Meine Meinung: Der Wahnsinn des Systems existiert und wird zunehmend sichtbarer

Obwohl ich zurzeit mit anderen, sozusagen banal weltlichen und vorrangig alltäglichen privaten Dingen ausgelastet bin, konnte ich mich dem Eindruck der „aktuellen Nachrichten“ in den letzten Tagen schwerlich entziehen. Aus dem, was ich also eher im Vorübergehen aufgeschnappt und erst im Nachhinein verarbeitet hatte, wurde ich zu der im Artikeltitel geäußerten Feststellung genötigt.

Doch sie ist keineswegs „neuen Erkenntnissen“ entsprungen, sondern basiert vielmehr auf aktuellen Berichten, die eine schon vorher gefasste Meinung und die dafür verantwortlichen Faktoren zusätzlich untermauert. Das möchte ich im nachfolgenden Artikel begründen und belegen … ich benutze dabei erneut externe Informationen, welche die Darlegung meiner Argumentation erleichtern und zugleich dazu beitragen sollten, den Umstand hervorzuheben, dass zu einer authentischen Einschätzung des Weltgeschehens nicht nur ein umfassend ungebundenes Denken, sondern vor allem auch eine offene und möglichst vorurteilsfreie Betrachtungsweise notwendig ist.

Dabei sollte man nicht ausschließlich, aber eben auch beachten …

Man kann sich auf Unvorhersehbares nur vorbereiten, indem man versucht, aufgeschlossen und unvoreingenommen zu bleiben – ein außerordentlich schwieriges Unterfangen, selbst beim besten Willen der Welt. Ein vollkommen offener Verstand müsste leer sein, und Freiheit von allen Vorurteilen und vorgefassten Meinungen ist ein unerreichbares Ideal.

Arthur C. Clarke, britischer Science-Fiction-Schriftsteller „2001: Odyssee im Weltraum“  1917 – 2008


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Beziehen möchte ich mich bei meiner Betrachtung schwerpunktmäßig auf den „Ermittlungs- und Fahndungserfolg“ gegen eine weitere Gruppe von mutmaßlichen islamistischen Terroristen, die ebenso mutmaßlich einer „Al Qaida-Zelle“ in der BRD angehören. Von dieser neuerlichen „Terrorwarnung für die BRD“ ausgehend möchte ich aus gegebenem Anlass das Thema Libyen aufgreifen, welches mich auch aufgrund des ersten Themas zwangsläufig zum Nahen Osten und dem dortigen „Konflikt“ führen muss. Abgerundet werden soll das Ganze dann durch einige Denkansätze, die man bei der Bewertung dieser Dinge berücksichtigen sollte … soweit der sehr knappe Überblick.

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Angeblich vereitelter Terroranschlag in der BRD (NRW)

Mit diesem Thema hatte ich mich im September/Oktober des letzten Jahres aus auch damals gegebenem Anlass schon einmal befasst. Und von dem, was ich seinerzeit geschrieben habe, muss ich nach derzeitigem Sach- und Kenntnisstand auch nichts zurücknehmen. – Seither hat sich jedoch einiges getan und auch hinsichtlich der Berichterstattung zu diesem Thema verändert …

Schauen wir uns zunächst einmal einige der Meldungen an, die im Laufe des Freitags in den Medien erschienen sind. Berücksichtigte Quellen … T-Online/NachrichtenSüddeutsche.deStern.de … und sie warteten mit folgenden Schlagzeilen auf:

T-Online (ursprünglich): Terroristen wollten Bombe in Menschenmenge zünden … aktualisiert gestern Abend 18:04 Uhr: Terroristen hatten Auftrag von ganz oben (stellt sich für mich, auch und gerade aufgrund des Gehalts der Meldung, die Frage, wer oder was mit „ganz oben“ wirklich gemeint sein soll!)

Süddeutsche: BKA schlägt in Düsseldorf und Bochum zu – Operation Komet: Terrorverdächtige festgenommen.

Stern: Drei mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder festgenommen

Ich habe nicht vor, Ihre und meine Zeit damit zu vergeuden, en detail auf die angebotenen „Fakten“ und die darum herum angestellten Spekulationen einzugehen. Gestern sagte ich mir noch … warte mal ab, was die vollmundig angekündigte Pressekonferenz bringt … aber in Bezug auf die Darstellungen sämtlicher Artikel fühlte ich mich doch höchst unangenehm an die, ebenfalls als „beweiskräftiges Argument“ angeführte „SauerlandGruppe“ erinnert. Auch wenn die seinerzeit festgenommenen Verdächtigen im gegen sie geführten Prozess „geständig“ waren und es somit zu einer „rechtskräftigen Verurteilung“ kommen konnte, dürfte der Fall für kritische Menschen aus diversen Gründen nach wie vor strittig sein (nicht zuletzt wegen der erwiesenen, dann aber wieder einmal so gut als möglich unter den Teppich gekehrten Verwicklungen „westlicher Geheimdienste“ in die Affäre). – Für mich ist es deshalb eher so, dass diese explizite Erwähnung des „vergleichbaren Falles“ der mehr als nur dilettantisch agierenden Sauerland-Terroristen, als Argument gegen die aneinander gereihten Mutmaßungen und „Erkenntnisse“ zu werten ist. Auch die Tatsache, dass im aktuellen Fall wieder einmal eine „Führerschaft seitens Al Qaida“ angenommen wird, kann ich keineswegs so auslegen, als würde es den Informationen der zuständigen Ermittlungsbehörden zu erhöhter Glaubwürdigkeit verhelfen. (Stichwort Al CIAda …)

Zur besagten Pressekonferenz und dem „Aufschluss“, den man sich seitens der Medien davon versprochen zu haben vorgab, habe ich jetzt auf die Schnelle nur den Stern mit seiner Schlagzeile  Festgenommene Terrorverdächtige – Anschlagsszenario mit Splitterbombe herausgegriffen. Lesen und beurteilen Sie selbst, ob die vagen Behauptungen der zuvor verlinkten Artikel durch diese Darstellung wirklich zu „substantiierten Beweise“ im Sinne der Mutmaßungen aufgewertet werden können.

Abgesehen von den berechtigten Zweifeln, die ich in den eingangs verlinkten Beiträgen vom letzten Jahr anmeldete und Ihnen zur Beachtung ans Herz legte, gibt es aber auch ganz grundsätzliche Überlegungen, die man beim Umgang mit derartigen Meldungen anstellen sollte. Auf der einen Seite natürlich „politische“ und „wirtschaftliche“ – was, wie in Bezug auf die zwischenzeitliche „Teilentwarnung“ seitens Ex-Innenminister Thomas de Maizière nach allem von ihm selbst veranstalteten Alarmismus auch in den obigen Artikeln angeklungen ist, in Bezug auf die „Sicherheit der BRD“ offenkundig untrennbar zusammengehört. Sein zunächst recht reserviert daher kommender, jetzt aber voll auf den von ihm erwarteten Kurs einschwenkender Nachfolger Hans-Peter Friedrich, scheint sich erstaunlich (na ja, vielleicht auch nicht, wenn man seinen Lebenslauf betrachtet?) schnell akklimatisiert und kann sich als würdiger Vertreter der Linie KantherSchilySchäuble-de Maizière (um nur die letzten Amtsinhaber aufzuführen) jetzt bereits gute Chancen ausrechnen, von den eigentlichen Strippenziehern als brauchbarer und loyaler Befehlsempfänger  eingeschätzt zu werden. Bisher war das noch immer eine Garantie für eine politische Karriere gewesen. – Die Tatsache, dass Friedrichs Vorgänger mittlerweile den immer noch adligen und angeblich beliebten, aber leider erwiesenermaßen falschen Doktor von und zu Guttenberg als Verteidigungsminister beerbt hat, dürfte das „Streben nach optimaler Sicherheit im Inneren“ für alle auf Seiten des Politikapparats dafür eintretende Parteien sicherlich um einiges vereinfachen?! – Die entsprechenden Weichenstellungen werden jedenfalls unzweifelhaft erkennbar.

Zu dieser Feststellung passt auch die gestern via Gulli.com erneut gelieferte Bestätigung, dass seitens des BKA schon seit 2009 und definitiv im Widerspruch zu einer diesbezüglichen „Rechtsprechung“ des BVerfG das Mittel der „Ferndurchsuchung“ oder – in Neudeutsch – „Governmental Hacking“ zur Anwendung bringt. Nun ja, dass sich dieses auf Fälle beschränkt, in denen ein halbwegs tragfähiger „Anfangsverdacht“ konstruiert werden kann, mag man glauben oder nicht. Nach allen Erfahrungen, die wir mit den Damen und Herren sammeln durften, die ihre geliehene Macht ausschließlich für ihre wahren Auftraggeber und gegen das eigene Volk einsetzen, wäre eine derartige Naivität allerdings schon unter der Kategorie „unheilbare Dummheit“ abzulegen.

Als letztes sollte man den Aspekt der „Verschwörungstheorien“ ebenfalls nicht unbeachtet lassen. Die unterschiedlichsten Gerüchte, dass auch und gerade in Deutschland ein als Terrorattacke verkaufter False-Flag-Anschlag à la 9/11, Madrid und London geplant sein könnte, sind ja schon seit einer Weile im Umlauf. Neuerdings formuliert sich dieser Verdacht vorrangig in der Frage, die Wahrheiten.org am letzten Freitag aufgegriffen und verarbeitet hatte: Geschieht ein neuer „11. September“ noch 2011? – Dass ich bekanntlich durch einen „kritischen Respekt“ mit der Arbeit dieser Seite verbunden bin und bleibe, kann man trotz gewisser Details, die der Beitrag herausstellt und bei denen ich die dargestellte Meinung nicht umfassend zu teilen vermag, voll und ganz außer Acht lassen. Die zentralen Überlegungen, die der Artikel anstellt, sind zweifelsohne richtig und sollten demzufolge auch in die Betrachtung der offiziell verkündeten „bundesrepublikanischen Sicherheitslage“ einbezogen werden. – Unter anderem stellt er vollkommen zu Recht die Frage, ob man die jüngsten „Revolten und Unruhen“ im nordafrikanischen Raum nicht auch, vielleicht sogar ausschließlich in diesem Kontext verstehen müsste!?!

Außerdem bringt er natürlich völlig zutreffender Weise auch den Umstand zur Sprache, dass man im Sinne einer abschließenden Beantwortung der aufgeworfenen Frage gezwungenermaßen wird abwarten müssen, ob die offiziell und/oder die „verschwörungstheoretisch“ an die Wand geworfenen Schreckensszenarien eintreffen werden oder nicht. Ich denke allerdings, man sollte sich wenigstens damit befassen und darauf einzustellen versuchen, falls sie in der einen oder anderen Hinsicht so wie angekündigt eintreten sollten. Vor allem, um dann auch darauf vorbereitet zu sein, die richtigen Fragen stellen zu können, um die Verantwortlichen (wer es letztendlich auch immer sein mag) durch die Konfrontation mit den „nackten Fakten“ identifizieren und zur Verantwortung ziehen zu können.

Neben all dem sollte man sich meiner Ansicht nach aber auch immer mal wieder damit beschäftigen, was Ursache und was Wirkung rund um das Thema „Terrorismus“ ist … oder, wie es Roberto J. De Lapuente getan hat, mit der Kommunikation des Terrors – eine gelegentliche Rückbesinnung darauf, dass es nicht erstaunlich ist, „dass sowas von sowas kommt“ wäre sicherlich wünschenswert.

Damit möchte ich diesen Punkt meiner Betrachtung abschließen und zu einem anderen übergehen, der meiner Ansicht nach jedoch (zumindest teilweise) auch mit den Hintergründen dessen verbunden ist, was ich oben zu analysieren und kommentieren versuchte …

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Libyen – oder: der heldenhafte Kampf der westlichen Wertegemeinschaft für die Sicherheit der libyschen Zivilbevölkerung

Dieses Thema hatte ich zuletzt auch im Rahmen meiner kritischen Frage hinsichtlich des „sittlichen Nährwertes“ des Anschreibens gegen Windmühlenflügel behandelt. Zu den darin gemachten Feststellungen und angestellten  Überlegungen kann und muss ich nach wie vor stehen … und meine Meinung wird durch die unterschiedliche „Aufmerksamkeit“, die dem Thema immer noch entgegen gebracht wird (werden muss), leider auch weitestgehend bestätigt.

Beginnen wir mit der (meines Wissens) aktuellsten Meldung … das heißt: mit den unterschiedlichen Darstellungen hinsichtlich der angeblichen Tötung von Gaddafis jüngsten Sohn und drei seiner Enkelkinder. Ich führe hier der Einfachheit die erste Online-Meldung an, auf die ich in diesem Zusammenhang bei T-Online gestoßen bin. – Möchte aber vorausschickend auch darauf hinweisen, dass es schon mehrere Versuche gegeben hat, den libyschen Revolutionsführer umzubringen … das sollte man als Serum gegen die verlogene Darstellungsweise der Verantwortlichen und ihrer Hofmedien immer im Hinterkopf behalten.

Ohne mich allzu sehr in die Diskussion, die selbst in diesem vergleichsweise kurzen Artikel offensichtlich wird und zwischen den verschiedenen Lagern hin und her wogt, einschalten zu wollen, muss ich doch klipp und klar feststellen, dass die Art und Weise, wie mit dieser Meldung umgegangen wird, gerade für die qua NATO direkt involvierte „westliche Wertegemeinschaft“ einfach nur noch peinlich ist. Dabei ist es absolut zweitrangig, ob man sie nun einer „christlichen“ oder einer „jüdisch-christlichen Tradition“ verpflichtet wähnt!

Was ich explizit meine, lässt sich mit diesem Auszug recht unmissverständlich darstellen:

Die NATO bestätigte einen Angriff auf ein „Kommando- und Kontroll-Gebäude“ am Samstagabend im Stadtteil Bab al-Asisija in Tripolis. „Ich weiß von unbestätigten Medienberichten, wonach einige Mitglieder der Familie Gaddafis getötet worden sein könnten“, erklärte der Kommandeur des NATO-Einsatzes, General Charles Bouchard, am frühen Sonntagmorgen, ohne dies jedoch zu bestätigen. Alle NATO-Ziele seien militärischer Natur.

Zitat Ende. – Der Schlusspunkt, dass „alle Nato-Ziele militärischer Natur seien“ sollte nun wirklich niemanden mehr ins Bockshorn führen können, der sich eingehender mit der US-amerikanischen Kriegführung beschäftigt hat. Und dass diese für die NATO – oder die immer wieder gerne erwähnte „Achse der Willigen“ – die alleine gültige Strategie vorgibt, sollte auch weithin bekannt sein.

Um das noch etwas deutlicher zu machen, sollte man sich noch einen weiteren Auszug anschauen und die darin aufgestellten Behauptungen mit der nachvollziehbaren Faktenlage abgleichen:

Die NATO erfülle das UN-Mandat, Angriffe auf Zivilisten zu stoppen und zu verhindern, mit Präzision und Sorgfalt – „anders als die Gaddafi-Truppen, die so viel Leid verursachen“. Zugleich rief Bouchard die Libyer erneut auf, sich von Gaddafis Truppen, deren Ausrüstung und militärischen Einrichtungen so weit wie möglich fernzuhalten.

Zitat Ende. – Wir sollten wissen, worum es in der Resolution 1973, auf die sich der zuständige Kommandierende der NATO bezieht, exakt geht! Der entscheidende Punkt dürfte dieser Passus sein …

[…] die Resolution ihre Mitgliedstaaten, eine Flugverbotszone über Libyen einzurichten und „alle notwendigen Maßnahmen“ zum Schutze der Bevölkerung zu ergreifen […]

Das lässt nun in der Tat jede Menge „Interpretationsspielraum“, den die involvierten NATO-Truppen erkennbar auch nach besten Kräften auszulegen und selbstverständlich zur Rechtfertigung für ihr Vorgehen anzuführen versuchen. Lassen wir mal beiseite, inwiefern die Behauptungen, die der Resolution zugrundeliegen, der Wahrheit entsprechen oder vielleicht doch nur typisch „westliche“ Zweck- und Kriegspropaganda darstellen. – Die Resolution enthält aber auch einen Passus, der das, was der Westen in Libyen veranstaltet, in jedem Fall als eine Missachtung des gesamten Wortlauts des „UNO-Mandats“ erscheinen lässt. Sogar unabhängig davon, ob die „Gerüchte“ zutreffen, denen zufolge westliche Geheimdienste direkt an der „Rebellion“ beteiligt sind – um es mal sehr vorsichtig zu umschreiben!

Der besagte Passus lautet:

Jegliche Besatzung libyschen Territoriums in irgendeiner Form durch eine ausländische Macht wurde jedoch ausgeschlossen. Ausgeschlossen wird auch eine Lesart, dergemäß das mit Resolution 1970 über Libyen verhängte Waffenembargo nun aufgehoben sein könnte. Das allgemeine Waffenembargo wird also ausdrücklich bestätigt.

Zitat Ende. – Es dürfte sich „herumgesprochen haben“, dass dieser Bestandteil der Resolution von Seiten der „westlichen Unterstützer der Rebellen“ in eklatanter Weise unterlaufen wird … und dass darüber auch (mehr oder weniger) in aller Öffentlichkeit verhandelt wurde/wird.

Ansonsten möchte ich nur noch anmerken, dass es müßig zu nennen ist, die aktuelle Intervention durch Hinweise darauf zu rechtfertigen, Gaddafi habe vorausgegangene Resolutionen nicht beachtet und erfüllt. Wenn das dem Westen nicht nur ein Recht zur Intervention in die Angelegenheit eines souveränen Staates einräumen, sondern sogar zur „humanitären Pflicht“ erklärt werden soll, würde mich interessieren, wann endlich eine Intervention in Palästina erfolgt? Mehr Missachtung von UN-Resolutionen und diesen sogar diametral entgegengesetztem „politischen“ und militärischen Handeln als das, was Israel seit bald 44 Jahren an den Tag legt, ist doch gar nicht vorstellbar!?!

Schließlich möchte ich noch ein paar externe Artikel empfehlen, in denen es um diverse andere Punkte geht, die man für einen objektiven Umgang mit dem Thema Libyen wissen und beachten sollte.

Unter dem Titel Grabstein Libyen – Eine Schnapsidee setzt sich durch beschäftigt sich Denkbonus in einem leserfreundlich kurzen, aber dennoch höchst informativen Artikel mit einigen zentralen Fragen und Fakten, die ich nicht nur für wichtig, sondern auch der Wahrheit hinter der Propaganda einen Weg bahnend halte … nicht nur, weil ich darüber genauso denke.

Eine ebenso kurze und dennoch treffende Abrechnung mit der Arbeitsweise „deutscher Qualitätsmedien“, die sich auch mit dem Thema Libyen befasst, kann man auf der Seite von Harald Pflüger lesen. Man könnte sich zwar wünschen, dass er die Hintergründe noch etwas deutlicher beim Namen nennen würde, aber worum es (nicht nur) in den deutschen „Vorzeige-Medien“ geht, stellt er am aktuellen Beispiel dennoch sehr eindrücklich richtig.

Unbedingt lesenswert ist auch die Meinungsäußerung von Christoph R. Hörstel, der in seiner gewohnt klaren und schonungslosen Ausdrucksweise unterstreicht, was der obige Artikel schon aufgezeigt hat. Ich kann ihm fast uneingeschränkt beipflichten … Im Zusammenhang mit einem Brief, der im Original bei Information Clearinghouse erschienen ist und unter in deutscher Übersetzung unter anderem auch bei Lupo cattivo, fasst er zusammen:

Nicht dass ich nun der Ansicht wäre, dass Gaddafi der weiseste und beste aller Diktatoren war, auch zucke ich immer ein wenig, wenn er schreibt, welche Wohltaten ER so vielen erwiesen habe – denn es geschah ja weiß Gott nicht von seinem Geld. Aber das meiste was er schreibt, gerade über unser System, stimmt einfach – gerade auch im Vergleich mit den Wahnsinns-Palästen und mannigfaltigen Schwelgereien anderer arabischer Potentaten auf Kosten ihrer ihnen anvertrauten Völker.

Damit hat er natürlich Recht … aber es ist insofern missverständlich und meiner Ansicht nach auch nicht korrekt wiedergegeben, als Gaddafi die besagten Wohltaten tatsächlich und nicht nur für sein Volk verwirklicht hat und ihn das – alle absonderlichen Eigenheiten hin oder her – sehr eindeutig von anderen arabischen und noch mehr von „westlichen Staatsführern“ unterscheidet. – Niemand in einer solchen Position, auch diejenigen nicht, die ihre eigenen Schatullen füllen und das Volk unterdrücken oder gar verraten, arbeitet „mit eigenem Geld“ – aber Gaddafi hat seine Projekte ohne Hilfe und Beeinflussung seitens der Kapitalkolonialisierungs-Instrumente des Westens realisiert … was nicht nur auch hervorgehoben, sondern ganz explizit als ein wesentlicher Teil der Wahrheit bezüglich des westlichen Kriegs gegen ihn bezeichnet werden muss! – Aber das, wie immer, nur so nebenbei.

Interessant und in jeder Hinsicht wissenswert ist aber auch, wie intensiv ein von „Finanz- und Eurokrise“ erschüttertes Land wie Spanien sich „für den Schutz der libyschen Zivilbevölkerung“ einzusetzen bereit ist. Dazu schreibe ich nur, dass dieses Prinzip auf unterschiedlichen Gebieten sicher für alle von den „USA“, dem Bankenkartell und dessen supranationalen Institutionen abhängige „Nationen“ der westlichen Welt gilt. Sehr schön herausgearbeitet hat das petrapez von Radio Utopie in ihrem Artikel Spanische U-Boote seit Wochen im Libyen-Einsatz – Armee erhält vier neue … was uns auch ungeschönt beweist, dass der Krieg eben doch immer noch das beste Geschäft ist und alles andere selbstredend dahinter zurückstehen muss!

Nun gut … ich kann nur davor warnen, diese in Worte gefassten Meinungen zum Geschehen in Libyen zu ignorieren, denn die Wahrheit (so subjektiv sie auch immer erscheinen mag) ist der einzige Schutz, welchen die gesamte Menschheit besitzt, respektive zur Selbstverteidigung geltend machen kann, wenn es in der „ultimativen Schlacht“ um die Beantwortung der Frage gehen wird, was sich am Ende durchsetzen wird … Wahrhaftigkeit oder Lüge … Licht oder Dunkelheit … Liebe oder alles verzehrender Hass … setzen Sie ein, was sie für eine adäquate Formel ansehen, es bleibt immer dieselbe Wahl, vor die wir alle uns gestellt sehen sollten.

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Nicht nur deshalb noch einige externe Anmerkungen zum Nahost-Konflikt und der Rolle, die Israel dabei angeblich im Dienste der westlichen Wertegemeinschaft spielt

Beginnen möchte ich mit der „Sensation“, die vor einigen Tagen durch die Weltpresse (regulär und alternativ gleichermaßen) geisterte und den Entschluss von Fatah und Hamas betraf, sich im Sinne der angestrebten „Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates“ zusammenraufen zu wollen. Aus Sicht der Palästinenser ist das ohne Frage ein Hoffnungsschimmer – auch wenn ich im Moment weder sehe, wie das beim bereits laut gewordenen Widerstand Israels und dem reellen Zustand des für eine „Staatsgründung“ zur Verfügung stehenden Landes mehr als nur eine Menge heiße Luft sein könnte. Zu welchem Zweck auch immer in die Welt geblasen?

Gestern veröffentlichte u.a. der AmSeL-Gedanke den neuesten Artikel von Uri Avnery, der sich unter dem bescheidenen Titel Ein Wort mit diesem Sachverhalt und den bereits aufgetretenen Hoffnungsdämpfern beschäftigt. Ein sehr interessanter Artikel, der die Situation sehr gut darstellt und dessen Schlussabsatz, obgleich er vom „Arabischen Frühling“ ausgeht, den man sehr kritisch hinterfragen muss, die jetzt geforderte Handlungsweise des Westens perfekt beschreibt!

Dem steht allerdings eine andere Tatsache gegenüber, die (ebenfalls u.a.) auch vom AmSeL-Gedanken weitergeleitet wurde. Die nächste „Gaza Freedom Flottille“ steht an und nicht nur israelische Drohungen hinsichtlich einer harten Unterbindung des Versuchs, die Gaza-Blockade vom Meer her zu durchbrechen, stellen den düsteren Schatten dar, der bereits auf dieser Aktion lastet. Auch die BRD macht wieder einmal in gewohnt einseitiger und rundherum negativer Art und Weise von sich reden … diesmal vorwiegend in Gestalt des BRD-Botschafters bei der UNO, Peter Wittig. – Lesen Sie selbst, welche Befürchtungen dieser Herr – zweifelsohne in vollständiger Übereinstimmung mit der überwältigenden Mehrheit „unserer“ politischen Elite – angesichts der Aktion hegt … und was einige namhafte Unterstützer derselben dazu meinen … Brief an „besorgte“ Bundestagsabgeordnete

Aber es ist nicht nur die seit eh und je der „über allem anderen stehenden Staatsräson der unzerbrüchlichen Treue gegenüber Israel“ frönende Politikerkaste (ganz seltene Ausnahmen bestätigen die Regel!), welche kampagnenartig Front gegen die Protestaktion macht, die – wie man hin und wieder betonen muss – der Überwindung einer völkerrechtswidrig eingerichteten und aufrecht erhaltenen Blockade des Gaza-Streifens gilt! – Die üblichen Verdächtigen, die sich auf der Schiene „des sekundären Antisemitismus“ einerseits als vorbildliche „Demokraten“ gerieren, um andererseits jede berechtigte Kritik am Staat Israel als Ausdruck eines „verewigten Antisemitismus“  hinzustellen, spielen sich eifrig die Bälle zu, um auf dem Umweg über linke Unterstützer/innen der Gaza Freedom Flottille ihre kruden Ansichten zu verbreiten. Schauen sie sich ein besonders exponiertes Exemplar dieser Art im Artikel Der Schwarze Kanal: Achse der Guten in der aktuellen Ausgabe der jungen Welt an und bilden Sie sich selbst eine Meinung.

Interessant und entlarvend ist dieser Artikel übrigens auch, weil er unverhohlen aufdeckt, dass gerade die „führenden Linken“ der gleichnamigen Partei (nicht nur die abstrusen „jungen“ Verteidiger der imperialen Kriegführung von USA/Israel und des entfesselten Kapitalismus‘) sich perfekt einreihen beim „politischen Konsens“ in dieser Frage. (Dieser und ähnliche Sachverhalte bedürfen aber sowohl historisch als auch zeitlich einer weiter gefassten Perspektive!!!)

Nach so vielen Worten möchte ich kurz vor Schluss meines Artikels noch eine Reihe von bewegten und vertonten Bildern empfehlen, die man sich ruhig mal anschauen sollte. Sie belegen immer wieder anschaulich, was tatsächlich im Nahen Osten vor sich geht und warum man die offiziellen Verlautbarung der israelischen Führung und ihrer Lautsprecher im Westen tunlichst mit größter Skepsis konsumieren sollte.

Beispiel 1: 1948: Die Vertreibung der Palästinenser – Die Welt vergisst manche Dinge zu schnell


http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=-KxGLTAtgbU

Der Film stellt anhand eines Beispiels sehr gut dar, woran es in Palästina – und im ganz besonderen Maße in Jerusalem hapert … und auch, dass der Hass aufgrund der Geschehnisse der letzten 130 Jahre auch auf Seiten der Palästinenser oftmals stärker als der Versöhnungswille ist. Genau das nutzen aber die Drehbuchautoren, um einen gerechten Frieden und damit das ultimative Ende der allumfassenden zionistischen Idee zu verhindern. Dennoch müssen die Menschen auf beiden Seiten der durch die Zionisten erschaffenen Trennlinie, ihren Hass überwinden und sich jener Vergangenheit besinnen, in der sie dieses Land in Frieden vereint bewohnt haben!

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Beispiel 2: Wenn die Welt wüsste, was Israel tut (englisch mit deutschen Untertiteln – wenigstens auf Youtube direkt zu aktivieren über „CC“, erstes Symbol unten rechts)

http://www.youtube.com/watch?v=R6aLaJGZbS4

http://www.youtube.com/watch?v=f8JQHdRBbLA&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=B9dS5ZfhRfM

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Beispiel 3: Ein höchst aussagekräftiges Video, welches uns eine recht ungewöhnliche (um es sehr moderat zu formulieren) Form der gepriesenen moralischen und geistigen Überlegenheit zionistisch indoktrinierter Israelis offenbart! … Etwaige Ähnlichkeiten mit offiziellen Vertretern oder „privaten“ Apologeten des israelischen Staates dürften nicht zufällig sein.

http://www.youtube.com/watch?v=_N5cdkha3UI

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Beispiel 4: Israel ist entlarvt – Deutschland wach auf! FSK 18


http://www.youtube.com/watch?v=AtqYx-HBpcY

Um kurz noch einmal in Erinnerung zu rufen, was man bei der immer wieder heruntergespielten Realität des Lebens der Zivilbevölkerung von Gaza niemals vergessen sollte (man kann den Spieß ja auch mal umdrehen, nicht wahr!?) … man beachte die Bilder und Aussagen, bevor man sich zu der Abwehrargumentation hinreißen lässt, der Titel sei als falsch oder zumindest „zu reißerisch“ zu bezeichnen. Und man sollte auch beachten, dass es dazu noch einen „zweiten Teil“ gibt, für den sich gerade „arglose“ deutsche Leser/innen mindestens ebenso interessieren sollten!!!

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Beispiel 5 … nicht auf Israel/Palästina bezogen, sondern den gesamten Westen und seine bigotte und verlogene Weltanschauung betreffend … der verfehlte Titel gibt das nicht wieder, weshalb man ihn nicht beachten sollte

http://www.youtube.com/watch?v=L0hs9HEZeJU

Auch wenn ich ganz sicher nicht in allem einer Meinung mit Dr. Jürgen Todenhöfer (deutscher Politiker, Autor, Manager) sein kann, muss man seinen Mut, wenigstens einige fundamentale Wahrheiten derart offen auszusprechen, in jedem Fall ebenso bewundern wie sein Engagement für die Opfer des westlichen Expansions- und Überlegenheitswahns.

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An Stelle eines eigenen Schlusswortes …

… möchte ich noch einige Leseempfehlungen ausgeben. Sie betreffen externe Artikel, die sich mit Themen befassen, die man nicht nur auch beachten, sondern vor allem in die Tiefe gehend verinnerlichen sollte. Sie liefern zweifelsohne – jeder für sich und auf seine Weise – das eine oder andere noch fehlende Mosaiksteinchen, das zur Erstellung eines akkuraten Bilds von Weltgeschehen und Geschichte noch fehlt. – Kurz und schmerzlos: Allmystery – Der bequeme Niedergang (Untertitel von mir: differenziertes Denken ist allenthalben gefordert!) … Roberto J. De Lapuente – Segnungen des Thatcherismus (in Verbindung mit dem „Jahrhundertereignis“ in Großbritannien) … Neues aus Hammelburg – Homo Tierophant (gelungene Darstellung, die mich allerdings dazu nötigt, mich bei den bemühten Vertretern des Tierreichs für die Zweckentfremdung im Sinne menschlicher Charakteridentifikationen zu entschuldigen!)

Außerdem möchte ich Sie noch zu einem geschätzten Kollegen schicken, der sich mal mit dem in letzter Zeit immer mehr in Mode geratenden Begriff des Rechtspopulismus beschäftigt und in einem langen, aber „unterhaltsam“-lehrreichen Text dargelegt hat, warum man damit vielleicht doch etwas sparsamer und vorsichtiger umgehen sollte. Natürlich empfehle ich den Artikel auch, da er so hervorragend zu meiner individuellen, gedanklichen und „publizistischen“ Beschäftigung passt – aber daneben ist er einfach gut und überzeugend, was für Sie der ausschlaggebendere Grund sein sollte, um sich eingehender damit zu befassen.

Und ganz zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen weiteren, von mir aus mehreren Gründen – allem voran seines authentischen Zorns wegen – überaus geschätzten Menschen und sein schon etwas älteres, aber nach wie vor „voll ins Schwarze treffende“ Stück Volksverblödung mit gebührendem Nachdruck ans Herz legen. Meine Bitte: machen Sie es nicht so wie das geladene Auditorium, sondern denken Sie über das Gesagte nach … man sollte nicht einfach lachen, weil es gerade zu passen scheint, sondern mehr Wert darauf legen, wirklich zu begreifen, was der Mann uns mitzuteilen versucht! In diesem Sinne … Bühne frei für Georg Schramm

http://www.youtube.com/watch?v=RkNddCXSLvM

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