Weltjudentum – Zionismus – Staat Israel … Antisemitismus. Zwischen Mythos und Wahrheit

Nach meinem letzten Beitrag, in dem ich mich mit dem Thema „deutsches Trauma“ auseinanderzusetzen versuchte, komme ich heute auf das oben genannte Themenspektrum zu sprechen, das man zumindest als „sehr eng damit verknüpft“ bezeichnen muss.

Um Missverständnissen vorzubeugen und auch falsche Erwartungen von vornherein zu unterbinden, soll hier zunächst einmal eines vorausgeschickt werden: „Zielsetzung“ dieses Artikels kann und soll kein historisch belastbarer, analytischer Vergleich zwischen den unterschiedlichen Mythen und einer daraus oder damit erschaffenen „Wahrheit“ sein. Dafür ist das Wissensvakuum, welches durch die Mythenbildung selbst, noch mehr jedoch durch die damit einhergehende „Mauer des Schweigens“ erzeugt wurde, ein zu gewaltiges Hindernis, das nach meinem momentanen Kenntnisstand auch dann nicht restlos überwunden werden könnte, wenn seitens der Vertreter der unterschiedlichen reellen Glaubensströmungen eine stärker ausgeprägte Bereitschaft zum interkulturellen und interreligiösen Diskurs mit Nichtjuden herrschen würde.

Worum es mir geht und im Rahmen der Artikelserie auch vorrangig gehen muss, ist das Aufzeigen von nachprüfbaren und somit berechtigte Fragen aufwerfenden Diskrepanzen zwischen dem Tenor der Geschichtsschreibung und den Zweifeln, die gerade diese bei einer eingehenden Prüfung der aufgestellten Behauptungen erzeugen muss. – Davon ausgehend, was man bei einer kritischen und ergebnisoffenen Prüfung dieses Sachverhalts herausfindet, muss man dann wenigstens die aktuelle Lage im Nahen Osten und die dadurch bedingten Auswirkungen auf die Wahrnehmung des gerne zur „jüdischen Frage“ hoch stilisierten zentralen Interessenkonflikts – einschließlich der hauptsächlich die deutsche Geschichte und Gesellschaft betreffenden, durch die Weltkriege geschaffenen Grundlagen – eingehend untersuchen.

Dass man bei diesem Unterfangen aber sehr weit vor den Ereignissen rund um den Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert beginnen und ein gesteigertes Augenmerk auf die erst zu dieser Zeit erfolgte Umbenennung der vormals als Judenfeindlichkeit oder Judenhass (einschließlich der damit verbundenen Historie der Judenvertreibung) beschriebenen Probleme zwischen „Juden und Nicht-Juden“ in Antisemitismus beginnen muss, ergibt sich zwangsläufig aus der diesbezüglichen Geschichte selbst. Eine derartige Betrachtung führt bei ebenso konsequenter Fortführung des Studiums geradewegs zum gleichzeitig auftauchenden Zionismus und dessen Bedeutung hinsichtlich des heute durch den „Staat Israel“ und seinen „permanenten Überlebenskampf“ repräsentierten Geschichtsverständnis und „Realitätsempfinden“ mit all seinen vielfältigen, aber ausnahmslos von einer atemberaubenden Einseitigkeit geprägten Begleiterscheinungen.

[Für Interessierte – wie immer, so oder so – PDF]

Wenn man sich wirklich ausführlich mit der jüdischen Geschichte befasst und dabei alle verfügbaren Informationen einschließt – leider halten sich die jüdischen Gelehrten in dieser Beziehung außerordentlich bedeckt (angeblich, weil es ein „Gesetz“ gibt, welches es bei drakonischer Strafandrohung untersagt, „Nichtjuden“ den Talmud zu lehren?), so dass deren Wissen so gut wie gar nicht in die Betrachtung einbezogen werden kann! – dann muss man früher oder später zwangsläufig bei der Frage anlangen, ob „normal sterbliche Juden“ wirklich wissen, was ihre Religion im historischen Kontext aussagt und darstellt? Auf derselben Grundlage stellt sich dann letztlich auch jene sonderbare „Israelverteidigung“ dar, die wir seit etwa 20 Jahren in verschärfter Form erleben. Um interessierten Menschen wenigstens einen Zugang zu den Faktoren zu verschaffen, die mich beim fortgesetzten Studium des Themas sukzessive mehr verwirrten und sich unaufhaltsam auch auf meinen individuellen Umgang mit der „Weltgeschichte“ auswirken mussten, empfehle ich einen objektiv-kritischen Blick auf die Person und das literarische Werk von Douglas Reed (hier noch eine Kurzbiografie mit persönlicher Note). Zu diesem Mann und seiner Weltsicht, wäre anzufügen, dass ich in vielen Dingen sicher nicht mit ihm übereinstimme (Britisches Empire und Christentum, um die wichtigsten Faktoren zu nennen). Das war und ist jedoch kein Grund für mich, seine Meinung nicht mit Respekt zu behandeln und eingehend zu prüfen – dasselbe würde ich von Ihnen erbitten, liebe Leserinnen und Leser. – Besonders umstritten, gerade deshalb aber auch sehr empfehlenswert ist ohne jede Frage sein Buch Streit um Zion

Trotz all dem, was mir im Zuge der Erforschung dieses Themas untergekommen ist, tendiere ich nach wie vor zu der Ansicht, dass es dringend angeraten ist, zwischen dem „Judentum“ und „Zionismus“ zu unterscheiden. Daran halte ich fest, auch wenn sich gerade die Vertreter des orthodoxen Judentums doch recht schwer damit zu tun scheinen, bei ihrem religiös motivierten „Glaubenskrieg“ gegen die „zionistischen Häretiker“  anzuerkennen, dass diese schon lange vor Theodor Herzl der Hauptgrund für alle judenfeindlichen Regungen in den Völkern Europas und anderen Teilen der Welt gewesen waren. Auch sie unterliegen letztendlich der ach so einfachen und deshalb irreführenden Annahme, dass sie (völlig ohne eigenes Verschulden) das ewig verfolgte Volk seien … und beteiligen sich deshalb auch an der Feindbildgenerierung und –Fixierung, die nachweislich von den Zionisten initiiert und mit allen Mitteln fortentwickelt wurde!

Darauf werde ich im Zusammenhang mit der „offiziellen Entstehungsgeschichte des Antisemitismus“ und dem zwangsläufig aus dieser erwachsenden „Nahost-Komplikation“ rund um dem „Staat Israel“ noch einmal zurückkommen. Dies werde ich dann jedoch mit einer profunden externen Meinung dazu untermauern, die es allemal wert sein sollte, eingehend studiert und zur Kenntnis genommen zu werden, auch wenn sie natürlich unter Einsatz aller hinlänglich bekannten und bewährten Mittel bekämpft wurde und wird.

Doch gehen wir nun dazu über, das Problem im Zusammenhang mit einigen Epochen zu betrachten, die ich als maßgeblich für seine „Evolution“ ansehen muss.

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Judentum und „Antisemitismus“ im Wandel der Zeiten

Zuallererst muss in diesem Zusammenhang klargestellt werden, dass die landläufig überwiegende Meinung zu diesem Thema aufgrund einer kontinuierlich betriebenen und auf einem pathologischen Überlegenheits-/ falsch verstandenen Auserwähltheitswahn basierenden Propaganda sehr erfolgreich in die Irre geleitet wurde. Wie oben bereits hervorgehoben und betont, ist „Zionismus“ im eigentlichen Sinne des Wortes keineswegs eine „Erfindung“ von Theodor Herzl und seinen diversen Vorreitern und Bundesgenossen. Es mag anders bezeichnet und dargestellt worden sein, doch das Streben, welches sich ab dem Ende des 19. Jahrhundert in „Herzls Zionismus“ sammelte und unbeirrbar auf die Gründung eines „Judenstaates namens Israel“ hin wirkte, ist zweifelsohne genauso alt wie der Mythos und/oder die Geschichte von der Diaspora.

Sowohl deshalb als auch explizit hinsichtlich des Phänomens der „Judenfeindlichkeit“ möchte ich eine Quelle anbieten, welche darüber berichtet, wie die jüdische Nation (???) um ihr Leben kämpft. Ich kommentiere es nicht, sondern biete es nur an, damit man sich im Rahmen der Gesamtaussage meines Artikels orientieren und eine eigene Meinung herausarbeiten kann. – Die Quelle ist Schriften des Feuers: Eine Nation kämpft um ihr Leben von Abba Kovner aus dem Jahr 1981, die 1998 von Michael Palomino ins Deutsche übersetzt wurde.

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England / Britannien: Die Rückkehr der Juden nach 350 Jahren Verbannung

Natürlich lässt sich die „jüdische Geschichte“ nicht allein an diesem Kapitel festmachen. Ein umfassendes Studium derselben ist jedoch einerseits extrem schwierig (wegen den Umständen, die entweder als „Verbreiten haltloser Gerüchte und darauf basierende Anfeindung“ oder aber „Geheimhaltung und kategorische Segregation (treffender) im Zusammenspiel mit angeblich aufgezwungener Beschränkung auf die Bereiche Geld und Handel zum Zwecke des Broterwerbs“ umschrieben werden können) und nur unter erheblichem Zeitaufwand möglich. Für Leser/innen, die sich selbst ein Bild davon machen möchten, habe ich hier eine oberflächliche „Recherchehilfe“ zum Oberbegriff „Antisemitismus“ angelegt, die um nicht explizit aufgeführte, aber im Verlauf des Artikels angebotene Quelleninformationen ergänzt werden kann und sollte.

Bedeutsamer ist aus meiner Sicht allerdings, dass Großbritannien und sein Commonwealth zu dieser  Zeit (etwa um Mitte des 17. Jahrhunderts) in Puncto globaler Vorherrschaft fraglos das Maß aller Dinge und somit auch ein besonders wichtiges „Ziel“ der damals bereits „nach Zion“ strebenden und um entsprechende Kooperationen bemühten Juden repräsentierte. Die oben angebotene „Recherchehilfe“ schließt auch die Zeit von etwa 1066 bis zur (nahezu) vollständigen Verbannung der Juden im Jahr 1290 ein und es bietet sich an, die darüber verfügbaren „offiziellen Überlieferungen“ wenigstens zu überfliegen, bevor man sich Oliver Cromwell (überhaupt eine „höchst interessante“ Gestalt in der englischen/britischen Geschichte!), Menasse Ben Israel (Amsterdam) … und der die beiden verbindenden Geschichte zuwendet, die etwa 1655 zur Rückkehr der Juden ins aufstrebende britische Weltreich führte.

Ausgesprochen interessant – insbesondere mit Blick auf die Gegenwart – ist auch eine etwas eingehendere Beschäftigung mit den Begriffen Millenarismus und Messianismus, die im Zusammenhang mit der oben erwähnten historischen Begebenheit unzweifelhaft eine herausragende Rolle gespielt haben dürften. Explizit auf die heutige Zeit bezogen, lässt sich mit diesem Wissen auch umfassend erklären, warum so viele „christliche Fundamentalisten“ eine ungemein enge „Verbundenheit“ mit den Zionisten offenbaren und deshalb vollkommen zu Recht als christliche Zionisten bezeichnet werden, deshalb aber beileibe keine Freunde der Juden und ihres Glaubens sind.

Bezeichnend ist sicher auch die Rolle der „niederländischen Juden“ in diesem fraglos bedeutsamen Geschehen. Vor allem, da diese Nation (siehe unten) damals eine herausragende Schutzmacht für die Juden war, die insbesondere wegen der von der römisch-katholischen Kirche „in Komplizenschaft“ mit dem rk Hochadel initiierten spanischen Inquisition (siehe auch Alhambra-Edikt, aber ebenfalls Kryptojuden) nach 1492 aus Spanien fliehen mussten – aber unbestreitbar auch, weil sie damals noch zu den Seemächten gehörte, die mit dem britischen Empire (und den bekannten „anderen See- und Kolonialmächten“) um die militärische und wirtschaftliche Vorherrschaft in der Welt konkurrierten. Das sollte zwar nicht mehr lange andauern, aber seinerzeit waren die Niederlande nun einmal nicht nur die dominante Handelsmacht auf dem Gebiet des Gewürzhandels, sondern besaßen auch ein Quasi-Monopol in Bezug auf den Sklavenhandel.

Beides – sowohl den Kampf um die Vorherrschaft auf den Weltmeeren, in den Kolonien und im Welthandel, als auch die offene Feindschaft zwischen jüdischer Religion/Tradition auf der einen, sowie der römisch-katholischen Kirche und den von dieser weitestgehend beherrschten europäischen Monarchien auf der anderen Seite – sollte (muss) man auch im weiteren Verlauf der Geschichte beachten.

Wichtig ist deshalb auch, dass die 350-jährige Verbannung der Juden aus England zu einer Zeit endete, als Europa von zahlreichen „Hegemonial-, Religions- und Glaubenskonflikten“ heimgesucht wurde. Darauf möchte ich nicht auch noch eingehen – es sollte genügen, wenn ich die Rechercheempfehlung Reformation ausgebe (1517 – 1648, „scheinbar beigelegt“ durch den Westfälischen Frieden, mit dem nicht nur der Dreißigjährige Krieg, sondern gleichzeitig der „Achtzigjähre Unabhängigkeitskrieg“ der Vereinigten Niederlande gegen die Spanische Krone endete). Insofern ist es auch „interessant“ und sehr wichtig, zu bedenken, dass dieser „jüdische“ (oder doch eher zionistische?) Triumph eingebettet war in den Englischen Bürgerkrieg (1642 – 1649) und die „Glorreiche Revolution“ der Jahre 1688/89. – Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein etwas längerer Blick auf die Geschichte der Juden in den USA, die fraglos nicht ohne Grund maßgeblich mit der Geschichte von „Neu Amsterdam“ (späteres New York) wirklich Gestalt anzunehmen begann. Wie immer wird auch hier einleitend auf den „europäischen Antisemitismus“ verwiesen, aber wenn man weiter liest und diese Scheuklappe dabei ablegt, bekommt man auch via Wikipedia einen etwas anderen Eindruck vom historischen und „wirtschaftlichen“ Hintergrund.

Selbstverständlich behaupte ich nicht, das alles habe ausschließlich und unmittelbar mit dem rabbinischen Judentum oder dessen nach messianischer Endzeit verlangenden Gelehrten („Führern“) zu tun, aber es ist unbestreitbar, dass der jüdische Einfluss in Großbritannien und dem Commonwealth, somit auch in allen zwischen den Niederlanden, Spanien, Portugal, Frankreich und Großbritannien umkämpften Kolonien danach unaufhörlich zunahm. So richtig offensichtlich wurde das „auf der Insel“ jedoch erst unter der Regentschaft der legendären Königin Victoria …diese umspannte den Zeitraum von 1837 – 1901. Namen wie Sir Moses Haim Montefiore, Sir David Salomons, Sir Isaac Lyon Goldsmid, Lionel Nathan de Rothschild, Benjamin Disraeli, um nur einige von einer ganzen Reihe zu nennen, belegen dies höchst eindrucksvoll. Die Bedeutung, welche einige der Herren und ihre Vor- und Nachfahren insbesondere innerhalb der City of London erlangt haben, lässt keinen Raum für Zweifel daran, dass sie „wenigstens“ einen erheblichen Einfluss auf das Königshaus und die britische Regierung gehabt hatten (und haben). Als ein sehr aufschlussreiches Studienfeld könnten sich auch die Britische Ostindien-Kompanie und die Niederländische Westindien-Kompanie erweisen – nicht nur, aber eben auch hinsichtlich des Machtanteils, den jüdische Kaufleute und Bankiers in diesen erlangten.  Dass dies alles zum überwiegenden Teil unter dem Etikett der „jüdischen Emanzipation“ vonstattenging, passt zwar in die offizielle Geschichte, klingt aber logisch betrachtet doch eher wenig glaubhaft.

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Französische Revolution, Napoleon und die nachfolgenden „sozialen Umstürze“ in Europa

Soweit es die „jüdische Emanzipation“ betrifft, hört man häufig, dass „die Juden“ unter den Revolutionen vor allem zu leiden gehabt und sich verstärkten Feindseligkeit ausgesetzt gesehen hätten. Nun möchte ich das insgesamt nicht einmal in Abrede stellen, muss allerdings einwenden, dass dies für das „wohlhabende jüdische Bürgertum“ Europas à la Rothschild und Konsorten unzweifelhaft ganz anders ausgesehen hat. Bei genauerer Betrachtung war es zweifelsfrei vorrangig der von adliger und kirchlicher Konkurrenz befreite Geldadel, der aus diesem Klassenkampf als einziger echter Gewinner hervorging und diese Spitzenposition bis zum heutigen Tag behaupten konnte.

Nicht zuletzt auch, da sich die Französische Revolution nachweislich vor allem gegen Monarchie und Hochadel sowie die römisch-katholische Dominanz über diese Kreise richtete – und „nicht wirklich“ für die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit der „Citoyen“ (Kleinbürger) ausgefochten wurde. Auch Napoleon Bonaparte I. spielte in dieser Hinsicht und ganz besonders soweit es die Vorherrschaft des „Papsttums“ in den Kreisen der Monarchien anging, eine nicht zu unterschätzende Rolle. Das bewies sich nicht nur, aber auch im „Untergang des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation“, der dann im weiteren Verlauf jedoch unliebsame Folgeerscheinungen nach sich zog. Nicht nur für Napoleon – aber nach allen mir vorliegenden Informationen nicht wirklich für die unbestreitbar „jüdisch dominierte“ Bourgeoisie und für den „gesellschaftlichen Wandel“ unabdingbaren Intellektuellen.

Dann tauchte schließlich noch der große „Arbeiterführer“ namens Karl Marx auf und ließ seine gesellschafts- und „kapital“-kritischen, gelegentlich auch „judenfeindlich klingenden“ Weisheiten vom Stapel, bevor er sich nach England absetzte und nur noch aus der Ferne agitierte … und von da an ging politisch-ideologisch alles einen Gang, den ich nur als eine Entwicklung unter umfassend falsch verstandenen, interpretierten und letztlich auch angewandten Lehrsätzen bezeichnen kann. Sozialismus … Kommunismus … „Sozialdemokratie“ … Bolschewismus – Marx … Engels … Lenin … Trotski … Stalin … usw. usf. …

Aber natürlich ist es nichts weiter als boshafte Niedertracht, wenn man hinter dieser politischen, ökonomischen und nicht zuletzt auch gesellschaftlichen Entwicklung einen vorrangig jüdischen Einfluss vermutet? Seltsamer Weise setzte sich dieser „Trend“ aber unaufhaltsam fort, wie man unschwer aufdecken kann, wenn man sich mit allen anderen Gebieten beschäftigt, die sich im weiteren Verlauf für die Gestaltung der ideologischen, politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Zukunft im Sinne einer klar definierbaren Zielsetzung als exorbitant relevant erwiesen haben (Soziologie … oder besser „angewandte Sozialwissenschaften“ … Psychologie … und weitere für die Manipulierung und Formung des bevorzugten Gesellschaftskonsens unabdingbare Instrumente/Methoden).

Dass daran … am vermeintlich natürlichen unaufhaltsamen Siegeszug der „Aufklärung“ und Emanzipationswut … nicht nur Juden beteiligt waren, ist eine unbestreitbare Tatsache, es fällt aber schon auf, dass jene Menschen, die dabei das Tempo und die Richtung vorgaben, überwiegend diesem Hintergrund zuzuordnen sind – und sei es auch nur in indirekter Hinsicht, etwa durch die Verknüpfung von „politischer Philosophie“ mit auf Psychologie und einer ganzen Reihe von Pseudowissenschaften aufbauenden Herrschaftsmodellen, gerne auch als „Gesellschaftstheorien“ kaschiert!?

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1870/71 … der ganz gewiss nicht unwillkommene, letztendlich aber vor allem problematische Aufstieg des vereinigten Deutschen Reiches zur ernstzunehmenden Weltmacht

Auf die politischen, militärischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Begleiterscheinungen der Zeit unmittelbar nach dem „Französisch-preußischen Krieg“ gehe ich heute nicht mehr ein. Was dazu anzumerken war, hatte ich stark verkürzter Form schon in meinem auf „Deutschland“ bezogenen „Psychogramm“ angedeutet und es wird auch im ausstehenden dritten Teil der Serie nochmals zur Sprache kommen müssen (Erscheinungsdatum voraussichtlich gegen Ende März).

Im Rahmen des vorliegenden Artikels und seiner zentralen Thematik muss man jedoch deutlich hervorheben, dass auch diese Zeit wieder mit dem Mythos einer „Steigerung der Judenfeindlichkeit“ einherging, wobei man sich „verständlicher Weise“ zunehmend auf das deutsche Kaiserreich einzuschießen begann. Dies war dann auch der Zeitpunkt, ab dem der Mythos vom „primären Antisemitismus“ geboren wurde. Es herrscht hinsichtlich des „exakten Entstehungsdatums“ dieses Begriffs und seiner bis heute nicht nur mehr oder weniger fortbestehenden, sondern aus bekannten Gründen noch spezifizierten und dem „Geschichtsverlauf“ angepassten Bedeutung (Stichwort: „sekundärer Antisemitismus“) zwar ein unvermeidlicher Definitionsstreit, aber wenigstens im Kern sind sich die Vertreter der konkurrierenden Thesen einig.

Laut Wikipedia muss der deutsche Journalist Wilhelm Marr als Urheber der mit Antisemitismus umschriebenen und weit über religiöse oder kulturelle Ab- respektive Ausgrenzung hinaus reichenden „Judenfeindlichkeit“ angesehen werden. Andererseits räumt der betreffende Artikel ebenfalls ein, dass der Begriff schon früher aufgetaucht „sein könnte“ – und zwar in Verbindung mit dem sogenannten Gründerkrach. Gleichgültig welche der beiden Quellen sie auch wählen, sie dürfen auf erleuchtende Momente gefasst sein. – Persönlich würde ich aber die zweite unbedingt einmal anschauen und verinnerlichen, weil sie auf gewohnt „schizophren anmutende“ Weise zwar die unverschämte Verlogenheit der gegen bestimmte Juden erhobenen Vorwürfe als „klassische Verschwörungstheorie“ bloßstellen soll, gleichzeitig aber Querverweise benutzt, die genau das widerlegen, wenn man unvoreingenommen, und auch mit einem halben Auge auf die heute bekannten Fakten schielend, damit umgeht!

Für mich ist der Fall „Marr“ jedoch untrennbar mit dem am Ende des letzten Abschnitts gelieferten Denkanstoß verbunden. Das kann auch mühelos nachgeprüft und beurteilt werden, da alle nennenswerten Hintergründe und zeitgeschichtlichen Querverbindungen angeführt werden. Was sich damit aber mitnichten belegen lässt, ist die Behauptung, dass mit diesen dialektischen Irrungen und Wirrungen tatsächlich eine generelle Schlechterstellung der jüdischen Minderheit in „Deutschland“ einhergegangen wäre. Das kann niemand ernsthaft glauben, der sich eingehender darum kümmert, wie das Verhältnis der Juden zum „Zweiten deutschen Reich“ war und wie viele von ihnen an hohen und höchsten Stellen in allen relevanten Bereichen von Staat und Gesellschaft eingebunden waren. Dazu möchte ich nicht mehr schreiben, weil ich auf dem Standpunkt stehe, dass man diese Aussage uneingeschränkt bestätigt finden wird, wenn man sich objektiv-kritisch sowie alle vorgeschobenen („befohlenen“) „Tatsachen der Geschichtschreibung“ ignorierend damit befasst.

Insbesondere weil all das, was im Zusammenhang mit dem Auftreten des Terminus „Antisemitismus“ in eine ohnehin schon höchst einseitige „Diskussion“ Einzug hielt, durch die heutige Alltagsrealität genauso eindeutig wie, bei der realistischen Betrachtung der damaligen Geschehnisse außerhalb der „öffentlichen Diskussionen“, grundlegend falsch, oder doch wenigstens fragwürdig entlarvt wird. Dass alles an ein Drehbuch erinnert, dessen dramaturgischer Höhepunkt seinerzeit (im Zusammenhang mit der sich sukzessive „formenden“ Allianz gegen ein unangenehm stark werdendes deutsches Kaiserreich) bereits weitgehend geplant war, sollte man bei der weiterführenden Betrachtung der eben nicht zufällig aus dem Nichts entstandenen Geschichte (nicht der überlieferten, sondern der tatsächlichen) klar erkennen können. Beispielsweise finde ich es ebenso vielsagend wie typisch, dass die Protagonisten des Zionismus allzu gerne unterschlagen, wie gut das Verhältnis der Herren Herzl und Kompagnons zum deutschen Kaiser war – so gut nämlich, dass man seine Protektion und seinen Beistand bei der „jüdischen Besiedelung“ Palästinas  suchte und letztendlich auch erhielt … Und derart aus der zionistisch dominierten Geschichtsschreibung verschwundene Sachverhalte gibt es viele!

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1. Weltkrieg ~ Versailles ~ Weimarer Republik (zunächst „ohne Hitler/NSDAP“)

Auch dieses Thema ist im letzten Artikel im Rahmen meiner Absichten bereits ausführlich genug behandelt worden … man sollte eventuell nur noch unmissverständlich hervorheben, dass sehr viele Juden aus patriotischer Überzeugung auf Seiten aller Länder an diesem Krieg teilgenommen hatten, in denen sie bei seinem Ausbruch lebten. Ebenfalls festhalten muss man, dass die Machenschaften der „Zionisten im Hintergrund“ zwar schon vor und während des ersten Weltkriegs erkennbar wurden und auf weitreichende Ablehnung in jenen jüdischen Kreisen trafen, die es als Teil ihrer Religion und Tradition ansahen, so weit als möglich harmonisch in den Gesellschaften ihrer „Gastländer“ zu existieren. Noch sehr viel deutlicher wurde dies jedoch, als die Wirkmacht des zionistischen Einflusses auf die „Ergebnisse der Versailler Friedensverhandlungen“ und das unwiderruflich in den Fokus rückende Hauptziel der Errichtung eines „jüdischen Staates“ in Palästina aus den Sorgen und Befürchtungen derselben gläubigen Juden eine reelle Bedrohung werden ließen.

Darüber hinaus steht auch bei dieser Epoche die Behauptung, dass eine antijüdische Stimmung in Deutschland vorherrschte, im krassen Widerspruch zu den damaligen gesellschaftlichen Verhältnissen und insbesondere der Anteil von auf verschiedene politische Lager aufgeteilten Juden in führender Position widerlegt solche Unterstellungen umfassend. Dasselbe gilt, wie man auch ohne Rückgriff auf einschlägige rechtsextreme Rassenpolemik mühelos recherchieren kann, auch für andere Bereiche, deren Bedeutung für die breite Masse der Bevölkerung von überragender Art war und auch heute noch ist (Medien, Literatur, Wissenschaft, Kultur …).

Daran konnte auch das Erscheinen von Hitlers (?) Monumental-Pamphlet „Mein Kampf“ (immer noch heiß gefragt und vielfach vertrieben) nichts ändern … es könnte oder sollte vielleicht sogar eher als Beleg dafür hergenommen werden, dass die „westliche Welt“ den ambitionierten Obergefreiten aus Braunau entweder unterschätzt und deshalb nicht ernst genommen hat – oder (um einiges wahrscheinlicher, aber nur die „halbe Wahrheit“!) dass man ihn gewähren lassen wollte, aus welchen perfiden Gründen letztlich auch immer!? – Im Zusammenhang mit der Schlussbemerkung des vorangegangenen Abschnitts lässt sich der Rest an antijüdischen Strömungen durch das Resultat des Versailler Diktats zudem plausibel erklären und auch aufzeigen, warum eine darauf aufgebaute Propaganda in der Folgezeit enorm wirkungsvoll werden konnte. – Wenigstens ein Hauch von betrogenem Vertrauen und ähnlichen Verstößen gegen „Sitte und Moral“ (im Bereich des Vertragswesens eh ein schlechter Scherz, ich weiß!) haftete dem Ganzen unzweifelhaft an.

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Machtergreifung Hitler/NSDAP – 2. Weltkrieg – Judenverfolgung und angeblich ausgegebener Vernichtungsbefehl

Damit möchte und werde ich mich nicht nochmals eingehend befassen, da der vorausgegangene Artikel größtenteils aufzeigt, wie meine Meinung dazu aussieht und warum ich sie nicht beibehalten möchte, sondern muss.

Dieser „Geschichtsabschnitt“ ist meiner Ansicht nach aber der angemessene Anlass, um die angekündigte externe Meinung zu diesem Thema einzuschieben. Zwar bezieht sie sich schwerpunktmäßig auf die Zeit des 2. Weltkriegs und jene nach der israelischen Staatsgründung sowie die unmittelbar auftretenden und durch nichts zu relativierenden Bestrebungen der politischen, militärischen und „religiösen“ Verantwortlichen, aber da dies alles nachweislich bereits Ende des 19. Jahrhunderts seinen Anfang genommen und durch den mehr als fragwürdigen „Frieden von Versailles“ auch bereits eine unübersehbare Gestalt angenommen hatte, so dass Hitlers „unvergleichliche Erfolgsgeschichte“ ihren mehr oder weniger überlieferten Lauf nehmen konnte, sollte man sich damit gerade von diesem historischen Ausgangspunkt ausgehend beschäftigen …

Wie ich bereits hinsichtlich der Quellen am Ende des vorangegangenen „Trauma-Artikels“ hervorgehoben und betont habe, muss es mir vollkommen gleichgültig sein, wenn ein Mann wie Roger Garaudy wegen seinem Buch Die Gründungsmythen der israelischen Politik als Holocaustleugner angefeindet und auch „auf Bewährung“ verurteilt wurde. Ich lasse dabei ja auch außer Acht, dass er ein Altkommunist ist und immer noch an eine Art „sozialistische Weltrevolution“ glaubt, obwohl das für mich ebenso inakzeptabel ist, wie die beweislos erhobene Anschuldigung des „totalen Vernichtungswillen des deutschen Volkes gegenüber den Juden“, die durch eine mehr als fragwürdige „Rechtsprechung“ zur unangreifbaren, da „allgemein anerkannten Tatsache“ erhoben wurde. Und, nur um diesen Faktor nicht unerwähnt zu lassen, genauso wenig bin ich bereit dazu, der NSDAP unter Hitler einen „Persilschein“ nach dem Motto „es war ja nicht alles nur schlecht“ auszustellen oder ihre unwiderlegbar erwiesenen Verbrechen gutzuheißen.

Für einen Menschen, der nur Fakten sammelt und sich aus diesen durch den jederzeit möglichen Vergleich mit aktuellen Geschehnissen ein eigenes Bild von der Weltgeschichte zu machen versucht, zählen allein die Informationen … und selbstverständlich auch die Qualität jener Gegenargumente, die von „Verteidigern“ des althergebrachten Geschichtsbildes und des „Staates Israel“ zur Widerlegung derselben angeführt werden. Um zu verdeutlichen, warum ich persönlich in Bezug auf die Argumentationen von „Revisionisten“ und mehr oder weniger anerkannten Vertretern der Gegenmeinung doch ein sehr ungünstiges Verhältnis zulasten der Letztgenannten konstatieren muss, möchte ich hier zwei herausragende Beispiele solcher „seriöser Stimmen“ anführen, die sich explizit mit der oben genannten Broschüre befassten …

Die Seite haGalil.com beschäftigte sich unter dem Artikel Roger Garaudy wird 85 – Von der Philosophie zur Narretei mit dem in Ungnade gefallenen und letztlich zum Islam übergetretenen Autor … interessant an dieser Meinung ist, dass die Betreiber der Seite mittlerweile selbst von „Israelfreunden“ kritisiert und angegriffen werden. Eine nette Anekdote hierzu ist in meiner weiter oben angebotenen „Recherchehilfe“ enthalten.

Ganz besonders ans Herz gewachsen ist mir ein Internetangebot, das in den für die „politische Bildung“ in der BRD verantwortlichen Kreisen höchstes Ansehen genießt und sich selbst u.a. als unverzichtbare deutsche Umsetzung des Angebots von nizkor.org bezeichnet. Diese „Holocaust-Referenz“ wird von einem Herrn Jürgen Langowski betrieben und hat selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem oben genannten Autor und der besagten Veröffentlichung seine Pflicht und Schuldigkeit als Wahrer und Verteidiger der einzigen Wahrheit – oder präziser: der allgemein anerkannten, wenn auch nicht sonderlich wissenschaftlich bewiesenen Tatsachen getan. Die Qualität seiner Gegenargumentation, die sich auf das Widerkäuen der angezweifelten „Fakten“ beschränkt, kann als exemplarisch für die Arbeit dieser „Referenzquelle“ angesehen werden. Weiter kommentieren werde ich das nicht, lesen Sie es einfach selbst … und bedenken Sie dabei immer, dass wir uns hier auf einem Gebiet bewegen, dass die „seriösen Historiker“ auch 66 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs immer noch für nicht abschließend erschlossen halten!?!

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Nach dem Krieg … vor und nach der Staatsgründung Israels

Auch hier möchte ich langatmige Wiederholungen vermeiden, weshalb ich auf bereits veröffentlichte Artikel zu diesem Thema, respektive verwandten Themen hinweisen: 10.07.10 und bezüglich der „gefährdeten Friedensgespräche“ im vergangenen Jahr noch diesen Artikel vom 02.09.10.

Darüber hinaus möchte ich auch mit dem unvergänglichen Mythos der nationalsozialistischen Vorschubleistung in Sachen Staatsgründung Israels aufräumen. Bevor ich dies durch einen Verweis auf „auch in der Wikipedia“ uneingeschränkt nachprüfbare Belege dafür erläutern werde, möchte ich einen der zahllosen „Experten“ zitieren, welche die „zionistische Sache“ in diversen Internetforen und Blogs verteidigen … mehr als den Hinweis, dass die hochwissenschaftlichen Ausführungen, die ich nachfolgend anonym zitieren werde, von einem sehr regen und entsprechend bekannten „Pseudonym“ aus dem Umfeld von „PI / Achse der Guten“ und Konsorten stammen, möchte ich dem Zitat nicht hinzufügen. Hier also die einzige und „unwiderlegbare“ Wahrheit:

Übrigens ist Israel NICHT wegen dem Holocaust entstanden.

Israels Rechte und die internationale Geburtsurkunde wurden besiegelt durch:

a.)die ununterbrochene Besiedelung des Landes durch Juden seit der Zeit Josuas.
b.)durch den Ankauf großer Flächen durch die Jewish Agency.
c.)durch die Balfour-Erklärung von 1917; durch das Völkerbundmandat, in dessen Präambel die Balfour-Erklärung aufgenommen wurde.
d.)durch die Teilung Palästinas durch die UNO im Jahr 1947, die die Araber NICHT akzeptiert haben und lieber den Disput militärisch erledigen wollten..
e.)durch die Aufnahme Israels in die Vereinten Nationen im Jahr 1949.
f.)durch die Anerkennung Israels durch die meisten anderen Staaten.
g.)und vor allem durch das funktionierende Gemeinwesen, das die Bevölkerung Israels in Jahrhunderten eines blühenden, dynamischen nationalen Lebens schuf.

Alles andere sind Lügen.

Zitat Ende … über die vorgetragene Meinung werde ich mich jetzt nur insofern äußern, dass sie in der Tat alle gängigen „abgehoben einseitige Argumentionen“ der grundlegenden zionistischen Propaganda enthält, deren Richtigkeit oder Fragwürdigkeit jeder selbst überprüfen kann, der die in diesem Artikel zusammengestellten Argumente und Quellen objektiv-kritisch prüft.

Doch auch ohne diese, durch ihre unwiderlegbare Kompetenz bestechende Expertenmeinung lässt sich die trotz allem gerne angewandte Behauptung, Hitlers Nationalsozialismus sei wegen der Bedrohung der europäischen Juden hinsichtlich des hektischen Strebens nach der Staatsgründung ein maßgeblicher Faktor gewesen, als eine von vielen „Halbwahrheiten“ entlarven, die bis zum heutigen Tag vor allem zu dem Zweck eingesetzt werden, fundierte Kritik am Zionismus oder am Staat Israel zu delegitimieren. – Wie bereits angesprochen, genügt bereits ein Blick auf den entsprechenden Eintrag bei Wikipedia – Alija („Aufstieg“), womit die in mehreren Wellen vonstattengegangene „Rückkehr“ (Einwanderung) von Juden nach Palästina gemeint ist. Zusätzlich zu diesen Informationen sollte man auch noch die Einträge „Israel/Geschichte“ und „Zionismus“ beachten und, wenn man wirklich ausführlich in das Thema einsteigen möchte, die jeweils angegebenen „zugeordneten Hauptartikel“ studieren.

Der „Alija-Artikel“ ist nicht übermäßig lang, bietet aber einen recht genauen Überblick über die einzelnen Einwanderungswellen, wobei die auffällige Dominanz von Einwanderern aus Osteuropa zu bemerken und mit dem Umstand zu verbinden ist, dass man immer wieder auf Hinweise dafür stößt, dass diese osteuropäischen Einwanderer für die Zionisten eine besonders wichtige Gruppe repräsentierten (nicht nur in Palästina/Israel) und dass diese Tatsache auch nach der Staatsgründung fortbestanden hat … recherchieren sie beispielsweise mal, wer derzeit die treibenden Kräfte in der israelischen (Siedlungs-) Politik sind. Man könnte natürlich auch annehmen, dass es für diesen Umstand ganz natürliche Gründe gab – unter anderem auch den, dass deutsche Juden für das zionistische Kolonisierungsprojekt nur äußerst schwer zu begeistern waren. Allerdings steht außer Frage, dass man sich mit einer solchen Spekulation (nach zionistischer Sichtweise) selbstverständlich auf das Feld von „antisemitischen Verschwörungstheorien“ begeben würde …

Ebenfalls wichtig wäre auch, die für die „fünfte Alija“ gemachten Angaben zu hinterfragen und in Rechnung zu stellen, insbesondere im Zusammenhang mit dem sogenannten Transferabkommen (Ha’avaraAbkommen) und den „Problemen“, die der Auswanderung von Juden nach Palästina durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und diverse restriktive und typisch intrigante Maßnahmen der Briten bereitet wurden. Wie bei erwiesenem Auswanderungs-Unwillen seitens der deutschen Juden und diesen Hindernissen insgesamt 200.000 (nur die offiziell genannte Zahl) den Weg aus NS-Deutschland ins Gelobte Land gefunden haben sollen, stellt unbedingt einen klärungsbedürftigen Sachverhalt dar. – Dabei könnte man die Parallelität der Ereignisse, die von dem internen zionistischen Streit (auf der einen Seite „Erklärung des heiligen Wirtschaftskriegs/Boykotts“ von Samuel Untermyer und Mitstreitern und auf der anderen die „Förderung der Ausreise nach Palästina“ unter Umgehung oder Unterwanderung eben dieser Maßnahme) bis hin zum Kriegsausbruch und weiteren, damit verbundenen Aspekten, durchaus als inspirierenden Anlass für so manche Spekulation einschätzen.

Es ist deshalb dringend zu empfehlen, die bekannten Zionistenführer ebenfalls einer darauf bezogenen Recherche zu unterziehen – viele von ihnen haben unauslöschliche Spuren in Gestalt von eindeutigen Zitaten hinterlassen – und sich auch der begleitenden Frage zuzuwenden, ob man Hitler und sein Regime am Ende nicht sogar als ein Förderelement des jüdischen Besiedelungsbestrebens und damit letztendlich für die spätere Staatsgründung ansehen müsste. Dass dies im weiteren Denkprozess auch die immer noch einer einwandfreien historischen Abklärung harrenden Behauptung eines nationalsozialistischen Vernichtungswillens gegenüber den Juden in den Fokus eines aufrichtig um sachdienliche Informationen bemühten Forschers rücken müsste, sollte sich von selbst erklären. Doch damit möchte ich mich hier und heute nicht weiter befassen. Die Denkanstöße, die ich den beiden auf dieses Themenspektrum bezogenen Artikeln angeregt habe, sollten fürs Erste genügen.

Kommen wir stattdessen noch zu einem weiteren Mythos, der im Rahmen der Pro- und Contra-Argumentationen rund um Zionismus und „israelischen Judenstaat“, deshalb zwangsläufig auch im Zusammenhang mit dem Palästina- oder Nahostkonflikt, immer wieder eingesetzt wird, um den Staat Israel gegen fundierte Kritik in Schutz zu nehmen … den Mythos der Verteidigungskriege.

Fassen wir diese Kriege zunächst einmal zusammen und halten uns dabei strikt an die offizielle Geschichtsschreibung (bezogen via Wikipedia):

Zusammenfassung „Arabisch-israelische Kriege

1948/49               Palästinakrieg (auch „Unabhängigkeitskrieg“ – hier nur einmal als Zusatzinfo)

1956                      Suezkrise

1967                      Sechs-Tage-Krieg (auch „Junikrieg“)

1967 – 1970        Abnutzungskrieg

1973                      Jom-Kippur-Krieg(auch „Oktoberkrieg“ à Friedensvertrag Ägypten/Israel 1979)

1982                      Libanonkrieg

2006                      (Zweiter) Libanonkrieg

Nicht in der eingangs angeführten Zusammenfassung enthalten, für die Einschätzung israelischer Militär- und Siedlungspolitik aber unerlässlich, da hier auch wie beim „2. Libanonkrieg“ die Bekämpfung „terroristischer Attacken auf Israel“ im Mittelpunkt standen:

2008/9                  Gaza-Krieg (Operation „gegossenes Blei“)

Nun könnte man natürlich versuchen, die offizielle Geschichtsschreibung zu diesen Kriegen in mühseliger Kleinarbeit zu analysieren (was ich persönlich bereits weitgehend getan habe), aber da ich nicht die Ambition hege, ein „geschichtsrevisionistisches Buch“ zu verfassen, beschränke ich meine persönliche Gegenargumentation auf eine Erinnerung an die globalen Machtverhältnisse nach dem Zweiten Weltkrieg (Sowjetunion/USA und sehr eingeschränkt – Suezkrise – auch noch Großbritannien) und darüber hinaus vor allem auf den Hinweis bezüglich der damals bereits seit Jahrhunderten bekannten und geostrategisch einkalkulierten Bedeutung des Nahen Ostens.

Auch wenn das zionistische Besiedlungsprogramm (inklusiver seiner „Staats-bildenden Maßnahmen“ – hier nur ein Beispiel, die nachweislich lange zuvor begonnen hatten sowie u.a. vom ersten Premierminister David Ben Gurion initiiert und kontrolliert wurden) unweigerlich zu Zusammenstößen zwischen Siedlern und der arabischen Bevölkerung Palästinas (nebst Anrainerstaaten) führen musste, begann die geschichts- und ultimativ machtrelevante Geschichte in der Tat erst mit dem „Unabhängigkeitskrieg“. Allerdings begann dieser nicht, wie in der oben verlinkten Zusatzinformation (haGalil.com) im Dezember 1947, sondern spätestens Anfang 1944, nachdem die zionistische „Untergrundorganisation“ Irgun (= Irgun Tzwa’i Le’umi) unter die Führerschaft eines gewissen Menachem Begin geriet.

Ebenfalls ganz klar hervorheben muss man, dass der Staatsgründung Israels und allen diesem vorausgegangenen politischen Regelungen, einschließlich des „UN-Teilungsplans“, der nach zionistischer Darstellung zur arabischen Aggression führte, gegen die der „neugeborene Staat“ sich mit allen Kräften verteidigen musste, eine brutale ethnische Säuberung (Nakba) vorausgegangen war, für die ebenfalls (unter anderem) die von Begin geführte Irgun verantwortlich war (Stichwort: Deir Yasin). – Dass alle diese historischen Begebenheit betreffenden und israelkritischen Meinungen ausnahmslos „umstritten“ sind, braucht man angesichts der zionistischen Propagandapolitik sicher nicht besonders zu betonen … trotzdem füge ich dem jetzt nicht mehr eigene Argumente an, da der unter „Nakba“ verlinkte Wikipedia-Beitrag alle nennenswerten Publikationen anspricht. Bezeichnend ist aber – und sollte uns wahrlich unangenehm bekannt vorkommen – dass Benjamin Netanjahu gerade erst wieder verfügt hat, dass die relevanten offiziellen Akten (rund um die Staatsgründung bis zum 1967er Krieg) weitere 20 Jahre unter Verschluss bleiben sollen. Da auch hier wieder die „nationale Sicherheit“ als entscheidender Faktor ins Feld geführt wurde, sollte man sich allmählich wirklich mal Gedanken darüber machen, welche Fakten nicht ans Licht kommen sollen, um wessen Interessen nicht zu gefährden?!

Deshalb sage ich auch – unter Vorbehalt, da man sich trotz aller verfügbaren Informationen immer noch irren kann, dass sämtliche Kriege des Nahost-Konflikts dem immensen Komplex der zionistischen Mythenbildung zuzuordnen sind. Da meine Meinung selbstverständlich völlig irrelevant ist, habe ich mich ein wenig umgeschaut und möchte nun noch ein paar Ansichten nachreichen, die ein sehr bekannter und (bis er anfing, Israel für seine Politik zu kritisieren) auch angesehener Zionistenführer dazu geäußert hat … gemeint ist hiermit Nahum Goldmann.

Fündig geworden bin ich im „Spiegel-Archiv“ und führe nachfolgend alle dort gespeicherten Interviews an, die mit Goldmann geführt wurden … man sollte sie sehr aufmerksam lesen, denn in ihnen werden einerseits „typisch zionistische Realitätsverweigerung“ wie andererseits auch das allmähliche Dämmern einer „fehlgelaufenen“ Entwicklung sichtbar gemacht.

Nachdem ich diese Interviews verarbeitet und mit den Informationen abgeglichen hatte, die ich auf verschiedensten Wegen aufgetrieben habe, stellte ich mir vorrangig die Frage, ob Herr Goldmann nun „nur ein naiver Träumer“ oder doch ein spät unter Gewissensbisse geratener Mittäter gewesen war? Natürlich, wie man auch an dem von mir sehr geschätzten Uri Avnery erkennt, kann man dem „vermeintlich ursprünglichen“ Zionismus in vollkommener Übereinstimmung dienen und dennoch erkennen, dass der Staat Israel den darin postulierten „hehren Zielen“ Hohn spricht … aber Herr Goldmann war über die gesamte entscheidende Phase ein führendes Mitglied in den federführenden Organisationen (international und US-amerikanisch!) … nun ja, das nur als Andeutung dessen, was mich auf dem Umweg über seine Argumentation noch nachhaltiger am gesamten Propagandazirkus der Zionisten zweifeln lässt. Lesen und entscheiden Sie selbst.

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Ist-Zustand in Israel-Palästina (im Nahostkonflikt)

Auch wenn Zionismus- und Israelverteidiger dies selbstverständlich völlig anders sehen, sollte man angesichts der letzten Jahre nicht lange und breit darauf hinweisen müssen, dass der israelische Staat und die ihn prägenden politischen Parteien, Siedler und „religiösen Führer“ keinen „demokratischen“, sondern einen hochgradig rassistischen und chauvinistischen Kurs verfolgen. Das hat seinen Ursprung zwar nicht ausschließlich in den „Gebietseroberungen“ des 1967er Krieges gefunden, aber damals waren die letzten Weichen gestellt worden, um die wahren Ziele des politischen und nationalistischen Zionismus zur finalen Realisierung zu führen.

Da wir vorhin schon (leider ganz und gar nicht zufällig) bei einem Herrn namens Menachem Begin gelandet waren, erinnere ich an dieses zweifelsfrei überlieferte und hier lediglich grafisch aufgewertete Zitat desselbigen …

Die (freie) Übersetzung des unteren Textes stelle ich voran:

„Unsere Rasse ist die Herrenrasse. Wir Juden sind ?überragende? Götter auf diesem Planeten. Wir unterscheiden uns von den minderwertigen Rassen wie diese von Insekten. In Wahrheit sind andere Rassen verglichen mit unserer Rasse Bestien und Tiere, bestenfalls Vieh [Viecher].Andere Rassen sind als menschliche Exkremente anzusehen. Unsere Bestimmung ist es, über die minderwertigen Rassen zu herrschen. Unser irdisches Königreich wird von unserem Führer mit eiserner Hand regiert. Die Massen werden unsere Füße lecken und uns als Sklaven dienen.“

Jetzt halten wir einen Moment lang inne, lassen diese Worte auf uns wirken und fragen uns dann, ob es einen unwiderlegbaren Grund dafür gibt, diese vor fast dreißig Jahren so unverblümt zum Ausdruck gebrachte Zionistenmeinung nicht als für diese Ideologie und „Pseudoreligiosität“ typisch zu bezeichnen? Oder noch konkreter: ob es für einen „Nichtjuden“, der beispielsweise mit den diversen Hasspredigten führender israelischer Rabbiner im vergangenen Jahr konfrontiert wurde, einen überzeugenden Grund dafür gibt, diese Ansichten als „nicht typisch jüdisch“ zu verstehen?

Ich bitte dabei zu beachten, dass ich persönlich mich nach besten Kräften darum bemühe, den Unterschied zwischen gläubigen Juden und Zionisten (oder sich der zionistischen Machtideologie bedienender religiös-nationalistischer Kräfte) gegen jede Art von Verallgemeinerung zu verteidigen. Und das keineswegs nur, weil die besagten Ausführungen auch von jüdischen Israelkritikern scharf verurteilt wurden. – Die Vergesslichkeit der mediengesteuerten Westeuropäer ist in diesen Belangen zwar enorm ausgeprägt, aber einige meiner Leser/innen werden sich bestimmt noch an den „ehrenwerten Rabbiner“ Yitzhak Shapira und sein Meisterwerk Torat Ha’Melech (The King’s Torah) erinnern … der Kollege Moltaweto hatte seinerzeit einen am 31.08.10 dazu veröffentlichten Artikel von Max Blumenthal übersetzt. Diese Übersetzung füge ich als kleine Erinnerungsstütze bei.

Sicherlich kann man über „Interpretationen“ streiten, aber wie viel Raum dafür bieten derartige Äußerungen? Ich denke, sie sprechen leider, auch bezogen auf die vehement bekämpften, ähnlich gelagerten und seit Jahrzehnten kursierenden „Talmud-Sprüche“, etwas zu eindeutig für sich und lassen die weiter oben gestellte Frage, inwieweit gläubige Juden über die Gesamtheit der ihren Glauben und ihr Leben diktierenden „Schriften und Gesetze“ informiert sind, noch bedeutend wichtiger erscheinen. Zahlreiche hochgestellte und einflussreiche Rabbiner (also „Schriftgelehrte“, die bei ihrer Interpretation der Gesetze nicht nur auf diverse Schriften beschränkt sind, sondern auch noch „geheime und mündliche Überlieferungen“ reklamieren) haben das Erscheinen des Buches und die in ihm transportierten Inhalte vehement verteidigt (die Namen der Gelehrten sind dem oben verlinkten Artikel zu entnehmen)!

Aber verweilen wir, bevor wir diese Sachverhalte abschließend zusammenfassen, noch einen Moment bei den politischen, militärischen, religiösen, wirtschaftlichen und deshalb letztendlich auch gesellschaftlichen Verhältnissen in der „einzigen Demokratie des Nahen Ostens“. Dazu fällt mir jedoch beim besten Willen nicht mehr ein als die Feststellung, dass sich der Staat Israel immer nachhaltiger und unübersehbarer in ein rassistisch-chauvinistisches (ergo: faschistisches) Regime verwandelt und sich dabei, wenn man den regulären Medien glauben darf, nach wie vor der mehrheitlichen Unterstützung seiner zionistisch indoktrinierten jüdischen Bürger/innen erfreut … Ausnahmen, die sich in gelegentlichen Demonstrationen äußern, bestätigen diese Regel lediglich. Es kann und soll natürlich nicht verleugnet werden, dass sich die Verantwortlichen dabei auf palästinensische und arabische „Hardliner“ und/oder Komplizen stützen können, die für das permanente Hochhalten der politischen und militärischen Spannungen unabdingbar sind … und doch ist das System, das diesem „modernen Faschismus“ innewohnt, unzweifelhaft „westlichen und pseudodemokratischen Ursprungs“. Geradeso wie alle anderen faschistischen und diktatorischen Regime der Weltgeschichte, die in der altvertrauten „Rechts-Links- oder wahlweise Schwarz-Weiß-Dialektik“ gefangen gehalten und von ihren letztendlich auf dieselben Wurzeln zurückgehenden Ideologien zu Spielbällen der selbsternannten Herrscher der Welt umfunktioniert wurden!

Es kann nur ein Standpunkt vertreten und ein Vorgehen propagiert werden – und das rankt sich um (leider auch nur auf dem Papier existierende) Begriffe wie Menschenrechte, Völkerrecht und, mehr als alles andere, Menschlichkeit. Diesen Werten muss man alles andere unterordnen und dann kann man nur eine „Friedensregelung“ fordern und unterstützen, welche das über mehr als sechzig Jahre geschaffene und einseitig dem „Schatten“ jenseits der zionistischen Ideologie dienende Unrecht ohne Wenn und Aber rückgängig macht. Ein Zusammenleben von verschiedenen Religionen in dieser Region und Kultur hat vor der „zionistischen Offensive“ schließlich auch funktioniert und gleich wie viel Schaden bisher bereits angerichtet wurde, es sollte auch wieder möglich sein, wenn alle ideologischen und religiösen Agitatoren aus dem Spiel genommen werden.

Ich denke, das wäre eine realistische und für alle Beteiligten/Betroffenen annehmbare Zielsetzung und nur weil die Strippenzieher in dieser Frage anderer Meinung sein dürften, muss das beileibe nicht heißen, dass sie nicht angegangen und umgesetzt werden könnte, wenn die Menschen sich jenseits von Propaganda, „Erinnerung“ und Schuldzuweisungen mit dem Wesentlichen beschäftigen könnten und wollten.

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Fassen wir gedanklich zusammen und kehren wir zum Ausgangspunkt des Artikels zurück

Zunächst muss und möchte ich klarstellen, dass auch ich (gerade als „Nachkriegs-Deutscher“) es als mein gutes Recht ansehe, die Frage nach den wahren Gründen für „Judenfeindlichkeit“ zu stellen und bei der Suche nach einer authentischen Antwort auf eine genaue Unterscheidung nach tatsächlichen Begebenheiten und mutwillig erschaffenen Mythen einzufordern. Das Recht nehme ich zwar auch für mich in Anspruch, weil ich die Behandlung der deutschen Geschichte und damit auch des deutschen Volkes nicht akzeptiere, da man mir die benötigten Beweise verweigert, die meinen Eindruck, dass ein großer Teil Schuldzuweisungen und sonstigen Behauptungen die NS-Diktatur betreffend ausschließlich in dieser Mythenbildung wurzelt. – Doch weit wichtiger ist mir, dass diese zur Wahrheit erhobene „Geschichte“ das Gift produziert, an dem die gesamte Menschhaft mitsamt ihrer Welt zugrundezugehen droht … und wozu das alles?

Eine Antwort auf diese Schlussfrage könnte ich – rein subjektiv versteht sich – zwar anbieten, aber ich bleibe bei meinem Ansinnen, nur Denkanstöße zu liefern, die andere Menschen dazu benutzen können, wenn sie es denn wollen, meine aufgestellten Thesen durch eigenes Studieren und Recherchieren zu überprüfen. Das werde ich auch im Schlussabschnitt dieses Artikels beibehalten und möchte, neben einigen generellen Fragen, auch nur noch einige zusätzliche Recherchetipps liefern.

Die meiner Ansicht nach wichtigste, da dieses Thema von Grund auf betreffende Frage ist ohne Frage, ob Juden und Israelis nach biblischer Deutung ein und dasselbe Volk beschreibt? Die Frage mag für Menschen, die „einfach nur“ gläubige Juden, Christen, Moslems etc. sind, sicherlich absurd klingen, ist aber die Grundlage all dessen, was die Geschichte der Juden, so wie sie uns vermittelt wird, ausmacht.

Die zweite, eventuell nur mich heftig umtreibende Frage ist dann, sollte die Antwort auf die obenstehende in einem begründeten Nein bestehen, ob gläubige Juden (bspw. die sich selbst als Volk der Torah bezeichnenden Mitglieder von Neturei Karta) ihren Glauben und damit ihre Weltanschauung strikt nach den „Lehrbüchern“ definieren? – Genauso brennend würde mich interessieren, welche Glaubensauslegung andere „nichtzionistische“ oder „israelkritische“ Juden präferieren, respektive ob sie sich ebenfalls dem „rabbinischen Judentum“ angehörig fühlen. Um diese Frage zu begründen, möchte ich hier einmal eine Auswahl von „schriftlich festgelegten Glaubensgrundlagen“ zur Recherche empfehlen, die mir bei meinen Studien begegnet sind …

Torah / Pentateuch … (babylonischer) Talmud (MischnaGemara) … Schulchan AruchHalachaAggaddaMidrasch(im)Tosefta

… mir sind noch mehr Texte begegnet, deren Bezeichnungen ich allerdings leider wieder vergessen habe. Wer die obige Liste ergänzen kann und möchte, darf dies gerne im Kommentarbereich tun. Ebenso wäre ich für Informationen von Menschen dankbar, die mehr über die einzelnen Schriften wissen und mir dabei helfen könnten, mein Wissen über den jüdischen Glauben zu vertiefen.

Natürlich nehme ich mich nicht so wichtig, dass ich erwarten könnte, irgendeinen jüdischen Mitmenschen könnte interessieren, was ich denke oder welche Frage mich wegen seines Glaubens umtreiben … es sollte aber bedacht werden, dass es viele ernsthaft an Frieden, Menschlichkeit, Gerechtigkeit und anderen erstrebenswerten spirituell-emotionalen Gütern interessierte Menschen gibt, die aus ähnlichen Gründen vergleichbare Fragen stellen.

Da es zu viele offenkundige Mythen gibt, die ausschließlich dem Streben nach und Verwirklichen von nicht der Allgemeinheit nutzenden Absichten erschaffen wurden, sollte man den zwischenmenschlichen Austausch als bedeutsamstes Mittel der Völkerverständigung nutzen – und sich dabei auch objektiv kritisch mit „umstrittenen“ Thesen und diese verbreitenden Publikationen auseinandersetzen.

Deshalb meine dritte Frage … ist es wirklich vollkommen aus der Luft gegriffen, was bspw. Douglas Reed in seinem eingangs verlinkten Buch Streit um Zion ausführt? Und wo sind die Beweise derjenigen, die seine Meinung kritisieren und ablehnen? Oder, ganz explizit auf den Zionismus bezogen, gilt dasselbe nicht auch für Ivor Bensons Buch Der zionistische Faktor?

Es sollte mir eine vierte Frage gestattet und „nachgesehen“ werden, die sich mir nach derzeitigem Kenntnisstand jedoch machtvoll aufdrängt: könnte es nicht wirklich so sein, dass zumindest ein fundamentaler Grund für jene Erscheinungen des Weltgeschehens in allen Epochen, die unter Begriffen wie Judenfeindlichkeit und Judenhass firmieren, auf bestimmten Eigenarten einer kleinen, aber einflussreichen Gruppe von Gelehrten beruhen könnte, die immer wussten, dass ihre Pläne ohne die ständige Spaltung von Juden und Nichtjuden niemals  verwirklicht würden? Das würde das Problem gewiss nicht lösen, mich aber in meiner Hoffnung bestärken, dass wir alle – Juden, Christen, Moslems, keinem monotheistischen oder gar keinem religiösen Glauben folgende Menschen – nur gezielt in die Irre geführt wurden und das Ruder immer noch herumreißen können, wenn wir uns dessen nur endlich bewusst werden würden.

Zu guter Letzt möchte ich auch aus diesem Grund jene Fragen, die bereits im ersten Teil der „Artikel-Trilogie“ gestellt wurden, nochmals in Erinnerung rufen und dabei darum bitten, sich einmal etwas eingehender mit einem der weniger häufig genannten Vertreter der geistigen Väter von Zionismus und Sozialismus (was ein ideologisch außerordentlich dehnbarer Begriff ist) zu beschäftigen. Gemeint ist Moses Hess und insbesondere sein bedeutsamstes Werk Rom und Jerusalem, geschrieben im Jahre 1862, hier (erster Link) in einer unveränderten Zweitauflage von 1899. Wir verdanken die Möglichkeit, uns mit diesem Werk befassen und seine wortgewaltige Sprache und die „prophetischen Ausblicke“ (nicht nur!) mit der Jahrzehnte später folgenden Realität des „Dritten Reiches“ vergleichen zu können, einem „alten Bekannten“. Wer es nicht liest und sich dennoch anmaßt weiterhin der „Mehrheitsmeinung“ folgend über andere Menschen oder Zeiten urteilen zu dürfen, erweist sich damit höchstens als dazu verdammt, die Wahrheit auf die unerbittliche harte Weise herauszufinden – ganz und gar ungeachtet, welchem Glauben, welcher Philosophie oder Ideologie er oder sie sich bis dahin zugehörig gefühlt haben werden …

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Damit möchte ich diesen Artikel beenden, dessen Fertigstellung leider länger als geplant gedauert hat – und der nur einen kleinen Teil dessen enthält, was ich mir durch das unaufhörliche Stellen von Fragen und darauf gründendem Recherchieren und Studieren selbst an „Halbwissen“ angeeignet habe. Ich fände es wahrlich großartig, wenn sich andere Menschen bereitfinden und daran beteiligen würden, dieses aus unvollständigen Informationen bestehende Wissen zu vervollkommnen und gemeinsam einen Weg zu finden, die ganz gewiss nicht von welchem Schöpfer auch immer in unser Leben gepflanzte Zwietracht zu überwinden und die vielleicht letzte Chance zu nutzen, noch zu einer Gemeinschaft von Menschen zu werden, ehe wir und unserer Welt diesem menschlichen Wahnsinn zum Opfer fallen müssen … aber ich erwarte diese Bereitschaft nicht länger ernsthaft, was mich jedoch nicht daran hindern soll und darf, meine Gedanken mit Ihnen zu teilen.

Ein weiteres Mal werde ich dies tun … wie angedeutet wahrscheinlich zwischen Mitte und Ende dieses Monats … und dann meine letztmalig aktualisierte „Definition der Weltgeschichte“, beschränkt auf die letzten 130 Jahre, dem Netz und Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit übergeben.

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6 Responses to Weltjudentum – Zionismus – Staat Israel … Antisemitismus. Zwischen Mythos und Wahrheit

  1. ginsterburg says:

    hallo liebe bulldoge adalbert =O)

    hab mal ne interessante doku die wohl auch paßt oder passen könnte:

    beste wünsche und grüße
    stefan

    kopf oben behalten und nerven beieinander! es sind wirklich hektische zeiten…

    • Adalbert Naumann says:

      Hallo Stefan,

      als erstes möchte ich mich in aller Form für die arge Verzögerung bei der Antwort entschuldigen. Ich bin derzeit aber ziemlich im Stress – nicht zuletzt aus dem Grund, dass ich mich mit meiner Ankündigung des „dritten Teils“ (An- und Abschlussteil meiner „Trilogie“) selbst unter Zeitdruck gesetzt habe. Es ist unglaublich viel Material zu sondieren – das habe ich anscheinend ziemlich unterschätzt (und nebenbei habe ich ja leider auch noch so manche andere leidigere Pflicht zu erfüllen). Nichtsdestotrotz möchte ich versuchen, diese Arbeit bis spätestens Ende des Monats abzuschließen.

      Nicht nur, aber gerade deshalb auch meinen besten Dank für die Verlinkung … sie passt in der Tat perfekt zu dem Kernthema, an dem ich mich gerade „abarbeite“, und ich werde die Dokumentation garantiert in den nächsten Artikel einbauen (genauer gesagt beide Teile davon!). BTW ist es auch wieder einmal ebenso bezeichnend wie (für das deutsche Volke ~ oder besser das, was von selbigem noch übrig geblieben zu sein scheint!) peinlich, dass eine solche Doku kaum Zugriffe zu verzeichnen hat. Dabei werden in den insgesamt 11 Teilen buchstäblich alle verdrängten oder verleugneten Faktoren aufgezeigt, die uns (nicht nur die Deutschen!!!) in den Zustand manövriert haben, welcher unsere Gesellschaft und Zeit derzeit bestimmt. Das viel zitierte „Endgame“ läuft auf vollen Touren, aber die „anständigen und anpassungsfähigen Bürger/innen“ haben nichts Besseres zu tun, als sich im höchsten Grade freiwillig im dialektischen Irrgarten zu verirren, der ihren Blick vor den simpelsten Erkenntnissen verschließt. Nun ja, „einen Artikel habe ich noch und werde ihn auch (sinnlos, ich weiß, aber was soll’s!) noch in die Erkenntnis bildende Schlacht werfen. Und danach … nun, schauen wir mal, aber die Zeichen stehen doch recht eindeutig auf Umverlagerung meines Engagements.

      kopf oben behalten und nerven beieinander! es sind wirklich hektische zeiten…

      Dem ist zweifelsohne vollumfänglich beizupflichten – weshalb ich denselben guten Rat zusammen mit meinen besten Wünschen und Grüßen – auch unbedingt und sehr gerne an Dich (und jede/n, der die Zeichen an der Wand ebenfalls zu deuten versteht) zurückgeben möchte!

      Bis demnächst – so hoffe ich wenigstens
      „Bulldogge Adalbert“ =O)

  2. Jan says:

    Hallo Werter Bulldoggerich,

    wie ich eben entdeckte, habe ich doch noch keinen Senf hier zurück gelassen. Nun, im moment bin auch ich sehr beschäftigt, weshalb ich auch nicht alles schaffe.
    Der Artikel ist wie die anderen. Eben sehr gut und deshalb bekommen Sie auch nicht viel Senf. Ich hoffe jedoch das Sie irgendwann wieder die Kraft haben werden so richtig weiter zu meckern.

    Ich bin gerade mit dat Bärche und der Höhle beschäftigt. Der Herr Knut aus dem Gehege des Zoo’s hier ist ja nun eingeschlafen. Dafür ist dat Bärche aus dem Winterschlaf erwacht. Aus sicherer Entfernung habe ich mir das angeschaut. Man kann ja nie wissen, wie der sein schickes aussehen annimmt. Zu meinem erstaunen hat der nicht mal in den Spiegel an der Wand gesehen. Mit seinem doch etwas Farbenfrohes Fell und den leuchtend lila Krallen an den Tatzen ist er gleich raus zu einem Frühlingsspaziergang. Ich bin natürlich hinterher, ganz unauffällig. Und dann kam es zu einer seltsamen Begegnung. Dat Bärche traf eine Bulldogge mitten im Wald. Und plötzlich fing die Bulldogge an zu sprechen. Ich wusste bis dato garnicht das Bulldoggen sprechen können. Jedenfalls unterhielt sich dat Bärche mit der Bulldogge eine lange Zeit lang.
    Als dat Bärche zurück zur Höhle kam und mich sah, war er hoch erfreut und schwärmte von seinem neuen aussehen und die leuchtenden Krallen. Dann erzählte er mir von seiner Begnung mit der sprechenden Bulldogge. Ich kam ja aus dem staunen nicht mehr raus. Die Krönung aber ist: DER WILL IN EINEM BÄRENKNABENCHOR SINGEN!!!!! Das kann ja was werden mit seinem Gebrumme. Er hat davon geträumt und will es jetzt auch umsetzen. So, das wär’s für’s erste werter Bulldoggerich.

    Von ganzem Herzen wünschen dat Bärche und ich Ihnen samt Anhang ein erholsames Wochenende

    Jan

    • Adalbert Naumann says:

      Hallo werter Jan,

      leider hat es eine Weile gedauert, bis ich auf Ihre freundliche und – wie immer – ausgesprochen lebendige Wortmeldung antworten konnte … den Grund dafür werden Sie sicherlich erkennen, wenn Sie sich mein „jüngstes“ (gegebenenfalls auch „vorletztes“) Werk antun (nicht nur, aber auch und ganz besonders Ihnen zuliebe habe ich auch eine PDF-Version angefertigt!).

      Freut mich natürlich, dass dat Bärsche – und im weiteren Verlauf auch Sie – das Erwachen ohne bleibende Schäden überstanden hat. Anscheinend hat die von Ihnen gewählte „farbenfrohe Gestaltung“ seines äußeren Erscheinungsbildes ja sein Wohlwollen gefunden und sogar schon zu merkwürdigen neuen Bekanntschaften geführt. Daran sieht man aber wieder einmal, dass man Wesen wie Bulldoggen, Bärsches und Primaten (= Äffscher) nicht von einer typisch menschlich arroganten Warte aus betrachten sollte. Könnte mir vorstellen, dass da noch ganz andere Überraschungen einer längst überfälligen Entdeckung harren 😉

      Und deshalb auch meine „tierische“ Frage, was denn dagegen spricht, dass dat Bärsche seinem Wunschtraum folgen und in einem „Bärschesknabenchor“ singen könnte? Wo ein Wille, da auch ein Gebüsch … ähhh … ich meine natürlich ein Weg! Richten Sie dem brummenden Farbtupfer meine besten Grüße aus und auch meine ebensolchen Wünsche für eine erfolgreiche und erfüllende Umsetzung seines Traums.

      Ihnen selbst „überlasse“ ich selbstredend auch meine herzlichsten Grüße (anhängender Weise kommt da auch noch was mit 😉 ) und wünsche Ihnen (trotz des neuerlichen Bewerfens mit meinen Gedanken) eine schöne Restwoche

      Adalbert aka Bulldoggerich

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