Babylonische Verwirrung (II) … die Philosophie der Reichsidee – und andere Ungereimtheiten

In Anlehnung an meine zuletzt veröffentlichten Beiträge muss ich mich heute doch noch einmal kurz zu Wort melden … wodurch mein vorübergehender Rückzug zunächst nur aufgeschoben wird. Es ist aber so, dass ich heute per Zufall nochmals über eine Seite gestolpert bin, auf die ich Anfang des letzten Jahres schon einmal aufmerksam wurde. – Davor hatte ich über mehrere Ecken aber auch schon eine umfangreiche Publikation aus dem Jahr 2007 zugeschickt bekommen, welche von denselben Autoren stammte.

Der Grund dafür, dass ich diesen Zufall nun in einen weiteren Artikel ummünzen zu müssen glaube, ist, dass mich die hinter der unten verlinkten Seite stehende „Philosophie“ seit dieser Zeit beschäftigt und beunruhigt. Ja, auch beunruhigt, da sie mir damals wie auch heute wieder vor Augen führte, dass ich mit meiner Meinung bezüglich der „deutschen/europäischen“ Frage und deren Bedeutung für die Weltgeschichte – zumindest wenn es nach den Definitionen der Vertreter diverser anderer Thesen geht – doch ziemlich zwischen die Fronten gerate. An und für sich wäre das kein Problem, da dies fraglos einen absolut normalen Begleiteffekt vom Ringen um einen individuellen Standpunkt repräsentiert. Was es dann aber leider doch problematisch werden lässt, ist der Umstand, dass sich „neue Philosophen“ finden und hochintellektuell, da philosophisch-wissenschaftlich, eine „neue“ Reichsidee propagieren, mit der sich auch ein „Sonderling wie ich“ bis zu einem gewissen Grad anfreunden könnte … wären da nicht die unvermeidlichen Haken, die jeder Form einer supranationalen Herrschaftsthese anhaften; auch einer solchen, die argumentativ vergleichsweise gut und plausibel begründet wird.

Die Frage, ob die „neuen Philosophen“ mit diesem Begriff wirklich etwas völlig anderes verbinden könnten, als das, was die allgemeine Info der Wikipedia dazu anbietet, liegt zweifelsohne im Auge des Betrachters und kann nur abschließend beurteilt werden, wenn man sich mit der explizit vertretenen Reichsidee eingehender befasst – eingehend bedeutet, dass man auch die unten auf der verlinkten Seite aufgeführten Dokumente einbezieht. Ich habe dies bereits getan und dabei die oben erwähnte Problematik aufgedeckt. Das kann und soll nicht heißen, dass ich die Idee an sich kategorisch ablehne – doch bevor ich das Für und Wider objektiv einschätzen kann, muss ich sie erst noch einmal in ihrer Gesamtheit durcharbeiten und dabei jenen Punkten besondere Aufmerksamkeit angedeihen lassen, die momentan teilweise störend wirken. Da ich jedoch mein Möglichstes zur Aufklärung und Befreiung der Menschen aus den Fesseln einer größtenteils selbst erwählten Sklaverei beizutragen versuchen möchte, weise ich hiermit darauf hin und ersuche jede/n Interessierte/n darum, sich die Sache selbst einmal anzusehen.

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Zuvor möchte ich jedoch noch einen zweiten Grund anführen, warum ich mich zum Schreiben dieses Artikels „genötigt“ sah. Er leitet sich aus einer Mail ab, die mir heute auf dem Umweg über den AmSeL-Gedanken zugegangen ist. Absender der Mail war ein guter alter Bekannter (Cluster Vision) und der nachfolgend zitierte Kommentar bezog sich auf einen heute erschienen Artikel, der sich seinerseits auf einen weiteren Artikel vom 06.06.2010 (identisch) stützt, in dem einige wichtige Aspekte aufgegriffen wurden, auf die im (nur sehr bedingt empfehlenswerten) Buch „Geheimpolitik“ von Dieter Rüggeberg hingewiesen wurde.

Aber lesen wir zuerst den besagten einleitenden Kommentar von Cluster Vision:

Der folgende Artikel präzisiert, nach mehr als 60 Jahren,  die völkerrechtliche Lage des Deutschen Reiches und seiner deutschen Staatsbürger, unsere Rechte und Möglichkeiten….


Die politischen Forderungen des Autors sind vor diesem Hintergrund schlüssig und gerecht. Ihre Erfüllung mittels völkerrechtlicher Verträge würde nicht nur dem deutschen Volk, sondern auch den Völkern Europas großen Nutzen bringen – denn ein freies und vertraglich befriedetes Deutschland muss in ihrem Interesse sein.

Das deutsche Volk ist mehrheitlich willens und fähig  zum Frieden mit allen anderen Völkern, das beweisen unter anderem die bürgerlichen Proteste gegen Kriege und gegen die Kriegsbeteiligung der Bundeswehr in aller Welt, speziell in Afghanistan und anderswo.

Soweit, so gut, schön und richtig … doch worauf beziehen sich die derart kommentierten Aussagen (siehe den verlinkten Artikel) und welche „politischen Forderungen“ erhebt der ursprüngliche Autor? – Nun, diese sehen so aus (Auszug aus dem empfohlenen Artikel):

  1. Beseitigung der Feindstaatenklausel der UN.
  2. Abschluss von Friedensverträgen mit allen 50 Feindstaaten des 2. Weltkrieges.
  3. Beseitigung des Besatzungsrechts, somit Abzug aller feindlichen Truppen aus Deutschland, einschließlich der Atombomben sowie der Gas- und Chemiewaffen.
  4. Erstellung einer deutschen Verfassung mit Volksbeteiligung.
  5. Einführung der Wahrheit in die Geschichtsschreibung und die politische Diskussion.

Mir ist nun nicht bekannt (und es geht meines Wissens auch aus dem Artikel nicht hervor), ob diese Aufzählung nach Meinung des Autors auch die Reihenfolge der Umsetzung der einzelnen Forderungen betrifft. Dass jede einzelne davon ihre Berechtigung hat, soll dabei nicht in Frage gestellt werden. Aber … Falls dem so sein sollte, dann wären die Forderungen alles andere als „schlüssig“, da sie die wesentlichste und zuallererst zu bedenkende Tatsache sträflich ignorieren, ohne welche die zweifelsohne berechtigten Forderungen des deutschen Volks (nach derzeitigem Stand der Dinge) unmöglich in völkerrechtlich einwandfreier und auch die anderen „Vertragspartner“ auf die vom Völkerrecht nun einmal vorgegebenen Rechtsnormen verpflichtender Weise gestellt werden können.

Und damit hätten wir schon wieder einen jener Gründe aufgedeckt, durch welche ich mich in Bezug auf die (Philosophen-)Meinung, die ich diesem Artikel hauptursächlich zugrunde gelegt habe, aufgrund meiner eigenen zwischen die Fronten geratenden Ansichten irritiert und beunruhigt fühle.

Genauer gesagt das Thema „Deutsches Reich – BRD/DDR – BRD/Staat Deutschland“ … ?

Dazu empfehle ich Ihnen als erstes einen Blick in die Wikipedia … und zwar sollten Sie sich zumindest die unten aufgeführten Informationen nicht nur anschauen, sondern auch die von ihnen aufgezeigten Probleme bei einer völker- und staatsrechtlich unanfechtbaren Zustandsbestimmung der „Verfasstheit unseres Staatswesens“ zu beachten:

a) „Deutsches Reich / Staatsrechtliche Fragen

b) „Rechtslage Deutschlands nach 1945

Da es als historisch zweifelsfrei erwiesen angesehen werden muss, dass die Grundlagen, die letzten Endes zur Schaffung eines Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland führten, am Ende des Zweiten Weltkriegs nicht als gegeben vorgefunden, sondern von den Alliierten qua Absetzung und Verhaftung der handlungsfähigen Reichsregierung unter Großadmiral Karl Dönitz („verfassungsrechtliche Bedenken“ gegen die „testamentarische Ernennung“ durch Hitler können angesichts der ansonsten immer in den Vordergrund gerückten NS-Diktatur und deren „Besonderheiten“ nur als alliierte Spiegelfechterei bezeichnet werden!) in Gestalt von vollendeten Tatsachen erst geschaffen wurden. Darauf begründet sich auch die unumstößliche Feststellung, dass das Deutsche Reich zu keinem Zeitpunkt „bedingungslos kapituliert“ hat – das trifft nur auf die Wehrmacht zu, was im weiteren Verlauf zu der auch bei Wikipedia zu findenden (einschließlich der Aktenzeichen) „höchstrichterlichen Ansicht“ führte, dass das Deutsche Reich einerseits nie zu existieren aufgehört habe und die BRD andererseits nicht als dessen Rechtsnachfolgerin gelten könne. Insofern sind auch alle Verträge, welche die BRD-Geschäftsführungen seit 1949 „im Namen des deutschen Volkes“ abgeschlossen haben, außerordentlich fragwürdig (die Verträge rund um die „deutsche Wiedervereinigung“ im besonderen Maße!). (Dazu hier und jetzt nicht mehr von meiner Seite … selber lesen und recherchieren macht klug!).

De facto sieht es ja, wenn man alle berechtigten Zweifel addiert, doch wohl eher so aus, dass die BRD gar nicht in der Rechtsposition ist, völkerrechtlich verbindliche Verträge mit anderen Staaten oder Organisationen abzuschließen … weshalb vor allen anderen genannten Schritten die Wiederherstellung einer geschäftsfähigen Vertretung des Deutschen Reiches erreicht werden müsste, die allein dazu berechtigt und durch das deutsche Volk zu ermächtigen wäre?!

Tja … dieser Punkt wird von der „Neuen Gemeinschaft von Philosophen“ definitiv besser berücksichtigt und meiner Ansicht nach auch weitestgehend korrekt eingeschätzt …

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Deshalb muss ich aber zu den Problemen, die ich (derzeit jedenfalls immer noch) damit habe, trotzdem noch ein paar Takte schreiben.

Zum Teil hängt mein persönliches Problem zweifelsohne damit zusammen, dass ich Philosophien, die sich auf Begriffe wie „Rasse“ oder „Überlegenheit“ (gleich welcher Form) stützen, für mindestens ebenso schädlich (und fragwürdig) wie zur Weisheit letztem Schluss erhobene Ideologien und Religionen halte. Das bedeutet, dass man meiner Ansicht nach nicht nur „ideologiefrei“ bleiben und dogmatische religiöse Thesen über Bord werfen muss, sondern auch jegliche auf Herrschaft nach dem Prinzip von „Recht und Ordnung“ einer überlegenen geistigen oder sonstigen Verfasstheit (was natürlich jeweils der Definition der Philosophen/Wahrheitssucher unterliegt) basierende Lehre ignorieren sollte, wenn man wirklich eine funktionsfähige Alternative zur geplanten und bereits weit fortgeschrittenen Realisierung eines „Eine-Welt-Dogmas“ zustande bringen möchte. – Ich räume allerdings ein, dass es sich bei meiner leicht allergischen Reaktion auf manche Argumente und Definitionen eventuell auch nur um das leidige Problem beim Umgang mit „Begrifflichkeiten“ handeln könnte. Das werde ich noch eingehender prüfen und ggf. mein Endergebnis auch noch separat veröffentlichen.

Das Problem ist aber vor allem deshalb eines, das mich stutzig macht und zutiefst beunruhigt, weil meine Vorstellung von einer solchen Alternative durchaus in vielen (wie oben angedeutet allerdings nicht in allen) Punkten mit jener „neuen Philosophie“ konformgeht. Das „stört“ mich etwas, besonders da es mich schon seit weit längerer Zeit umtreibt und in letzter Konsequenz nichts daran geändert hat, dass ich meine Meinung abschließend so formulieren zu müssen glaubte, wie ich es in den letzten Artikeln auf dem Blog dargelegt habe. Es stört mich also vor allem, weil ich in letzter Konsequenz noch nicht bestimmen kann, ob meine Zurückhaltung gegenüber dieser „ultimativen Reichsidee“ aus meiner Sicht begründet ist, oder vielleicht doch nur auf überkritisch betrachteten und deshalb überbewerteten Nebensächlichkeiten basiert?

Bevor ich nun in mühseliger Kleinarbeit Stück für Stück ausformuliere, warum sich dieses Problem in der oben skizzierten Form für mich darstellt und auf welche Details es sich im Einzelnen bezieht, möchte ich Ihnen lieber dieses Dokument anbieten, in dem sich die besagten neuen Philosophen – weitestgehend in Übereinstimmung mit meinen Gedanken bezüglich dieses Teilaspekts eines nicht funktionierenden Widerstands gegen die NWO und ihre zahllosen Marionetten wegen endloser Aufsplitterung – mit dem Thema befassen, warum „mit den >Nationalen< keine Revolution zu machen ist“!

Des Weiteren empfehle ich denjenigen unter Ihnen, die dadurch neugierig geworden sein sollten – auch solchen, die ihr eigenes Denken in diesem Artikel wiederzufinden glauben – eine Übersichtsseite, auf der „aktuelle Informationen“ angeboten werden. Um es gleich vorwegzunehmen und deutlich zu machen, dass auch dies ein Grund ist, warum ich mit den neuen Philosophen ein gewisses Problem habe: der vorletzte Eintrag auf dieser Seite, vom 05.02.2010 datierend und übertitelt mit Antwort der Gemeinschaft der neuen Philosophen auf Kritik aus der „Rechts-Nationalen“ Szene wäre sicher eine interessante Ergänzung zum oben verlinkten Statement, aber leider ist er (derzeit?) nur für „geladene Gäste“ (mit Registrierung) lesbar. Das macht auf mich keinen allzu guten Eindruck und bietet so allerhand Spielraum für objektiv-kritische Spekulationen. – Daran kann auch die durchaus plausible und gerade in unserem „Rechtsstaat“ absolut nachvollziehbare Entscheidung der Verantwortlichen nicht rütteln, sich aufgrund der bekannten Gefahren für querdenkende Gegner des herrschenden Systems noch vorwiegend konspirativ betätigen und ihre Identität geheim halten zu wollen. Wenn man Menschen umfassend überzeugen möchte, dann müssen öffentlich angebotene Informationen aber auch Allen zugänglich sein.

Nun gut, Interessierte (und anderweitig Neugierige) sollten sich ggf. auch noch die Artikel unter der Rubrik „Grundlagenwissen in Kürze“ anschauen, wodurch ein weitreichender Überblick bezüglich der vertretenen Ideen und Thesen zu erlangen ist. Darüber hinaus bietet die Seite jede Menge Informationen, unter denen man sich das den eigenen Interessen am nächsten Kommende ggf. heraussuchen kann.

Einen letzten Punkt, der mich etwas nachhaltiger „irritiert“, möchte ich am Ende jedoch noch ansprechen … es handelt sich um einen Aufruf zum Widerstand gegen die Multikulti-Gesinnungs-Inquisition vom 02.03.11. Der Inhalt und auch die angegebenen Referenzseiten stimmen mich zwar auch etwas bedenklich, aber das soll hier nicht thematisiert werden. Teilweise sind die angeführten Argumente natürlich zutreffend, aber die Gesamtbehandlung dieses Problems behagt mir aufgrund der abendländischen Einseitigkeit hinsichtlich der Historie des Christentums („der Ursache für die aufeinanderprallenden Kulturen“) nicht. Warum ich das so und nicht anders empfinden muss, obwohl ich die Grundproblematik anerkenne und keinesfalls unterschätze, hatte ich schon mehrfach erläutert. Was mich aber wahrlich irritiert sind folgende Begriffe: der deutsche Volksphilosoph als „Aufrufender“, der sich im Text auch als Chefphilosoph der „Neuen Gemeinschaft von Philosophen“ und Führer der „REICHSBEWEGUNG“ bezeichnet, stellt sich mit dem Namen Chyren vor. Dieser Begriff ist mir bisher lediglich bei „Nostradamus“ begegnet …´und im Zusammenhang mit den „Titeln“ sowie einigen der Bestandteile der „Reichsidee“ behagt mir das eher nicht. – Aber vielleicht bin ich da auch nur „zu empfindlich“?

Bei aller Zurückhaltung wegen möglicher Überreaktionen meinerseits ist es aber doch außerordentlich fragwürdig, wenn man die „Einigung der Patrioten“ (Deutschlands und Europas?) auf seine Fahnen schreibt, etwas Neues fordert, das auch durch die Verwendung anderer Begriffe nur marginale Unterschiede zur bisherigen „EU-Integration“ aufweist und durch die öffentliche Verwendung von „Titeln“ wie oben angeführt schon wieder Hierarchien erahnen lässt, die jeden von der Zeit- und Weltgeschichte gewarnten Menschen stutzig werden lassen müssen. Das halte ich für hochgradig erklärungsbedürftig.

Lesen und studieren sie also lieber selbst, falls Sie sich dafür interessieren … Es würde mich freuen, wenn Leser/innen, die diesen Hinweisen (objektiv-kritisch!) folgen und zu einer eigenen Einschätzung der Ideen, Thesen und des Auftretens der „neuen Philosophen“ gelangen, dazu gelegentlich einmal Stellung nehmen würden. – Falls „die Philosophen“ selbst auf diesen Beitrag stoßen sollten, wären sie selbstredend auch herzlich eingeladen, die angemeldeten Bedenken meinerseits an Ort und Stelle zu zerstreuen … sofern Ihnen dies wichtig genug erscheinen sollte, versteht sich.

*** Wird ggf. fortgesetzt ***

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5 Responses to Babylonische Verwirrung (II) … die Philosophie der Reichsidee – und andere Ungereimtheiten

  1. hans-im-glueck says:

    Lieber Adalbert,
    vielen Dank, dass Du „bedingt“ zurückgekommen bist; ich hatte schon befürchtet, dass Du tatsächlich nicht mehr mitreden wolltest. ;o)
    Ein paar Anmerkungen, die Deine Zweifel stützen, seien gestattet, auch auf die Gefahr hin, Deine Gedanken zu wiederholen.

    Zunächst ist mir jede (wie auch immer geartete) Bewegung suspekt, die nicht dem Regionalprinzip folgt. Wie schon Andreas Popp vor kurzem nachwies, ist ursprüngliche Demokratie nur auf der Ebene der Siedlungen zu haben. (http://www.wissensmanufaktur.net/vortraege)
    Alles Übergeordnete (Großstädte sind sowieso weder sinnvoll noch notwendig, Länder, Staaten und deren Verbünde) kann nur OHNE formale dauerhafte Strukturen existieren, sonst führt es zwangsweise früher oder später in die Diktatur (wegen Unübersichtlichkeit).
    Wenn hier also ein europaweite „Reichsidee“ propaghiert wird, dann soll letztendlich die eine europäische Diktatur durch einen andere ersetzt werden.

    „Führer“ waren in der bisherigen Geschichte (auch in der wahren, nicht nur der „herrschenden“) meist nur Verführer, denn ein wahrer Führer, egal was er tut, riskiert niemals den Untergang seines Volkes/Reiches, sondern „kriegt rechtzeitig die Kurve“ zu aller Nutzen.

    Noch ein Gedanke: gibt es irgendwo die Kapitulationsurkunde/n vom Mai 1945 als Dokument? Nach deren Ansicht sollte kein Zweifel mehr bestehen, wer da kapituliert hat!
    Insgesamt muß man die Cleverness der Konstruktion neidlos anerkennen: man nehme einem Volk seine Regierung, besetzte sein Land und gebe ihm die Freiheit unter der Bedingung zurück, dass sich das Volk selbst organisiert; gleichzeitig schaffe man einen Verwaltungs- und Ausbeutungsapparat, der genau dies zu verhindern zur Hauptaufgabe hat.
    Wie also da raus?

    „Revolution machen“ – mit wem auch immer, oder mit wem immer auch nicht – ist wohl kein brauchbarer Weg, etwas zu verändern. Wer sich mit den Mächtigen in einen Machtkampf nach ihren „Spielregeln“ einlässt, der riskiert ungeheure Blutbäder und eine deftige Niederlage – alles läuft genau auf dieses Szenario hinaus.
    Bisher hat man, eine nach der anderen, alle Alternativen „praktisch unmöglich“ gemacht, indem man sie (zumindest dem Namen nach) entstehen ließ, um dann mit deren (herbeigeführtem) „Zusammenbruch“ diese (zumindest propagandistisch) „ad acta“ legen zu können.
    Der Sieg über das Alte kann also nur in einer neuen Form gelingen – man lese/sehe Dieter Broers, Bernd Senf, Klaus Volkamer, Hans-Peter Dürr, Burkhart Heim, Wilhelm Reich und viele andere, deren Bücher oder Vorträge bei Jo Conrads bewusst.tv, nuoviso.tv, blip.tv, YT etc.

    Somit teile ich Dein Unbehagen. Die Aufdeckung der herrschenden „Zustände“ und der wahren Geschichte ist sicherlich eine sehr wichtige, verdienstvolle Aufgabe – ob sie zu wirklichen Veränderungen führen kann, scheint mir zweifelhaft.
    Sie ist notwendig, um mehr Menschen zum Aufwachen zu bringen, und das Lügengespinst endgültig zu zerreißen, in dem wir alle seit Jahrzehnten gefangen wurden. Aber mehr?

    Nach Einsteins Satz, dass man Probleme nicht mit den Methoden lösen kann, die zu ihrem Entstehen geführt haben, ist die Suche nach wirklich „anderen“ Lösungen nun essentiell.
    Es kann wohl nur über einen Prozeß des Umdenkens gehen, daß immer mehr Menschen sich besinnen darauf, was sie eigentlich zu Menschen macht (hier ungeordnet und vielleicht nicht vollständig):
    Liebe, Frieden, Mitgefühl, Solidarität, Zusammenhalt, Toleranz, Verständnis, Miteinander, Verzeihen, Freude, Freundschaft, Selbständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Wissensdurst, Konsequenz, Hoffnung, Gelassenheit, Bescheidenheit, Güte, Nächstenliebe, Grosszügigkeit, Wahrheit, Weisheit, Einfühlungsvermögen und Glaube.

    Wir sollten die bevorstehenden kosmischen Einflüsse nicht unterschätzen – sie werden uns helfen, diesen Sieg auf ganz anderer Ebene zu erreichen als wir uns das jetzt vorstellen.

    • Adalbert Naumann says:

      Hallo Hans,

      danke für Deinen Kommentar und den ausführlichen Beitrag zur Einschätzung des dargestellten Sachverhalts.

      Nun ja, ich schrieb ja, dass ich meinen Rückzug „nur unter Vorbehalt“ meinte – und das im obigen Artikel aufgegriffene und behandelte Thema gehört aus meiner Sicht zweifelsohne zu der Sorte von Aufregern, bei denen ich nicht still sitzen und bleiben kann. Es ist natürlich klar, dass ich damit niemanden überzeugen kann, der sich nicht schon aus eigenem Antrieb mit der Thematik beschäftigt hat … aber ich wollte es wenigstens „zur Diskussion gestellt haben“, damit sich der/die Eine oder Andere mit den daran hängenden, elementar wichigen Fragen befasst. Und natürlich auch einen Blick auf die Herrschaften wirft, die sich anschicken, eine „geeinte Gefolgschaft“ für ihre doch mindestens zweifelhaften Ziele zu sammeln.

      Die Rückbesinnung auf regionalen Handel und Wandel ist unbestreitbar der richtige Weg raus aus dem Dilemma, in das uns die „babylonische Verwirrung“ rund um Globalisierung und Eine-Welt-Dogma versetzt haben. Da pflichte ich hundertprozentig bei und weiß uns damit auch in guter, glaubwürdiger Gesellschaft. Dennoch gilt es zunächst einmal, die staats- und völkerrechtlich unabdingbaren Grundvoraussetzungen zu schaffen, damit diese Idee von der theoretischen Planung in die praktische Umsetzung überführt werden kann. Alle Ideengeber, die Du angeführt hast, haben sicherlich wichtige Ansatzpunkte geliefert, aber sie setzen ein grundlegend anderes, diesen Ideen den unbedingt erforderlichen Raum zur freien Entfaltung bietendes „politisches, wirtschaftliches und gesellschaftliches System“ voraus … und das kann „uns Querdenkern, Verschwörungstheoretikern und Weltverbesserern“ nach allen mir vorliegenden Informationen nur die Überwindung des „BRD-Mythos und -Dilemmas“ garantieren.

      Da dies – auch hier gehe ich vollumfänglich mit Dir konform – garantiert nicht durch „Revolutionen im herkömmlichen Sinn“ erreicht werden kann (sie haben immer das Gegenteil dessen bewirkt, weswegen sie angeblich vom Zaun gebrochen wurden! Wie immer wieder zu Recht gefordert wird, sollte man auch diesbzezüglich die Frage „cui bono“ zur Verifizierung dieser Aussage anwenden!!) – sollte man sich aber endlich zusammenschließen, um nicht nur gangbare, sondern auch tatsächlich das Gemeinwohl über die „individuelle Freiheit der Besitzenden“ erhebende Wege zur Realisierung dieses dringend benötigten Neubeginns zu finden. Diverse, nicht ideologisch infizierte Vorschläge sind in der Vergangenheit schon unterbreitet worden, aber sie sind im künstlich geschaffenen Tohuwabohu der angeblich unvereinbaren „Zielsetzungen“ ungehört verhallt. – Das hast Du ja auch erkannt und zutreffend angesprochen.

      Was nun schlussendlich das „Aufdecken der herrschenden Zustände“ (einschließlich der Geschichtsklitterung, die sie erst hatte entstehen lassen und schließlich im Zuge der „Umerziehung“ in der „Mehrheitsmeinung“ einzementierte), so ist da eigentlich schon genug Leistung erbracht worden … nur hat sich aufgrund der auch im „angeblichen oder tatsächlichen Widerstand“ unübersehbaren Dialektik niemals eine Überzeugungsmacht generieren lassen, die eine Forcierung des nach Selbstbestimmung und echter, dem Individuum in einer funktionierenden Gemeinschaft zur freien und konstruktiven Entfaltung verhelfenden „Erwachens“ hätte bewirken können. Vielleicht liegt das ja darin begründet, dass die „richtigen Leute mit den richtigen Ideen“ einfach zu viel Zeit darauf verwendeten, in die Irre führende Wege aufzudecken und die Mitmenschen vor den Konsequenzen zu warnen, die sie mit sich bringen könnten (müssen)? – Wenn dem so sein sollte (und für „so unwahrscheinlich“ oder übertrieben/abwegig halte ich das keineswegs!), dann hat das aber auch mit einem eklatanten Mangel an Bereitschaft in Sachen „aufeinander zugehen“, sich aus der vermeintlichen Deckung durch Anonymität heraus wagen und nicht zuletzt auch mit den altbekannten Variationen von „Furcht“ zu tun, zu welchen ich auch das „Häuptling-Indianer-Syndrom“ rechnen muss, dass eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe und zum alleinigen Vorteil der gemeinsamen Ziele dauerhaft verunmöglichte. Kaum jemand scheint bereit oder in der Lage dazu zu sein, das eigene Ego nicht als Maß aller Dinge anzusehen, sondern als Keimzelle einer starken und überzeugenden Gemeinschaft zu verstehen, in der sich auch jedes Individuum gemäß seiner Fähigkeiten und Möglichkeiten einbringen und verwirklichen kann (merke: Verwirklichung hat nichts mit Pöstchen und Titeln zu tun!).

      Vielleicht … aber das ist jetzt wirklich nur ein sehr vager Gedanke, den ich selbst noch eingehend reflektieren muss … werde ich mal versuchen, erst einige Kontakte herzustellen und dann noch einmal einen Artikel zu verfassen, der sich explizit mit diesem Thema beschäftigen soll. Das mache ich jetzt mal vorrangig davon abhängig, wie der Versuch in Sachen Kontaktaufnahme und Zusammenführung von Kapazitäten und Kompetenzen verläuft, denn als Alleinunterhalter in Sachen Aufklärung und geordneter, ziviler und legaler Gegenwehr werde ich mit absoluter Gewissheit nicht mehr betätigen. Was sollte das auch bringen???

      Diesen Aspekt der „irdisch-materiellen“ Ordnung und Fokussierung geeigneter Menschen hinsichtlich eines gemeinsamen Ziels halte ich auch mit Blick auf die „kosmischen Einflüsse“, die Du am Ende angesprochen hast, für eminent bedeutsam … ich gehe jedoch davon aus, dass ich dies in meinen vorausgegangenen Artikeln schon ausführlich genug behandelt habe und von Menschen wie Dir auch richtig verstanden wurde, so dass ich mir – zumindest vorläufig – eine eingehendere Erläuterung sparen werde.

      Nochmals vielen Dank für Deinen Beitrag und beste Grüße!

  2. Adalbert Naumann says:
    • hans-im-glueck says:

      Hallo Adalbert,
      vielen herzlichen Dank für Deine Antwort und den Link.
      Anhand der dort verfügbaren historischen Dokumente kann nun jede/r nachvollziehen, wie vom 8.5.45 bis zum 5.6.45 aus einer echten „bedingungslosen Kapitulation aller gegenwärtig unter deutschem Befehl stehenden Streitkräfte zu Lande, zu Wasser und in der Luft“ eine von den Alliierten postulierte „bedingungslose Kapitulation Deutschlands“ wurde.
      Und wie das (durch den Arrest der Regierung Dönitz von den Alliierten selbst hervorgerufene) Fehlen einer „zentralen Regierung oder Behörde, die fähig wäre, die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Ordnung, für die Verwaltung des Landes und für die Ausführung der Forderungen der siegreichen Mächte“ benutzt wurde, um Deutschland unter die heute teilweise noch existierende internationale Knechtung zu bekommen (wie anders ist der fortgesetzte Aufenthalt von Besatzungstruppen in der BRD, die hier auf unsere Kosten leben, zu erklären?).

      Wie sind nun „die staats- und völkerrechtlich unabdingbaren Grundvoraussetzungen zu schaffen“ für ein neues Deutschland? Sind sie überhaupt zu schaffen?
      Gibt es überhaupt „ein deutsches Volk“, oder gibt es „nur“ deutsche Völker (Schleswiger, Holsteiner, Sachsen, Bayern, Westfalen etc.)?

      Vielleicht geht es wirklich nur von unten nach oben? D.h. von den Gemeinden, Städten und Regionen ausgehend, sich in neuen Strukturen zu konstituieren (Freie Deutsche Gemeinde, Freie Deutsche Stadt, Freie Deutsche Region) und alles Übergeordnete dann nur als zeitweilige (neudeutsch: projektgebundene) Einrichtungen (Arbeitsgruppen und „Ausschüsse“ – welche ein treffendes Wort für Politik-Strukturen)?
      Wie dann aber mit den „Freistaaten“ verfahren, die ja auch rechtlich nicht ganz einwandfrei konstituiert wurden?
      (interessant dazu der Vortrag von Andreas Popp zum Thema Staat: http://www.wissensmanufaktur.net/staat)

      Oder ist der Weg von Peter Fitzek richtig?
      http://www.youtube.com/watch?v=FBq5W6tE2Qk&feature=related (und folgende)

      Natürlich ist nach weit über Hundert Jahren immer mehr perfektionierter Massenbeeinflussung (dazu siehe Albert Schweitzers Analyse 1908 in „Kulturphilosophie“, dann Bernays‘ „Propaganda“ 1928, über McCarthy in den 50ern und den „Kalten Krieg“ bis zur heutigen 100%-Manipulation durch ALLE etablierten Medien) kaum zu erwarten, daß die Menschen aufgeklärt, hellwach und freudig die notwendigen Veränderungen einleiten oder begrüßen – zu stark sind wir alle geprägt von diesen Entwicklungen.

      Zum Thema „Gegenwehr“: es genügt nicht und ist völlig unproduktiv, immer nur GEGEN etwas zu sein; das zieht nach dem Gesetz der Resonanz nur die Dinge in unser Leben, gegen die wir sein wollen, und stärkt diese dabei noch mit unserer Energie.
      Viel viel wichtiger und entscheidend ist es, FÜR etwas zu sein, und das ganz konsequent.
      Also mit aller Kraft positiv an etwas zu denken – und auch positiv dafür zu fühlen! Nur dann kann etwas Neues entstehen und von uns und anderen mit unseren Energien gestärkt werden.

      Realistische Maßnahmen: Es hat jede/r von uns mehrere Bekanntenkreise – privat, beruflich, geschäftlich, sportlich etc.), über die Kontakte bestehen und in die „hineingewirkt“ werden kann.
      Das setzt aber doch wohl voraus, daß sich VORHER diejenigen, die in Wissen und Erkenntnis schon etwas voraus sind (die „Alleinunterhalter“), sich weitergehende Gedanken gemacht haben, wie vernünftiges, naturgerechtes menschliches Leben organisiert werden kann.
      Und zwar nicht zurück zur Natur („Auf die Bäume, ihr Affen“ – Voltaire), sondern wieder gemeinsam mit der Natur leben.
      Immerhin war die Trennung der Menschen von der Natur (der Landbevölkerung von „ihrer“ „Scholle“) der entscheidende Schritt für den Kapitalismus, seine ausbeuterische Tyrannei überhaupt erst aufbauen zu können – ein dunkles und ziemlich brutales Kapitel in der Menschheitsgeschichte, das noch nicht ganz abgeschlossen ist – bestes Beispiel heute: der gesteuerte Irrsinn der Großstädte und der ebenso gewollte Megapolis-Wahn.

      Also: es sind die weiterführenden Ideen und Gedanken zu vereinen, und dann die Visionen zu erschaffen, wie wir wieder autonom und autark werden (so viele „heruntergekommene“ schöne Wörter in einem Satz).
      Und diese können dann über die persönlichen Netzwerke mit den Menschen diskutiert werden.

      Denn es geht nur mit möglichst vielen Menschen, gerade auf regionaler Basis.
      Die Stärke der heutigen „Ochlokratie“, mit vielen abhängigen, manipulierten Menschen bequeme Mehrheitsentscheidungen „herbeizuführen“ (ggf. auch „nicht ganz korrekt“), muß in ihre Schwäche verwandelt werden.
      Dabei spielen die vor sich gehenden „nicht materiellen“ Prozesse des Erwachens der Menschen (die natürlich alle aus der einheitlichen „Weltgrundlage“ resultieren und somit die „Materie“ erst erschaffen) eine unterstützende Rolle.

      Schwierig könnte es werden, auf der Basis der existierenden Gesetzgebung eine „Bewegung“ ins Leben zu rufen, die breit, offen und lose genug für alle wieder denkenden Menschen ist, aber dem Anspruch auf Wirksamkeit gerecht werden kann. Dialektisch und sehr anspruchsvoll…

      Soweit erstmal; allen noch schöne Ostertage. (Ostern kommt übrigens von „Ostera“, der keltischen Göttin der Fülle – welch passender Zeitpunkt für Veränderung ;-).

  3. Pingback: Worum dreht es sich auf diesem Blog? « Ungebundenes deutsches Denken

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