Lohnt sich das Anschreiben gegen Windmühlenflügel wirklich noch?

Mit den letzten, auf diesem Blog veröffentlichten Artikeln habe ich mein hauptsächliches „Sendungsbewusstsein“ meiner ureigenen Einschätzung zufolge weitestgehend befriedigt. Den Weg hin zu dieser „verzweifelten Anstrengung“ und der angedeuteten (aber wohl immer noch nicht unwiderruflich endgültigen) Einschätzung kann der und die geneigte Leser/in in den vorausgegangenen Beiträgen nachvollziehen. Um dies einfacher und übersichtlicher zu gestalten, werde ich bis Ende nächsten oder Anfang übernächsten Monats eine Artikelliste mit Kurzbeschreibungen bereitstellen.

Um dem Ganzen aber auch für den „Extremfall eines Totalausstiegs“ eine zusätzliche Erläuterung hinzuzufügen, möchte ich mit diesem Artikel eine Begründung für die im Titel aufgezeigte Feststellung formulieren.Vorausschicken möchte ich dem Ganzen jedoch den Hinweis, dass ich am Sonntag jene „geringfügig ergänzte“ Zusammenfassung fertiggestellt und in der betreffenden Anmerkung des letzten Artikels zum Lesen und Herunterladen verfügbar gemacht habe. Für den direkteren und schnelleren Zugriff für Interessierte biete ich „das Gesamtwerk“ Babylonische Verwirrung auch hier nochmals an.

Nun aber zum eigentlichen Zweck dieses Artikels …

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Es kann zwar jederzeit geschehen, dass ich mich durch die eine oder andere Begebenheit so sehr herausgefordert fühle, dass ich unbedingt meine Meinung dazu verkünden zu müssen glauben könnte, aber grundsätzlich tendiere ich doch dazu, mich weitestmöglich aus den abstrusen Internet-Diskussionen zurückzuziehen. Immer wieder zu wiederholen, was man in der einen oder anderen Hinsicht schon oft genug geschrieben hat … weil es universal gültig ist, aber von sehr wenigen verstanden oder beherzigt wird …, ist auf Dauer unsäglich ermüdend und für den „einsamen Rufer in der Wüste“ auch fortschreitend frustrierend. Da sich auch kaum bis gar keine reelle Kontakte ergeben, die dem Streben nach „erweckender Gegenöffentlichkeit“ einen tieferen Sinn und zumindest für die dergestalt vereinten Individuen auch einen reellen Nutzwert (außerhalb der materialistischen Werteskala) verleihen können, sehe ich mein Vorhaben als weitestgehend gescheitert … aber im Sinne meiner Grundintentionen auch als „nach besten Kräften erfüllt“ an. Was andere aus und mit dem machen (oder auch nicht), was ich an Denkanstößen zur Verfügung stellte, liegt außerhalb meiner Beeinflussungsmöglichkeiten.

Aber … warum empfinde ich letztendlich doch so und kann mich nicht weiterhin mit an mich selbst gerichteten Durchhalteparolen „zwangsstimulieren“? Das möchte ich Ihnen anhand einiger (nicht) repräsentativ ausgewählter Beispiele demonstrieren.

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„Deutschland“ … Du und Deine „Bürger/innen“ … (angeblich gehören – es sind jeweils beide Geschlechter gemeint – Politiker, Wirtschaftsführer, Banker, Verbandsfunktionäre, „Experten“ aller Schattierungen, Gewerkschafter etc. p. p., die hierzulande tätig sind, auch dazu???)

Wie ich schon mehrfach anzumahnen versucht hatte, ist der Zustand unserer Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht ausschließlich der „machiavellistischen Selbstbedienungsmanier“ der obersten Funktionäre unseres sogenannten und höchst fragwürdigen Staats- und Gemeinwesens zuzuschreiben. Deshalb ist es zwar nicht unbedingt müßig, die jeweiligen Spitzenleistungen von Vertretern dieser Führungsriegen anzuprangern, aber man sollte (auch jeder von eben diesen!) dem zunächst doch grundsätzlich den ungeliebten Blick in den Spiegel vorausschicken!

Da ich mich in Bezug auf diese Darstellung im wahrsten Sinne des Wortes bereits reichlich verausgabt habe, schicke ich stellvertretend einige Kollegen ins Rennen, um diese, meine Ansicht zu untermauern … den einen oder anderen Kommentar werden ich aber nicht unterdrücken (können). Sofern solche zugelassen sind, ist es generell erwünscht und ratsam, auch die abgegebenen Kommentare zu den jeweiligen Artikeln zu lesen – nicht immer, aber doch relativ häufig kann das zusätzlich erhellend wirken. Der Schwerpunkt der zunächst von mir angeführten Beiträge bezieht sich auf die letzten Landtagswahlen. Grundlegende Gedanken (auch das habe ich schon des Öfteren vorgeschlagen und sogar gefordert) machen sollte man sich dabei über die abstruse Selbsttäuschung, wir würden in einer „parlamentarischen Demokratie“ leben … allerdings sollte man es nicht beim „darüber nachdenken“ belassen, sondern sein Grübeln auch fortsetzen, um adäquate Mittel und Wege für das Abstellen eines erkannten und sich tagtäglich aufs Neue bestätigenden, unhaltbaren Zustands zu finden …

Es gibt nachweislich viel zu wenig Menschen, die bereit sind, „öffentlich“ zu thematisieren, was die wahren Probleme sind und welche Wege zu beschreiten wären, um sie durch jene Art von Gemeinschaft zu lösen, die keineswegs im Widerspruch zur Individualität stehen muss, sondern – ganz im Gegenteil – durch den konstruktiven Einsatz von individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten Chancen bietet, die alle Ideologien und Philosophien der Welt bislang vergeblich zu eröffnen trachteten. Zum Glück gibt es immer mal wieder ermutigende Ausnahmen zu dieser ansonsten furchtbar frustrierenden Regel … eine solche habe ich vor kurzem bei SaarBreaker gefunden. Der Artikel Es muss etwas geschehen wurde von Arno Hirsch verfasst. Besonders die Alternativen, auf welche der Autor hinweist, sollte man sich mal ganz nüchtern und dennoch menschlich durch den Kopf gehen lassen!

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Aber kommen wir damit zu weniger spezifischen Gedanken, von denen sich andere Menschen umgetrieben fühlen.

Roberto J. De Lapuente [ad sinistram]Die Linke scheitert an der Konkretion (08.04.11) … auch wenn die Überschrift zweifelsohne einen der verantwortlichen Gründe korrekt aufgreift, sind es doch substantiellere Probleme, die den „linken Durchbruch“ bei den letzten Landtagswahlen verhindert haben. Abgesehen davon, versteht sich, dass es natürlich nicht ausreichend genannt werden kann, wenn man die „soziale Frage“ in seinem Parteiprogramm aufführt. Überall dort, wo sie der Wähler mit Regierungsverantwortung gesegnet hat, ziehen sie artig mit am Strang der marktradikalen Heilslehre. Nur aus der Position der Oppositionspartei können die Vertreter dieser politischen „Mischfraktion“ (deren heftigste Kämpfe nach wie vor „innerparteilicher Natur“ sind und vornehmlich im Sinne einer „Ost-West-Trennung“ ablaufen!) geharnischte und konkrete Forderungen formulieren … aber das kennen wir ja auch von den Grünen zur Genüge. Heute spricht bei diesen – zumindest unter jenen in verantwortlicher Position – niemand mehr von „sozialer Verantwortung“ und meint damit, dass allen Menschen das gleiche Recht an Teilhabe „am demokratischen Staatswesen“, und erst recht nicht an solchen Segnungen, die Geld kosten könnten, zugebilligt werden sollte.

Sicher nicht allein für „linke Argumentationen“ verbreitende Mitmenschen und jene Personen, die damit „im Glanze ihrer vermeintlichen Vorkämpfer und –Denker“ aus dem Einheitsbrei bundesdeutscher Berufspolitiker hervorgehoben werden sollen, möchte ich eine musikalische „Abrechnung“ mit den (ich hasse das Wort, aber es passt einfach) „pseudo-nonkonformistischen Gutmenschen“ empfehlen, die meine Kollegin „Paulinchen“ am Sonntag eingestellt hat … Erschlossenes Land. Ganz besonders die letzte Strophe des Textes möchte ich jenen Menschen ans Herz legen, die sich bei der Kritik am System auch heute noch auf Weisheiten stützen, die größtenteils schon nichts mehr (nie etwas?) wert (gewesen) waren, als sie im Original vom Stapel gelassen wurden.

Offenkundig von ganz ähnlichen Gedanken wie meine Wenigkeit umgetrieben, hat Gert Flegelskamp sich Gedanken darüber gemacht, ob es nicht Sinn machen und Erfolg versprechen würde, eigens eine neue Partei zu gründen und ihr den aussagekräftigen Namen Die Dummen Deutschen zu geben!? Der Schwerpunkt liegt unzweifelhaft auf den Ergebnissen der bedeutsameren Landtagswahl in Baden-Württemberg – und auch wenn die oben angesprochene Überlegung hinsichtlich der Parteigründung ebenso wenig ernst gemeint war, wie sein ebenfalls angeklungener Gedanke ans Aufgeben in Sachen Anschreiben gegen Dummheit und konzertierten Wahnsinn, sind die zusammengestellten Gedanken nicht nur lesenswert, sondern – abgesehen von einigen Nuancen, die stets dem individuellen Blickwinkel geschuldet sind – auch durchaus richtig.

Eine „nette“ Meinung (unter anderem) zum „grünen Höhenflug“ hat auch der Kollege Moltaweto vom AmSeL-Gedanken abgeliefert und zusammen mit einer externen Information der Plattform Cluster Vision unter dem Titel Was haben Fukushima und die Politik der BRD gemein? Ein kleiner Tipp – grün. Dem dort Geschriebenen, das gerade auch in Bezug auf das Kernproblem „Mittelschicht“ berechtigter Weise auf einer Linie mit dem Artikel von ad sinistram liegt, könnte ich sicher noch so manches hinzufügen, doch das habe ich im Rahmen meiner vorausgegangenen Artikel buchstäblich bis zum Abwinken getan und soll hier weder wiederholt werden noch eine Fortsetzung finden.

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Ganz kurz … zu den funktionalen Leistungsträgern selbst …

… hat erneut Gert Flegelskamp unter dem Titel Was so passiert quasi einen repräsentativen Querschnitt zur allgemeinen Nachrichtenlage verfasst, der durchaus erkennen lässt, wie man die Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit dieser Damen und Herren einschätzen muss.

Der kurzen Rundreise des Kollegen möchte ich nichts mehr hinzufügen, da es jede und jeder „Bürger/in“ selbst begreifen sollte, wie übel man ihr/ihm mitspielt und wie feige und armselig das eigene Verhalten den ausführenden Institutionen gegenüber ist.

Auch zur Finanz- oder treffender (Schuld-) Geldpolitik mag ich schon lange nichts mehr schreiben. Es ist jedoch immer wieder „faszinierend“, wie die „Euro-Krise“ bemüht wird, um eine Dysfunktion des Geld-Systems bloßzustellen, die auf dem Gebiet der „Staatsverschuldung“ schon seit gut vier Jahrhunderten bekannt sein und, ergänzt um die „Kriegsfolge-Verschuldung“, seit knapp hundert Jahren als umfassend erwiesen gelten sollte? Der verpönte Begriff der „Zinsknechtschaft“, der nichtsdestotrotz den Finger in die weit klaffende, eitrige Wunde des durch die unhaltbaren Theorien der Wirtschaftswissenschaften begründeten Mythos vom „Geldwert“ legte, sollte das zweifelsfrei belegen.

Trotzdem geht es weiter … aktuell mit Portugal, aber drankommen wird jede Nation, sogar die EU- und Welt-Melkkuh Nummer eins Namens BRD (das ist dann aber endgültig das Ende der Fahnenstange, denn dann ist definitiv niemand mehr da, der für die Schuldner und Gläubiger geradestehen kann!). Es wird zwar immer mal wieder an- und ausgesprochen, dass wir damit nur die Gläubiger mästen, die ihrerseits für sämtliche Krisen (einschließlich der Klimahysterie und anderen pseudowissenschaftlich untermauerten Sachzwängen!) sorgen, um den „Staaten“ und Steuerzahlern der Eurozone auch noch den letzten Cent aus der Tasche zu ziehen und ihre eigene Kontrolle weiter auszubauen, aber an der Diskussions- und Interpretationswut ändert das eher nichts.

Abgesehen davon, dass die „EU-Finanzpolitik“, geradeso wie der gesamte Quatsch vom angeblichen Sinn, Zweck und Nutzen eines „Vereinigten Europas“, niemals den so gerne in den Vordergrund geschobenen „Völkern“, sondern stets den tatsächlichen Nutznießern und ihren gedungenen Marionetten nutzte, nimmt das sukzessive immer unerträglichere Formen an. Das wiederholte und verstärkte Sinnen auf eigene Steuern für die nicht demokratisch legitimierte Staatssimulation namens EU, von denen die Deutschen, die in Sachen Steuer- und Abgabenbelastung (ganz im Gegensatz zum Reallohn) schon seit einigen Jahrzehnten am nachhaltigsten gemolken werden, fraglos am stärksten betroffen sein würden, geistert durch die Medien. Weniger offen wird hingegen über längst wirksame Instrumente gesprochen, die ihrerseits zu einem systematischen Ausbluten der Völker benutzt werden.

Aber warum soll ich mich darüber noch aufregen, wo es sich doch immer wieder erweist, dass der Spruch, dass jedes Volk die Regierung erhält, die es verdient, unbestreitbar einen enormen Wahrheitsgehalt besitzt?

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Naher Osten / Israel-Palästina / „Arabische Revolutionen“ versus „westliche Wertegemeinschaft“

Am Beispiel des – einerseits größtenteils hervorragenden und zutreffende Fakten liefernden – Artikels von Dr. Ludwig Watzal … Westliche Geopolitik versus arabische Revolutionen … lässt sich andererseits sehr prägnant festmachen, woran es bei der Interpretation und Einordnung des aktuellen Weltgeschehens aus nachvollziehbaren, aber inakzeptablen Gründen immer mehr mangelt. Um es auf den kürzest möglichen Punkt zu beschränken: es wird immer rund um den Begriff Demokratie herum argumentiert und dabei geflissentlich vergessen, oder vielleicht auch übersehen, sich der Tatsache zu stellen, dass dieser Begriff (wie übrigens – faktisch betrachtet – auch jeder andere, der für eine Herrschafts-/“Gesellschaftsform“ verwendet wird!) immer nur eine andere Umschreibung für eine Norm der Machtherrschaft einiger Weniger über die Masse gewesen ist. Und ihren endgültigen Siegeszug beim angeblich den Frieden, die Gerechtigkeit und nicht zuletzt die „Gleichheit aller Menschen“ fördernden Triumph über den einzigen, als solchen herausgestellten Gegenpol (selbstverständlich NS-Deutschland) angetreten hat. Wie fragwürdig das allein bereits ist – vor allem mit Blick auf die Ausdehnung jeglicher damit verbundenen Argumentation auf Gegenwart und Zukunft, hatte ich in meinen letzten Artikeln aufzuzeigen versucht, die ich mittlerweile, wie eingangs vermerkt, als „Komplett-PDF“ bereitgestellt habe.

Nebenbei bemerken möchte ich noch, dass man einerseits nicht immer wieder vom „US-amerikanischen Imperialismus“ schreiben und andererseits das Werk „Die Israel-Lobby“ vom Autoren-Duo Mearsheimer/Walt auch nicht ständig als „ultimative Referenz“ verwenden sollte, da es bei der Beschreibung und Einschätzung des tatsächlichen Einflusses der „Zionisten“ in den USA entschieden zu kurz greift und praktisch ignoriert, dass es seit gut hundert Jahren keine nicht maßgeblich von den zionistischen Interessen bestimmte US-amerikanische „(Außen)Politik“ mehr gibt!

Zur Ergänzung dieses Teils meiner Meinungsäußerung seien hier exemplarisch noch drei weitere Artikel genannt, die man im Zusammenhang mit Israel/Palästina (Stichwort „Goldstone-Report“ und das angebliche Zurückrudern des verantwortlichen südafrikanischen Richters!) beachten und objektiv kritisch beurteilen sollte. Dass Uri Avnery auch diesmal nicht ohne den obligatorischen Querverweis zu „Hitler“ (= „Nazi“-Deutschland) auskommt, sollte man als Bestätigung für meine oben gemachte Aussage, aber auch für die grundsätzlichere Behandlung der Thematik in meiner Artikel-Trilogie ansehen können (er hat sich aber meiner Ansicht nach auch in Sachen Libyen ganz ordentlich vergaloppiert!).

Uri AvneryDas Gold und der Stein (via Palästina-Portal, Übersetzung Ellen Rohlfs)

Ilan Pappe [Electronic Intifada]Goldstones schändliche 180-Grad-Wendung (via Palästina-Portal, Übersetzung Ellen Rohlfs und Einar Schlereth)

Abraham Melzer [Leserbrief an die FAZ vom 04.04.11) … Goldstone korrigiert sich? (via Palästina-Portal)

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Das Thema „Libyen“ kann und muss man aber auch aus einer anderen Perspektive betrachten – zum Beispiel der, inwiefern das, was man über die nationale Situation im nordafrikanischen Staat über die Medien erfährt, tatsächlich den Auslösern und Hintergründen von Bürgerkrieg und NATO-Intervention entspricht? Wie auch schon in Ägypten und Tunesien – beide „Revolutionen“ wurden von dem neutralen Beobachter in der Regel ja positiv eingeschätzt (von mir hingegen eher nicht!) – sollte man die Erfahrung nicht verleugnen, die man aus der Vergangenheit bezüglich des „Einfallsreichtums“ der am nachhaltigsten von Umbrüchen, Kriegen und anderen „historischen Ereignissen“ profitierenden Kreise gewinnen musste. Gerade in Libyen kommt es mir mittlerweile so vor, als würden wir nur Nebelkerzen vorgesetzt bekommen, zwar von allen Beteiligten, aber doch überwiegend von den Berichterstattern und „Entscheidern“ der westlichen Wertegemeinschaft.

Eingehender möchte ich mich aber nicht mehr damit befassen. Alternativ biete ich Ihnen hier einen aus zwei Artikeln bestehenden „pazifistischen Denkansatz“ aus der Feder von Roland Rottenfußer („Hinter den Schlagzeilen“) an, der sich mit dem argumentativen Dilemma für Kriegsbefürworter und Kriegsgegner beschäftigt. Ich denke zwar, dass der Autor glaubwürdig für seine Sicht der Dinge eintritt, allerdings das Auftreten des fast immer und überall anzutreffenden Defizits der zu kurz (sowohl „zeitlich“ als auch historisch) greifenden Argumentation nicht vermeiden kann. Aber lesen und entscheiden Sie selbst … Libyen aus pazifistischer Sicht Teil 1, 07.04.11 – Teil 2, 08.04.11.

Werfen wir abschließend noch einen Blick auf Spekulationen, die sich etwas konkreter auf die augenblicklichen Ereignisse in Libyen beziehen und zumindest ernstzunehmende Alternativen für eine korrekte Einschätzung der besonderen Art von „Befreiungskampf“ und „humanitärer Intervention“ bieten. Eine solche Sichtweise eröffnete einerseits der Artikel von John Pilger (Antikrieg.com) David Camerons Begabung Krieg und Rassismus für die Anderen und uns … der (unbekannter und ungewollter Weise) wahrlich hervorragend mit meiner Grundmeinung bezüglich der Weltpolitik korrespondiert.

Als letzte alternative Meinung möchte ich auf der anderen Seite noch zwei Artikel von Euro-med.dk empfehlen … Theater nach Arabischen „Revolutionen“ I: Muslimbruderschaft mit alten Militärdiktaturen verbündet. „Krieg gegen Terror“ im Bündnis mit Al Qaida … und Teil II: EU-Mitglieder-Proteste, Steuergelder-Verschwendung, EU-Kriegsandrohungen gegen „geschlossene Gesellschaften“ … wobei ich schon anmerken muss und möchte, dass man den Islam nicht verallgemeinernd für die Politik des Westens verantwortlich machen sollte (= kann, auch wenn die Argumente teilweise zutreffen, da die „islamischen Führer“ die sich daraus ergebenden Möglichkeiten natürlich gerne zur eigenen Machtexpansion – z. B. Herr Erdogan – ausnutzen) und noch weniger vergessen sollte, dass auch die „Überfremdung Europas“ sowie der Konflikt zwischen Christen und Moslems ein seit über hundert Jahren geplantes und entsprechend genutztes Instrument der Internationalisten ist. – Auf jeden Fall stellen jedoch beide Artikel die Scheinheiligkeit der EU bloß und sollten dazu beitragen, wahrlich etwas umsichtiger bei der Beurteilung von Hintergründen und Erfolgen der „arabischen Revolutionen“ vorzugehen.

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Hier ziehe ich nun aber wirklich und (paradox, ich weiß, aber so ist es derzeit nun mal) vorläufig endgültig einen Schlussstrich. Ich denke, dass auch die wenigen kommentierten Leseempfehlungen deutlich machen sollten, warum ich mich an derartig und ähnlich verlaufenden Diskussionen über das und Kommentierungen von dem Weltgeschehen auf dem derzeit vorherrschenden Niveau nicht mehr beteiligen möchte. Es gäbe sehr viel sinnvollere Denk- und Argumentationsansätze, aber die sind halt nicht so problemlos artikulierbar und bedenkenlos auszuschlachten? Nun gut, was soll’s – genug gemeckert.

Schauen wir mal, wie es nächste Woche ausschaut. Wie eingangs bereits eingeräumt: Vielleicht wartet – sozusagen hinter der nächsten Ecke – schon wieder ein Thema, welches diesen Entschluss erneut in Rauch aufgehen und mich wider alle guten Vorsätze doch wieder in die Tasten hauen lassen wird …  😉

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15 Responses to Lohnt sich das Anschreiben gegen Windmühlenflügel wirklich noch?

  1. Lieber Adalbert ,
    deine Beweggründe kann ich schon nachvollziehen und deine „Entscheidungen“wie immer sie auch ausfallen mögen,muss man Respektieren.
    In allen Gesellschaften auf diesem Globus sind die Norm der Machtherrschaft einiger Weniger über die Masse schon immer vorhanden gewesen.
    Allerdings ist es noch nie so deutlich und erkennbar wie heute zum Ausdruck gekommen.
    Nur die Methode hat sich geändert,sowie die Einstellung zu diesen Dingen.
    Früher argumentierte und rechtfertigte man Kriege unter dem Deckmäntelchen des Patriotismus,heute ist es der Terrorismus.Aber das weist du ja schon alles 🙂
    Ich selbst kann nur sagen und auch immer wieder feststellen, dass die Artikel die du immer wieder verfasst, sehr von Nutzen für die Menschen sind. Auch wenn sich „scheinbar“ an den Gegebenheiten nichts ändert, sind doch gewaltige Änderungen in Deutschland,Europa und Weltweit im Gange.
    Um aber etwas neues Zukunft-trächtiges zu gestalten, muss sich das alte erst selbst zerstören,denn so ein auf Sand gebautes Kartenhaus und nicht legitimes Gebilde namen EU kann und wird niemals Bestand haben können,dass weiß jeder klar denkende Mensch.
    Mein persönlicher Tip oder Ratschlag an dich,fasse alle deine jemals geschriebenen Artikel zusammen
    und mache daraus ein richtiges Buch. Ich bin zu 100% sicher das es ein Bestseller wird. Und ich bin der erste der es kaufen wird 🙂
    Du bist wirklich ein begnadeter Schreiber deine Sicht und Ausdrucksweise, sowie deine Logik für die Dinge im ganzen drücken sich nicht nur in deinem Schreibstil aus, sondern als Mensch im ganzen.
    Das „Paradoxe“ im Leben eines einzelnen Menschen sowie der ganzen Menschheit, ist das Leben selbst. Bis dann lieber Adalbert und schöne Grüße aus Köln Ewald Böhmer.

    • Adalbert Naumann says:

      Hallo und vielen Dank für Deinen Kommentar, lieber Ewald …

      beginnen muss ich allerdings mit einer Entschuldigung, da Deine Kommentare aus unerfindlichen Gründen zunächst im Spam-Filter hängen geblieben waren?!? Na ja, was soll’s – Schaden behoben und Normalbetrieb wiederhergestellt.

      Was Du schreibst, ist alles richtig – insbesondere das zur unzweifelhaft erkennbaren „Evolution des Irrsinns namens „Macht versus Ohnmacht“. Und darüber, dass sich die Menschen sehenden Auges und wider besseres Wissen selbst zu Sklaven der „Herrschenden“ erklären, ist schon vor über 450 Jahren „fast alles geschrieben“ worden … les mal beim AmSeL-Gedanken im dort aktuell veröffentlichten Artikel nach, was dort im Anschluss an die externe Info zum jüngsten Akt von „staatlicher“ Willkür à la BRD zu finden ist. -> http://moltaweto.wordpress.com/2011/04/14/externe-info-%E2%80%93-%E2%80%9Estaatliche%E2%80%9C-willkur-gegen-unbequeme-%E2%80%9Estaatsburger%E2%80%9C-sklaven/ … aber wie Du schon ganz richtig bemerkt hast, das wissen WIR ja alles schon (mehr oder weniger) 😉

      Und ja … auch wenn man an der Oberfläche nur sehr wenig davon mitbekommen mag, es ist tatsächlich so einiges „im Enstehen“ begriffen, was den schon „mit bloßem Auge feststellbaren“ Systemzerfall noch beschleunigen könnte, aber da sehe ich insofern doch etwas „schwärzer“, als uns die Geschichte lehrt, dass derart umfassende Umbrüche (also reelle Veränderung – nicht so etwas, wie die sogenannte „friedliche Revolution“ 1989 …) niemals als Selbstläufer und gewaltfrei über die Bühne gegangen sind. Doch man muss das wahrscheinlich fatalistisch betrachten und sich denken, dass es kommen wird, wie es unweigerlich kommen muss. Halten wir es so und sagen uns: „Lehnt Euch zurück und genießt die Show, denn Ihr habt die allerbesten Chancen, diesmal wirklich und wahrhaftig in der ersten Reihe sitzen und alles hautnah miterleben zu dürfen!“ …

      Herzlichen Dank auch für die Formulierung Deiner hohen Meinung von meiner Arbeit … hört man ja irgendwie gerne, auch wenn man es selbst als mit beiden Beinen „am Boden klebender“ Mensch letztlich anders beurteilt. Den Vorschlag an sich – also jenen, meine Artikel mal zusammenzufassen (und eventuell um all das „Noch-nicht-ausgesprochene“ zu ergänzen) – werde ich aber trotzdem ernsthaft prüfen. Sollte ich dabei zu einem positiven Ergebnis gelangen, kann ich Dir jetzt schon mal versprechen, dass ich Dich beim Wort nehmen und als ersten mit dem zweifelsohne dabei herauskommenden Wälzer „heimsuchen“ werde 😀

      Aber nun Scherz und Frust beiseite … nochmals vielen Dank und ich gehe zuversichtlich davon aus, dass man wieder voneinander hören wird!

      Schöne Grüße aus dem „Hessen- ins Rheinland“
      Adalbert

  2. Ein Beispiel:
    http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2011/04/13/volkermord-schulden/
    So ein irrer Betrug kann in Europa und Weltweit niemals bestand haben!
    Wenn es auch nicht möglich ist als einzelner auf solche perversen Machenschaften zu reagieren oder zu agieren, so ist eines ganz sicher, dieses System zerstört sich selbst.
    Wer das Spiel Monopoly kennt weiß von was ich Rede 🙂

  3. multiman says:

    Ich verstehe Dich voll und ganz!

    „Wenn Ihr Eure Augen nicht braucht um zu sehen, werdet Ihr Sie brauchen um zu weinen!“
    Jean Paul Sartre

    In unserer Gesellschaft laufen selbst Halbblinde nachts mit Designer-Sonnenbrillen durch ihre Welt.
    Hauptsache im Trend und politisch korrekt. Wer etwas Licht in’s Dunkel bringen will, ist unerwünscht und wird in’s Abseits gestellt.
    Anscheinend muß es den Menschen erst noch viel schlechter gehen, daß sie ihre Augen nutzen; aber dann kann es sogar zu spät sein, selbst nur kleine Zweckgemeinschaften zu bilden!?

    Leider kann ich Dir jetzt auch keine andere Aufmunterung anbieten als die, daß wir die Hoffnung auf einen Ruck oder ein Erwachen bewahren sollten. Mit Deiner tollen Arbeit hast Du mir jedenfalls auch Kraft und Zuversicht gegeben. Deswegen hoffe ich, auch in Zukunft etwas von Dir zu hören/ lesen!!!
    Vielleicht kriegen wir die Kurve ja doch noch!?

    Liebe Grüße
    multiman

    • Adalbert Naumann says:

      Hallo und vielen Dank für den Kommentar, multi-man!

      Auch als „realitätsgeschädigter Pessimist“ (ich weiß natürlich, dass „Realität“ rein subjektiv ist, aber das macht ja nix 😉 ) bin ich für gewisse optimistische Gedankengänge auch nicht völlig unzugänglich und möchte mich in Bezug auf den Ausgang „des Spiels“ auch keinesfalls festlegen. Dennoch ist es frustrierend, dass die Menschheit lieber in Ignoranz und selbst gewählter Unterwürfigkeit vor sich hin vegetiert, anstatt dem Widersinn der getürkten Weltgeschichte endlich sein verdientes Ende zu bereiten. Ansonsten – siehe die anderen Kommentare und meine Erwiderungen darauf.

      Im Übrigen ist Zuspruch gleich, welcher Form, durchaus eine Art von „Trost“, an der sich „sinnkriselnde Freizeitphilosophen“ wie meinereiner aufzurichten vermögen.

      Deshalb nochmals danke … und mal schauen, da man niemals nie sagen sollte, lasse ich die Dinge nun erstmal auf mich zukommen, aber so wie ich die Welt sehe und mich kenne, wird das Schweigen in der Meckerecke wohl eher von vorübergehender Dauer sein.

      Lieben Gruß retour
      Adalbert

  4. hans-im-glueck says:

    Lieber Adalbert,
    du bist nicht der Einzige, der zunehmend von der Trägheit der Masse frustriert ist. Der Trend geht um unter den „Aufweckern“, die sich täglich die Finger wund schreiben, um Menschen zum Nachdenken zu bewegen.
    Das tröstet nicht? Soll es auch nicht.
    Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich Gedanken zu machen und auszudiskutieren, wie es denn besser gehen kann, d.h. welche Grundsätze wie in welcher Reihenfolge umgesetzt werden müssen, damit es endlich mal vernünftig voran geht. Denn wie immer wird der Teufel im Detail stecken…
    Keine lohnende Aufgabe? 😉

    • Adalbert Naumann says:

      Hallo Hans – auch Dir herzlichen Dank für den Input!

      Deine Feststellung ist vollkommen zutreffend … allerdings habe ich den Artikel nicht geschrieben, um Trost zu finden, sondern um mein System zu reinigen, das nicht zuletzt durch „nicht wahr gewordene Hoffnungen hinsichtlich eines konstruktiven Miteinanders gegen den Schwach- und Wahnsinn unserer Zeit/Gesellschaft“ immer nachhaltiger überlastet wurde (wird).

      Die Idee, sich Gedanken zu machen und auszudiskutieren, wie man dieses Unterfangen besser und zielführender angehen könnte, um irgendwann endlich auch mal Wirkung zu erzielen, ist ja nicht neu. Doch wann immer wer auch immer sie aufgegriffen und versucht hat, sie zum „Gebot der Stunde“ zu erklären, ist es über anfängliche euphorische Momente nie hinaus gekommen. Das ist ein Problem, das man nicht außer Acht lassen darf, zumal ich persönlich zu der Ansicht neige, dass der „richtige Zeitpunkt“ eigentlich schon lange verpasst wurde. – Aber das nur als unvermeidliche Meinungsäußerung eines „leicht zu Pessimismus neigenden“ Normalsterblichen.

      Natürlich würde es mich nach wie vor reizen, in dieser Hinsicht etwas auf die Beine zu stellen … da auch Ewald richtigerweise auf die unbestreitbar vor sich gehenden Veränderungen unterhalb der heftig schäumenden Oberfläche hingewiesen hat, könnte man es so ausformulieren, dass man die eventuell dabei heraus springenden Erkenntnisse dann ja lediglich dieser Entwicklung anpassen müsste … aber bevor ich mich jetzt gleich wieder in einem der vielen unbeachtet verhallenden Monologe verliere, sage ich mal lieber, dass dies die Basis wäre, auf der ich mir eine (reelle) Zusammenarbeit kritischer und innovativer (weder ideologisch noch religiös fundamentalistischer) Geister durchaus vorstellen könnte. Falls sich dazu eine größere Anzahl von aktiven Menschen bereit erklären würde, könnte man so etwas ohne Frage als eine höchst lohnende Aufgabe bezeichnen … aber nur dann!

      In diesem Sinne, nochmals danke und beste Grüße
      Adalbert

  5. Pingback: Externe Info – „staatliche“ Willkür gegen unbequeme „Staatsbürger“ (Sklaven) « Der AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft

  6. bl says:

    Tiefpunkte gibt es immer wieder, vor allem dann, wenn man sich zu sehr auf „die Anderen“ konzentriert und eine Art Erwartungshaltung aufgebaut hat. Diese Erfahrung habe ich zigmal gemacht. Es kommt meiner Meinung überhaupt nicht auf Andere an, sondern nur auf sich selbst. Und aus der Entfaltung seiner Selbst kann man ein Beispiel sein für die, die es sehen wollen. Mehr – aber auch nicht weniger – kann man nicht bewirken.

    Außerdem denke ich, dass man die wirklich seltsamen bis scheußlichen Ereignisse der Welt von einem eher neutralen Standpunkt aus betrachten kann. Ich sitze hier im Warmen und schreibe diese Zeilen, während draußen ein wunderschöner Tag beginnt. Das ist meine Realität im Augenblick. Dann lese ich, was alles so passiert und wenn ich nicht aufpasse, werde ich mich davon beeinflussen lassen, obwohl meine Realität gerade jetzt eine ganz Andere ist.

    Das ist die Macht der Nachrichten und der Propaganda, was inzwischen das Gleiche ist. Sie suggeriert mir Dinge, die meine Frequenz verlangsamen – sozusagen. Immer schön in Angst und Schrecken verharren, damit dann die „Führer“ besser manipulieren können…

    Es gibt keinen anderen Weg, als sich in eine gewissermaßen glückliche Stimmung zu versetzen, wobei jeder selber entscheiden muss, was ihn glücklich macht. Und aus dieser hohen Frequenz heraus werden sich Synchronizitäten ergeben, die zu den gewünschten Ereignissen führen.

    Also, ich meine, der Spaß beginnt erst, wenn man so richtig ent-täuscht ist! -)

    • Adalbert Naumann says:

      Hallo bl,

      danke für die Denkanstöße. Es ist einiges dabei, was ich auch zu beherzigen versuche … aber das geht nicht immer einfach so, sondern man muss sich gelegentlich (mal mehr, mal weniger) dazu durchringen. Auch als Individuum, das die „meiste Zeit“ von sich behaupten kann, in sich selbst ruhend gefestigt zu sein. Fakt ist eben nun einmal auch, dass auch ein solches Individuum von der Resonanz abhängig ist … es existiert nicht im „luftleeren geistigen“ Raum allein. Aufgrund der bereits eingestandenen, besonderen Sichtweise meinerseits ist es deshalb schwierig, dauerhaft eine restlos unbeeinflusste und auf innerem Frieden beruhende Verfassung beizubehalten.

      In einem Punkt haben Sie jedoch unbestreitbar den Nagel auf den Kopf getroffen: man muss immer darum bemüht sein und bleiben, sich ein positives Energiefeld zu schaffen und zu versuchen, aus diesem heraus zu wirken. Dass es dafür unterschiedliche Möglichkeiten und Wege gibt, hatten wir bei verschiedenen Gelegenheiten ja bereits erörtert und ich werde jetzt eine Weile „Rückzug und Verzicht“ zu üben versuchen, um mich in dieser Hinsicht einerseits zu sammeln und neu auszurichten, sowie andererseits die für jedes positiv gedackte Form des Wirkens unabdingbare Energie zu sammeln.

      Schauen wir mal … bis dahin nochmals danke und beste Grüße
      Adalbert

  7. Francotirador says:

    Hallo Adalbert,

    ich habe deinen Blog erst jetzt gefunden und muss wirklich sagen, dass ich begeistert bin!

    Ich beschäftige mich schon viele Jahre beruflich und privat mit der Weltpolitik und der Geschichte unserer Welt und bin ebenfalls unzählige Male ent-täuscht worden. Das ging bis zu einem Punkt in meinem Leben, an dem ich wirklich depressiv ob des Wahnsinns auf unserem Planeten geworden bin und es hat wirklich gedauert, bis ich mich wieder aufgerafft hatte und beschlossen hatte, alles in meiner Macht stehende zu tun, diesen Irrsinn bekannter zu machen, die Leute aufzuklären und für eine bessere Welt zu streiten.

    Ich denke deshalb, dass ich deine Gedanken sehr gut nachvollziehen kann und kann nur hoffen bzw. wünschen, dass du den Entschluss fast, weiter zu schreiben, denn dein Blog und deine Erkenntnisse sind meiner Meinung nach ausgesprochen exzellent analysiert, tiefgehend recherchiert und literarisch hervorragend. Ebenfalls bin ich überrascht, dass sich dein Weltbild fast 1 zu 1 mit meinen bisherigen Erkentnissen deckt, was ich in dieser Tiefe so noch nirgendwo sonst lesen konnte!

    Es würde mich wirklich unheimlich freuen, wenn du weitermachst, ansonsten wollte ich mich schon mal jetzt für deine Mühe mit diesem Blog bedanken. Zwei kurze Gedanken noch zum Abschluss: Erstens kenne ich den Moment, an dem man glaubt, man werfe „Perlen vor die Säue“, wenn man versucht, den Menschen mal die Augen zu öffnen ohne sie zur Erkenntnis zu zwingen und trotzdem nur Unverständnis dafür erfährt. Aber nicht jeder ist zu jeder Zeit bereit, sein Weltbild so diametral zu wandeln. Das hat natürlich auch psychologische Gründe. Zweitens schreibst du ja nicht „nur“ für diejenigen, die im Moment deinen Blog lesen oder ihn erst vor Kurzem gefunden haben (so wie ich), sondern es können auch in Zukunft noch Leute „aufwachen“, möglicherweise mit exponentieller Entwicklung, wenn das Geldsystem und die darauf begründete Gesellschaft endgültig zusammenbricht, wer weiß?

    Jedenfalls hast du ab sofort mit meiner Wenigkeit einen Leser mehr, der sich freuen würde, weitere Artikel in Zukunft zu lesen.

    Grüße, Francotirador

    PS: Hoffe, mein informelles „Du“ ist als Anrede in Ordnung.

    • Adalbert Naumann says:

      Hallo Francotirador,

      auch Dir besten Dank für das Feedback und die Einblicke in Dein individuelles Ringen mit dem zu Wahrheit und Wirklichkeit erklärten Irrsinn unserer Welt und Gesellschaft. Es ist mir natürlich absolut bewusst, dass es noch mehr „von unserer Sorte“ gibt – es wäre nur wünschenswert, wenn sie sich etwas mehr aufeinander zubewegen, die distanzierte Anonymität des Internets überwinden und gemeinsam am Projekt einer geistig-emotionalen und zwischenmenschlichen „Weltverbesserung“ arbeiten würden. Als Einzelkämpfer kommt man immer wieder in Situationen, in denen alle erarbeitete Überzeugung und alles Wissen, sowohl um die reellen Fakten rund ums Weltgeschehen als auch die Stärken und Schwächen der eigenen Person, nur eine sehr bedingte Schutzfunktion gegenüber dem alltäglichen Wahnsinn darstellen. Tja … und wenn die „Schutzhülle“ zu dünn oder löchrig wird, dann kommt es eben zu solchen Gedanken und Empfindungen, wie sie mein obenstehender Artikel zum Ausdruck bringt.

      Ob ich deshalb wirklich die Reißleine ziehen und mich vollständig ausklinken werde, ist definitiv noch nicht entschieden. Fest steht nur (mehr oder weniger – i.e. kommt darauf an, was mir noch so alles an „Herausforderungen“ unterkommen wird 😉 ), dass ich nun erst einmal eine Weile Zurückhaltung üben und mich aufs Kraft- und Energiesammeln verlegen werde. Sollte ich mich das eine oder andere Mal zum „Aufmucken“ genötigt sehen, würde ich mich natürlich sehr freuen, wenn Du wieder vorbeischauen und ggf. auch „Deinen Senf“ dazugeben würdest.

      In diesem Sinne und fürs Erste nochmals vielen Dank und – so hoffe ich doch – man liest sich wieder!

      Grüße retour
      Adalbert

      Zum PS: ich denke, meine Antwort klärt alle etwaigen Fragen? 😀

  8. Pingback: Worum dreht es sich auf diesem Blog? « Ungebundenes deutsches Denken

  9. Karl Saitner says:

    Guten Morgen , bi !
    Um auf deinen Satz : Immer schön in Angst und Schrecken verharren…, einzugehen , meine ich :
    Gesetze interessieren mich nicht , wenn sie mich stören , breche ich sie . (alte Germanen oder
    Asterix ) .
    ICH LEBE SELBSTBESTIMMT .
    WER ? will mir anderes Erzählen oder mich zu etwas ZWINGEN ?

    WER ?

    Antwort :
    NUR DU SELBST

    Ich kann Dir die Leiter hinstellen , raufklettern mußt Du schon SELBST .

    Eins der schwersten Dinge des Lebens .

    Viel Glück beim überspringen des eigenen SCHATTENS .

    Wünscht Dir ein alter
    Weltumsegler , Lebenskünstler , Anarchist und Taoist .

    P. s

    Eugen Roth
    für Lebenskünstler

    Leib und Seele

    Ein Mensch mißachtet die Befehle
    Des bessern Ich , der zarten Seele –
    Bis die beschließt , gekränkt zu schwer :
    Mit dem verkehre ich nicht mehr .
    Sie lebt seitdem , verbockt und stumm ,
    Ganz teilnahmslos in ihm herum .

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