kapitalakkumulation, der an innere und äußere Schranken stößt, wird nicht explizit benannt.  Peter Joseph schafft es durchaus, gewisse Momente des Prozesses der Kapitalverwertung, bei dem ja das Kapital beständig seine Form von Geld über Waren zu mehr Geld (G-W-G) wechselt, zu erfassen. Doch eben diesen Verwertungsprozess selbst – denn nur aus dieser sich selbst zum Zweck dienenden Bewegung der uferlosen Akkumulation heraus ist Kapital zu verstehen – haben die Macher von Zeitgeist: Moving Forward bei aller Radikalität nicht erfasst. Stattdessen wird im Film verkürzt über „Geldsequenzen“ fabuliert, denen die Marktsubjekte hinterherliefen.

Hieraus resultieren dann die ernsthaften Mängel, die dieses monumentale Werk aufweist. Etwa wenn Geld einfach mit Schulden gleichgesetzt wird und diesem im Endeffekt kein Wert als solcher beigemessen wird – was ja aus rein naturalistischer Perspektive stimmen mag , aber die gesellschaftliche Funktion des Geldes als allgemeines Wertäquivalent nicht berücksichtigt. Generell sind die Abschnitte des Films, die sich mit dem Finanzsystem auseinandersetzen, misslungen, sie führen den Zuschauer in die Irre. […]

Zitat Ende.

Greifen wir zunächst einmal den Begriff „Kapitalakkumulation“ heraus und beachten dabei, dass auch bei diesem Begriff zwischen Theorie und Praxis unterschieden werden muss. Im zweiten Absatz der zitierten Passage kommt auch schon ins Blickfeld, was jeder interessierte Mensch seit Jahren verfolgen kann … ich nenne das hier jetzt mal sehr vereinfacht die „Experten-Endlosdebatte“ über die Frage, was nun das Kernproblem des herrschenden (super-) kapitalistischen Systems sei –  Verschuldung vieler für den (leistungslosen!) Profitzuwachs weniger in Verbindung mit dem Zinseszinssystem (von manchem gerne und meiner laienhaften Anschauung nach zutreffend auch Wuchersystem genannt!) – oder die Akkumulation (sprich die Anhäufung) von Kapital in den Händen von immer weniger „Marktteilnehmern“.

Für mich als Laien, der sich aber trotzdem sehr ausführlich mit diesem Thema beschäftigt hat, sieht es jedoch so aus, dass auch in dieser Hinsicht einander logisch konsequent ergebende Faktoren getrennt betrachtet und je nach ideologischer Weltanschauung gegeneinander ins Feld geführt werden sollen. – Vor allem vernachlässigt gerade die zitierte Meinung einen ganz wesentlichen Aspekt – den nämlich, dass „Geld“ im Rahmen der Entwicklung von Kapitalverwertung aller Schattierungen längst nicht mehr als „Tauschmittel“ anzusehen ist, sondern selbst zu einer „Ware“ umfunktioniert wurde. Es stellt sich somit durchaus auch hier die Frage, ob die Kritik hinsichtlich des „fehlenden Kapitalbegriffs“ nicht – umgewandelt zu dem des fehlinterpretierten Kapitalbegriffs – auf den Autor selbst zurückfällt?

Das Kernproblem bei der reellen Kapitalakkumulation ist nachweislich, dass Geld dem natürlichen Wirtschaftskreislauf dauerhaft entzogen und im Kreislauf des Finanzkapitalismus versenkt wird. Daran haben in gewisser Weise natürlich auch all die vielen „Kleinsparer“ ihren Anteil, die ihr Geld gegen Minimalzins den Banken überlassen, die damit ihrerseits gegen Maximalzins Kredite ausgeben und zusätzlich auf den Finanzmärkten spekulieren, aber diese spielen hinsichtlich des wahren Ausmaßes dieser Pervertierung des „Kapitalbesitzes“, wie in anderen Bereichen auch, lediglich die Rolle von „irregeleiteten oder ahnungslosen Mitläufern“ … ich denke nicht, dass man das noch weiter ausführen muss. Die Problematik der zugunsten von einer entfesselten Globalisierung (wer profitiert davon am nachhaltigsten?) sehenden Auges gegen die Wand gefahrenen nationalen Binnen- (Volks-) wirtschaften, auf der wiederum die meisten der sozialen Verwerfungen beruhen, die auch der Autor der Rezension anführt, ergibt sich durch diesen allzu gerne ignorierten Teufelskreis eines pervertierten Kapitalismus von selbst.

Schauen wir uns einfach diese Grafiken an und beachten wir dabei, dass sie sowohl den akzeptablen Normalzustand aus Sicht einer volkswirtschaftlichen Betrachtung als auch den „Ist-Zustand“ des einzig wahren Kapitalismus (egal wie man ihn auch immer definieren möchte) absolut korrekt und auf den Punkt treffend darstellen:

… und …

© beide Grafiken

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Wie immer bietet diese Darstellung natürlich Raum für unterschiedliche Interpretationen an, aber wir sollten uns angewöhnen, ein Bild und den dadurch beschriebenen Zustand schlicht und ergreifend so anzunehmen und zu verstehen, wie es auf den ersten Blick angeraten erscheint!

Nun gut, damit bin ich dann auch „schon“ am Ende meines Zwischenrufs angelangt und würde mich freuen, wenn man ihn – wie immer – als grundsätzlichen Denkanstoß auffassen und behandeln würde.

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10 Responses to Zeitgeist zwischen Kapitalismus/Kapitalismuskritik und diversen Utopien

  1. hans-im-glueck says:

    Hallo Herr Naumann,
    eine sehr prägnante Meinung zu einem sehr wichtigen Thema. Sonstiges Einverständnis vorausgesetzt, darf ich gleich auf die Keypoints kommen.

    Zum ersten Punkt: warum sind Sie nicht konsequent und geben uns den Blick ins Innere frei?
    Dass das gesamte politische System, mit seinen Strömungen, Parteien und Bewegungen (seit wann eigentlich? Lasalle?) nur eine Farce ist?
    Ein Schauspiel, welches ausschliesslich dem Grundprinzip jeder Herrschaft „Teile und herrsche“ dient?
    (divide et impera)
    Ergänzt durch „Brot und Spiele“? (panem et circensis)
    Für mich gibt es kein Links oder Rechts, für mich gibt es Menschen, die differenzierte Meinungen haben zu bestimmten Fragen, meist jede/r eine etwas andere.
    Ich selbst bin 35 Jahre meines Lebens einer Ideologie hinterher gelaufen, um am Ende erkennen zu müssen, dass es keine Ideologien gibt, sondern dass das alles nur Theateraufführungen der verschiedensten Art sind, um uns allen eine Illusion von Freiheit, Aktivität und Demokratie zu geben; weil ein Sklave, der sich frei wähnt, bekanntlich doppelt soviel (per Selbstausbeutung) schafft wie ein Sklave, der seinen Zustand erkannt hat.
    Es gibt keine Parteien und Ideologien, denn wir sind alle EINS, eine Gesellschaft, eine Menschheit, EIN Universum (vielleicht von vielen).
    Alles andere ist ILLUSION, gemacht um uns zu schwächen und das Herrschaftssystem aufrecht zu erhalten!
    Wenn wir diese Fehlvorstellung erkennen und uns daraus lösen, dann haben wir eine reale Chance gegen die Mächtigen…

    Zum zweiten Aspekt: Der junge Mann aus der JW führt uns ganz nebenbei in den Kapital-Begriff von Karl Marx ein, der diesen ausschliesslich für den Bereich der Real-Wirtschaft untersucht hat.
    Bitte, wie soll ich das verstehen, dass Marx, ein Mann, der durch sein Elternhaus GARANTIERT mit der eminent wichtigen Rolle der Finanzen im Gesamtsystem Kapitalismus in engste Berührung gekommen ist, diesen Bereich bei seinen Studien systematisch ausgeblendet hat?
    (wovon hat übrigens Herr Marx seinen Lebensunterhalt bestritten, samt Familie? von seiner „politischen“ Arbeit? wer hat ihn bezahlt für die Erschaffung dieser strikten Teilwahrheit?)
    Bei anderen „führenden“ Ökonomen jeder Epoche das Gleiche, meist an anderer Stelle, aber stets wird etwas enorm Wichtiges unterschlagen.
    (hierzu kann ich nur wärmstens das Buch von Bernd Senf empfehlen „Die blinden Flecken der Ökonomie“ – da gehen die Augen auf!)
    Und wer noch Illusionen bezüglich des Zinssystems hat, der sehe sich auf Youtube die Lektion des Mathematikers Prof. Bartlett an (in english, aber leicht verständlich).

    Was „lernt“ uns das?
    Wir kommen wieder zum Zwiebel-Gleichnis: je weiter wir in das Innere des Systems vordringen (und jedesmal glauben: jetzt haben wir die Wurzel = radix), desto mehr entblättern wir nur wieder eine neue Illusions-Hülle um „das Eigentliche“ herum.
    (wahrscheinlich wird es am Ende so sein wie bei der richtigen Zwiebel: wenn wir dann endlich tatsächlich am „Kern“ angelangt sind, dann ist der meist recht klein und enttäuschend, im Vergleich zur Ursprungs-Zwiebel 😉

    Kleine Ergänzung zu den beiden Grafiken: das Volumen von „Haufen“ und „Turm“ sollte jeweils etwa gleich sein, nämlich gleich dem gesamten gesellschaftlichen Reichtum. Umso perverser wird der „Turm“…

    • Adalbert Naumann says:

      Hallo h-i-g,

      besten Dank für den ausführlichen und ausgesprochen interessanten Beitrag. Da ich leider etwas in Eile bin und dem Ihrerseits Vorgebrachten auch weder widersprechen kann noch möchte, hier nur eine grundlegende Antwort auf die Frage, die gleichzeitig ja auch die zentrale Aussage Ihres Kommentars darstellt …

      warum sind Sie nicht konsequent und geben uns den Blick ins Innere frei? Dass das gesamte politische System, mit seinen Strömungen, Parteien und Bewegungen (seit wann eigentlich? Lasalle?) nur eine Farce ist? Ein Schauspiel, welches ausschliesslich dem Grundprinzip jeder Herrschaft „Teile und herrsche“ dient? (divide et impera) Ergänzt durch „Brot und Spiele“? (panem et circensis)

      Wenn man die Gesamtheit meiner Beiträge und dabei vor allem den Raum betrachtet, den ich mehr oder weniger eindringlichen Warnungen vor „Ismen“ an sich und jenen, die der „Epoche der Aufklärung und Emanzipation“ entsprungen sind, im Speziellen zuzugestehen versuche, denke ich schon, dass ich im Rahmen meiner eingeschränkten Möglichkeiten genau das tue. Nur, was bringt es, wenn man die Menschen mit der Nase auf das zu stoßen versucht, was man in langen Studien und objektiv-kritischen Betrachtungen für sich selbst herausgefunden hat? Zwar haben sich die wenigsten unserer Mitmenschen eingehend mit den „Lehren“ eines Marx, Engels oder Lenin auseinandergesetzt, aber da sie im Rahmen der dialektischen Scheindiskussion scheinbar die „bessere Alternative“ anzubieten scheinen – gerade im Vergleich mit nationalistischen (also „rechten“), einer schrankenlosen „Internationalisierung“ kritisch begegnenden Ideologien, die letztlich alle auf die eine oder andere Weise mit der „überlieferten Geschichte des National-Sozialismus“ gleichgesetzt werden, haben es die „emanzipatorischen und pseudo-kapitalkritischen“ Kräfte, die den zugrunde liegenden Illusionen entsprungen sind, immer irgendwie geschafft, sich als „Antithese“ zu produzieren. Nicht zuletzt durch die und wegen der von mir auch im obigen Beitrag hervorgehobenen, mutwilligen „intellektuellen Verkomplizierung“ von an sich eher simplen Vorgängen und Tatsachen. Dass nicht nur „Faschismus und Kommunismus“ als „Seiten einer Medaille“ bezeichnet werden müssen, sondern das mindestens im gleichen Maße auch für „Sozialismus und Kapitalismus“ gilt – wobei man, wie im Beitrag angeregt, nicht übersehen sollte, dass die Medaille eben drei Seiten hat und wir dem „Rand“, der die Vorder- und Rückseite nicht nur verbindet, sondern – im übertragenen Sinne – auch steuert und instrumentalisiert, weit mehr Beachtung schenken sollten – ist eine seit langem bekannte „These“, die sich gerade im Zusammenhang mit dem „Masterplan NWO“ auch immer wieder aufs Neue bestätigt findet. (Die Geschichte ist voll von Indizien dafür!)

      Nun ja, ich versuche nun, mit meinen Beiträgen „Denkanstöße“ zu liefern, die den Leser/innen einen Zugang zu den Erkenntnissen verschaffen sollen, die bei mir zu der einerseits zwar frustrierenden, andererseits aber neutral-objektiven „Positionierung zwischen allen Stühlen“ geführt haben. Man kann Fakten und bedenkenswerte Interpretationen derselben aufzeigen und empfehlen … darauf eingehen und damit eine Weiterentwicklung seiner individuellen „Ungebundenheit“ ermöglichen, muss das einzelne Individuum selbst wollen und in die Tat umsetzen. Dann … und nur dann … wäre es irgendwann vielleicht in der Tat möglich, die Bühne einzureißen, auf der uns mindestens seit der besagten „Epoche der Aufklärung“ ein Possenspiel nach dem anderen dargeboten wird. Aufgrund der ideologischen, philosophischen, „wirtschaftswissenschaftlichen“ und – auf all diesen Grundlagen aufbauend – gesamtgesellschaftlichen Gemengelage in unserer Welt ist die „Selbstfindung“ und „Selbstbestimmung“ des Individuums der unverzichtbare erste Schritt, um ein besser funktionierendes und gegen die Machtspielchen der selbsternannten Eliten besser gewappnetes Gemeinwesen schaffen zu können.

      Dazu versuche ich … natürlich aufgrund meiner unbedeutenden Unmaßgeblichkeit und mangelnder „Reichweite“ fraglos mit sehr wenig Erfolg … im Rahmen meiner Möglichkeiten und Kräfte beizutragen. Absolut ideologiefrei und auch ansonsten nicht an irgendwelche „Vorbilder oder Trends setzende Meinungen“ gebunden.

      So viel dazu … ansonsten kann und möchte ich Ihren Ausführungen aber uneingeschränkt beipflichten und allen noch nicht zu dieser Einsicht gelangten Menschen empfehlen, Ihre Denkanstöße ernsthaft nachzuvollziehen, denn sie führen zweifelsohne in die richtige Richtung!

      Beste Grüße
      Adalbert

  2. hans-im-glueck says:

    Hallo Adalbert,

    sorry für meine Ungeduld manchmal; es ist schwer, jeden Tag immer wieder mit ansehen zu müssen, wie sich die meisten unserer Zeitgenossen von den Illusionen wieder einfangen lassen und ihre kostbare Lebens-ZEIT damit verschwenden, sehr engagiert diesen Popanzen hinterherzulaufen; man kommt sich vor wie in dem bekannten Film „Und täglich grüsst das Murmeltier“.
    Und es sind ja auch sehr kluge und liebe Menschen mit dabei, die trotz der einfachen Sachlage nicht von ihren eingefahrenen, erlernten „Überzeugungen“ lassen können – manchmal mag man einfach schreien vor Hilflosigkeit – und bringt kein Wort mehr heraus.
    Insofern bin ich froh, diesen Blog (wie wenige andere) gefunden zu haben, wo jemand zumindest ähnlich denkt. Deshalb nochmals sorry, und danke für die häufigen klaren Worte.

    Abschliessend noch eine Buchempfehlung: Dieter Broers „Gedanken erschaffen Realität“ – lese ich gerade – ist hochinteressant!

    Allen Gesundheit, Liebe, Einheit, Achtung, Toleranz und Mitgefühl!
    Hans

    • ginsterburg says:

      hallo adalbert und hallo hans =O)

      http://www.youtube.com/watch?v=p59IyfkvWbE ist sehenswert.

      es gibtnoch paar andere viedeos zu diesem thema und auch bücher. nur sind die meisten leider nur für geld erhältlich…

      danke für eure arbeit!
      danke, daß es euch gibt und daß ihr euch traut zu kommunizieren!!!

      liebe grüße
      stefan

      • Adalbert Naumann says:

        Hallo Stefan,

        danke fürs Reinschauen und die freundlichen, von mir natürlich postwendend „reflektierten“ Worte. Die Videoempfehlung habe ich schon auf DVD gesehen … ist fraglos interessant und man sollte sich wenigstens einmal unvoreingenommen damit befassen. Kann den Horizont nur erweitern und die Sensibilität für außergewöhnliche Phänomene/Thesen erhöhen.

        In diesem Sinne … lasst uns unseren Weg unbeirrbar fortsetzen und versuchen, jeder auf seine Weise, unser Bestes zu geben =O)

        Liebe Grüße retour
        Adalbert

      • hans-im-glueck says:

        Hallo Stefan,

        ja, Dieter Broers ist einerjenigen, die mit den seit vielen Jahren in den Kreisen der „echten“ Wissenschaftler vorhandenen Wissen nun in die Offensive gehen und uns zeigen, wie wir durch das BILDungssystem systematisch dumm gehalten werden und unsere Hirne mit unbrauchbarem Schwachsinn füllen müssen.

        Wer die „rationale“ Seite vertiefen will: weitere Vorträge finden sich auf YT von Hans-Peter Dürr, Klaus Volkamer, Konstantin Meyl und anderen. Auch nuoviso.tv und bewusst.tv haben hochinteressantes Material zu bieten, und Andreas Popps wissenmanufaktur.net.

        Von den Blogs helfen die Infos von lupocattivoblog.wordpress.com, nachdenkseiten.de, jjahnke.net, antikrieg.com und vielen anderen mit Fakten, die zum Nachdenken anregen, aus unterschiedlichen Sichtweisen – das bewahrt vor „Glaubensnöten“, d.h. es ist immer notwendig, sich eine eigene Meinung zu erarbeiten – glaube niemandem ausser Dir selbst.

        Freude, Glück und Selbstbewusstsein euch allen!

      • bl says:

        Interessant sind auch diese Aussagen:

        ZETA TALK http://www.zetatalk.com/german/polsprung.html (die fast einen Weltuntergang beschreiben)

        Der Polsprung aus Sicht der Galaktischen Föderation http://positivesfuehlen.org/der-polsprung-aus-der-sicht-der-galaktischen-foderation/ (sehr viel menschenfreundlicher)

        Rätsel um den Polwechsel http://www.fosar-bludorf.com/polwechsel/index.htm (wissenschaftlicher)

        Ich weiß nicht, was in den nächsten Jahren passieren wird, aber es wird gravierende Veränderungen geben und ich denke, letztendllich zum Guten. Ich finde, das Beste, was man jetzt tun kann, ist, die eigene Frequenz zu erhöhen, um nicht in dem Sumpf der aktuellen Ereignisse stecken zu bleiben, denn genau das „füttert“ die … Elite. Man braucht also, wie Goethe angeblich auf dem Sterbebett sagte…

        MEHR LICHT!

    • Adalbert Naumann says:

      Hallo Hans,

      kein Problem – ich kenne das Gefühl sehr gut und kann es auch nachvollziehen. Eine zeitlang hat es mich auch ziemlich heftig umgetrieben (ab und zu geht es auch jetzt noch mit mir durch), aber letztendlich habe ich einsehen müssen, dass man das Aufwachen und Umdenken seiner Mitmenschen nicht erzwingen kann. Entweder sie kriegen die Kurve irgendwann von selbst – dem gilt ja auch meine bescheidene Arbeit in Sachen Gegenöffentlichkeit – oder sie werden eben erst beim lauten und brutal heftigen Knall wach, wenn ihre fadenscheinige heile Welt mit der „Realität unserer Welt“ kollidiert. Jeder, der selbst denkt und im Rahmen seiner Möglichkeiten gegen den konzertierten Wahnsinn des Systems vorzugehen versucht, ist eine wichtige und willkommene Ausnahmeerscheinung.

      Insofern gibt es von meiner Seite also nichts „zu entschuldigen“, statt dessen möchte ich mich lieber Stefan aus der Burg anschließen und seine Feststellung doppelt unterstrichen auf unseren interessanten Gedankenaustausch beziehen!

      Das Buch werde ich mir bei Gelegenheit mal besorgen – und davon abgesehen schließe ich mich den abschließenden „Wünschen“ uneingeschränkt an.

      Adalbert

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