Die Wunschvorstellung vom demokratischen Aufbruch versus weltpolitische Realität

Mancher mag ja wirklich meinen, dass wir auf ein Wochenende zurückblicken, das im Sinne von demokratischem Widerstand gegen das herrschende System einen „historischen Wendepunkt“ repräsentiert. In vereinzelten Fällen dürfte das in Bezug auf die Intentionen der Initiatoren zweifelsohne sogar zutreffen, aber ich möchte insgesamt warnend einwenden: je größer ein „Hintergrund“ derartiger Aktionen wird,  desto unwahrscheinlicher muss es erscheinen, dass er auch den vorgeschützten Zwecken dient!

Das soll hier nicht übermäßig vertieft werden, da es in den diversen Beiträgen über „eingeschränkte Wahrnehmung“ und „babylonische Verwirrung“ schon weitläufig behandelt wurde. Deshalb möchte ich als erklärende Informationen einige externe Arbeiten empfehlen. Sie sind in der Kooperation des „AmSeL-Gedanken“ mit Cluster Vision schon vor einer Weile sowie ausgehend von einem anderen „demokratischen Aufbruch“ (Stuttgart 21) veröffentlicht worden. (Was zwischenzeitlich aus diesem Aufbegehren geworden ist, dürfte weitgehend bekannt sein!?)

In diesem Zusammenhang möchte ich meine weiterführende Erklärung für die zu Beginn aufgestellte „Warnung“ auch mit einer empfehlenden Wortmeldung von Cluster Vision zum vergangenen Wochenende beginnen. Es soll vorausgeschickt werden, dass ich teilweise durchaus mit dem Autor und seiner zusätzlich aufgebotenen Videobotschaft übereinstimme, die Angelegenheit aber insgesamt skeptischer einschätze.

http://www.youtube.com/watch?v=PaKX2ibasbI

Dies wird dann mit einem weiteren Video vom aktuellen Zentrum des Widerstands verbunden, in dem unzweifelhaft eine Menge Wahrheit in geballter Form verkündet wird. Die Aussagen sind zwar auf die US-amerikanische Situation bezogen, aber diese ist bekanntlich (und in jeder Hinsicht) „das Vorbild“ für alle anderen „demokratischen Systeme“ auf dem Globus …

 

http://www.youtube.com/watch?v=fCsIqLPjP4A&NR=1

Für die der englischen Sprache nicht mächtigen Konsumenten hat Cluster Vision auch noch eine knappe Zusammenfassung beigefügt, die ausreichen sollte, um den Zorn und die Erregung des Vortragenden verständlich zu machen:

Kurzzusammenfassung Cluster Vision:

Das Einzige, was Amerika exportiert, seien Kriege und Waffen, sagt er unter anderem.

Beendet das Federal Reserve Banking System, fordert die echte „Occupy“ Bewegung,  denn an deren Geldschöpfung „hängt“ alles andere:

Militär, Politiker, der militärisch-industrielle Komplex, Parteien, Meinungsforschungsinstitute, Mainstream Medien, gekaufte Wissenschaften, Justiz …

 Abrunden möchte ich diese Einleitung zur umfassenderen Betrachtung des Widerstands in Verbindung mit der parallel dazu verlaufenden Entwicklung der globalen Tagespolitik noch mit einem Flyer, der von ATTAC Frankfurt als Werbung und „Orientierungshilfe“ zu „Occupy Frankfurt“ verteilt wurde … lesen Sie ihn selbst und stellen Sie sich dann die Frage, ob die tatsächlich zu konstatierenden Kernprobleme korrekt dargestellt werden und ob die Maßnahmen, die zu ihrer Lösung vorgeschlagen werden, plausibel – und vor allem realisierbar sind.

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Was es sonst noch zum Wochenende des demokratischen Aufbruchs anzumerken gibt

Aufgrund der im Anschluss noch aufzuzeigenden „weltpolitischen Realität“ muss ich an dieser Stelle die elementare Frage einschieben … handelt es sich bei dieser weltweiten, mehr oder weniger zentral organisierten und koordinierten Protestaktion nun wirklich um einen demokratischen Aufbruch … oder nicht doch eher nur um eine andere Form der Manipulation mit gegenteiliger Zielsetzung? (Im weitesten Sinne nach dem Prinzip des „Sandsack- und/oder Alibi-Aktionismus‘“?)

Damit möchte ich keineswegs unterstellen, dass jede Form von Protest, die diesem Aufruf folgend initiiert wurde, demselben fragwürdigen Hintergrund entsprungen wäre … ich bin mir sogar sicher, dass viele Menschen ihr Engagement in positivster Weise ernst gemeint haben. Ebenso wenig möchte ich behaupten, dass alle, die große Hoffnungen auf die vermeintliche „demokratische“ Aufbruchsstimmung, die sich hinter dem weltweiten Aktionswochenende gegen die Zocker der Hochfinanz abzeichnen soll, setzen zu können glauben, naiv oder leichtfertig wären. Ich würde mir jedoch etwas mehr Sachlichkeit und Realitätsbezogenheit beim Umgang damit wünschen – denn letzten Endes spielen sich hinter den Fassaden, die durch diesen mehr oder weniger koordinierten Aktionismus noch verstärkt werden, eine Reihe von gravierenden Entwicklungen ab, für die er letztendlich nur als ablenkende Tarnung dienen könnte?! – Und das gewiss nicht erst seit der „Lehmann-Pleite“, sondern seit mindestens 40 Jahren (oder länger, wenn man es ganz genau nimmt!).

Ein ganz wesentlicher Grund, weswegen ich mir ernstlich Gedanken darüber mache, was so alles hinter der „spontanen Demokratisierungs- und Solidaritätswelle“ stecken könnte, die in letzter Zeit rund um „Occupy Wall Street“ fabriziert wurde und mit einer „globalen Wut auf die Finanzwelt“ (eine Reihe von interessanten, teilweise aber auch vielsagenden Fotos!) begründet werden soll, ist zum Beispiel der „neue Stern am internationalen Anarcho-Hacker-Himmel“ Anonymus (Kollektiv). Dabei ist es nicht etwa nur die Beachtung und der Raum, welcher dieser „Bewegung“ von Wikipedia zugestanden wird … mittlerweile häufen sich auch Berichte in den Mainstream-Medien, denen man fast schon einen Anflug von „widerwilligem Respekt“ (sehr vorsichtig ausgedrückt!) oder mehr entnehmen könnte, wenn man sie denn für die ehrliche Meinung der dahinter stehenden Medienkonzerne halten würde. Was dann in logischer Konsequenz allerdings nur zur weiteren Erhärtung meines persönlich gehegten Verdachts beitragen würde. Verstärkend auf diesen Verdacht wirkt sich auch eine „aktuelle Fotostrecke“ bei stern.de aus … Sie sollten dabei weniger auf die hübschen und bunten Bildchen als vielmehr auf die begleitenden Texte achten!

Wie man dem Bericht allerdings auch entnehmen kann, sind die US-amerikanischen Aktivisten nicht unisono „begeistert“ über die so unverhofft Solidarität bekundende „berühmte Verstärkung“.

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Hinzufügen möchte ich noch einen zweiten und schon sehr viel länger an meiner Bereitschaft, diese Form des organisierten Widerstands als glaubhaft anzuerkennen, nagenden Grund anführen, der mich nicht nur diese Form des Aktionismus, sondern auch die daraus abgeleitete „optimistische Euphorie der Infizierten“, als mindestens trügerisch einschätzen lässt:

Dies hängt insbesondere mit einigen der  bei diesem Aktionismus „führenden Organisationen“ und „beherzten Einzelkämpfern“ zusammen. Als einige Beispiele seien hier nur ATTAC, Avaaz, Campact auf der einen, sowie Alex Jones und Michael Moorer auf der anderen Seite angeführt. (Gegenüber großen „Umweltorganisationen“ wie Greenpeace und Konsorten muss und sollte man dieselbe Vorsicht walten lassen … aber die Liste der Organisationen/Einzelpersonen und ihrer jeweils angeblich verfolgten Ziele ist sehr lang und soll hier auch gar nicht thematisiert werden!) – Überall wo ein derart vehementer und nicht zuletzt medienwirksamer (das heißt: auch für die Medien und die tatsächlich von ihnen vertretenen Interessen vermarktbarer) „Protest“ postuliert wird, bekomme ich mehr und mehr das ungute Gefühl, dass keine reellen Problemlösungen, sondern eine Aufhetzung und Spaltung der – insbesondere der aufgewachten und kritischen – Öffentlichkeit angestrebt werden … dazu würde dann auch das Hervorzaubern und öffentlichkeitswirksame Vermarkten eines „jungen mittelständischen Antihelden“ nur zu gut passen! – Doch abgesehen von all dem gibt es auch „recht harte Fakten“, die wenigstens der Hauptorganisation hinter den Protesten zweifelsfrei ein falsches Spiel unterstellen lassen, wobei man sicher darüber diskutieren kann, wie man die einzigen Nutznießer der „Verarsche“ identifizieren sollte, aber man kann es eben auch einmal so betrachten … letztendlich halte ich es aber wie immer, denn man kann mich nicht davon überzeugen, dass die „Links-Rechts“ – oder all die anderen dualistisch-dialektischen Abgrenzungen im Endeffekt leere Hülsen sind, die von den wirklich „Mächtigen dieser Welt“ immer wieder gerade so eingesetzt werden, wie es ihnen gerade opportun erscheint. Aus diesem simplen Grunde ergeht auch noch eine Leseempfehlung in Richtung „Lügenmaul“.

Natürlich ist das wieder mal nur meine Meinung … werfen wir vor dem Übergang zum „weltpolitischen Alltag“ deshalb nur noch einen kurzen Blick auf andere, sowohl „offizielle als auch alternative“ Meinungen, die ich dazu gesammelt habe.

Überraschendes wird man insbesondere bei der medial verbreiteten Meinung vergebens suchen. – Dass sich die „Opposition der Bewegung anschließt“ (sowohl politische Kräfte als auch die führenden Köpfe von Gewerkschaften und sonstigen, in der Regel lieber mauschelnden als für die Interessen des gemeinen Volks eintretenden „Verbände“) ist genauso wenig „sensationell“, wie wenn ein bekannter neoliberaler Prediger wie Joachim Gauck sowohl die Proteste als auch die von ihr ausgelöste Debatte als „unsäglich albern“ bezeichnet (wofür er sich geharnischten Widerspruch von Wissenschaftlern, Politikern und Medien einhandelte … was von deren Ausführungen zu halten ist und ob sie die Fakten zutreffender analysieren, muss sich allerdings erst noch herausstellen – die Meinungen gehen jedenfalls wieder einmal weit auseinander!). Unter dieselbe Rubrik des ständig gleichen und sich den Gegebenheiten lediglich „flexibel anpassenden“ „Nachrichten“-Stroms muss man fraglos auch das Eingeständnis des Bankpräsidenten hinsichtlich seit Jahren bekannter „Fehlentwicklungen“ einordnen … wie auch das im selben Artikel dargebotene inhaltsleere Geschwafel von Vertretern aller politischen Parteien vollumfassend belegt.

Einer der wenigen Journalisten, die ich (trotz mancher Anlehnung an nicht wirklich tragfähige Vergleiche und teilweise unglücklich gewählten Formulierungen) nicht nur bei diesem Thema für einen Lichtblick in der grauen Masse der gleichgeschalteten Medienwirtschaft halte, Heribert Prantl, hat in der Süddeutschen.de einige wahre Worte mit weniger überzeugenden, aber dennoch mögliche Tendenzen erahnen lassenden Prognosen kombiniert … leider hat er die Eventualität, dass die Globalisierung des Protests nur der Schaffung eines „Verlangens nach öffentlicher Ordnung“ dienen und somit früher oder später den Planungen der Leute hinter den internationalen Finanzmärkten in die Karten spielen könnte, nicht in seine Überlegungen einbezogen (was ich bedauerlich finde, da sich dieses Szenario bspw. in Rom bereits abzeichnete – dabei wurde auch wieder eine Erscheinung der „Eskalation“ registriert, die wir schon kennen und von der man annehmen muss, dass sie in Zukunft noch häufiger auftreten wird, um ebenso friedliche wie berechtigte Proteste zu entsprechende Gesetze anwendbar machenden „gewaltsamen Aufständen“ zu eskalieren!!!). Wahrscheinlich, weil das dann doch „einen Tick zu verschwörungstheoretisch“ hätte anmuten können?

Nun gut … das ist der Stand der Dinge, wie ich ihn nach diesem „historischen Wochenende“ leider mehr noch als zuvor schon einzuschätzen gezwungen bin. Ob ich damit richtig liege oder einer „verschwörungstheoretisch“ bedingten und deshalb zu pessimistisch angehauchten „Paranoia“ zum Opfer falle, werden wir in absehbarer Zeit erfahren … womit ich dann auch zu jenem Gegensatz komme, den ich noch nachhaltiger in der „weltpolitischen Realität“ manifestiert sehe.

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Was wegen der weltweiten Proteste fast ein wenig in Vergessenheit zu geraten respektive übersehen zu werden scheint

Langsam sind wir ja daran gewöhnt, dass die Welt „anders tickt“ als man uns weiszumachen versucht – und wir sollten auch begriffen haben, dass zur dauerhaften Verschleierung dieser Tatsache immer wieder die unterschiedlichsten „Säue durchs Weltdorf“ getrieben werden … meiner Meinung nach, wie oben formuliert, gehört das vermeintliche Aufbäumen der „Empörten“ und das Ringen „um echte Demokratie“ zu diesen Ablenkungsmanövern …

Schauen wir uns aber – nur in einer kleinen, deshalb aber leider nicht kurzen Übersicht an, was an Problemen auf uns zukommt, gegen die aller berechtigter Zorn gegen die Zocker und Ausbeuter in Diensten der selbsternannten Weltherrscher nicht wirklich ins Gewicht fallen … einfach schon, weil das Anprangern dieser Missstände wieder einmal nur ein Fragment der tatsächlichen Problematik ans Licht zerrt.

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Zum Thema …

Euro-/Banken-/Weltfinanzkrise … und allen drum herum irrlichternden Thesen …

… werde ich nicht mehr viel schreiben, auch wenn es sich einerseits geradezu aufdrängen und andererseits großartig mit dem vorangegangenen Abschnitt korrespondieren würde. Dies begründe ich einerseits damit, dass ich kein ausgewiesener Experte dafür bin … meine Studien befassen sich bekanntlich mehr mit der „Evolution von Machtpolitik“ und deren Wegbereitern (wobei man zwar zwangsläufig auch mit dem Hauptproblem = dem Pseudo-Geldsystem und all seinen über die Jahrhunderte hinweg sukzessive optimierten Pervertierungen!) kollidiert, es letzten Endes aber nur als einen Baustein von vielen erkennen muss, mit denen die „Neue Weltordnung“ erbaut wurde, welche wir nunmehr seit gut siebzig Jahren in ihrer vollen Wirkmacht bewundern dürfen!) … wenn Sie an weiteren Informationen über und Kreisverkehr-Debatten rund um dieses Thema interessiert sind, bietet das Internet genügend Adressen, bei denen Sie Ihre Wissbegier umfassend befriedigen können. (Wirklich gut ist bspw. Egon W. Kreutzer … um wenigstens „Etwas“ zu empfehlen!)

Auf der anderen Seite geht mir das ständige Gefasel von Krisen und Wegen, diese zu bewältigen, mittlerweile zu sehr auf die Nerven (die Gründe sind in den Erkenntnissen aus jenem Studium enthalten, das ich oben nochmals kurz beschrieben habe). Wenn wir in der Geschichte zurückgehen und dabei nicht nur beachten, was uns von oben als wichtig, richtig und die einzig gültige Wahrheit vorgeschrieben wird, dann müssen wir doch irgendwann einmal begreifen, dass sich die Gewänder, in welche die endlos aufeinander folgenden Krisen gekleidet wurden,  rein äußerlich zwar unterscheiden mögen, der Inhalt aber stets der gleiche geblieben ist … darum kann man es auch nur als Blendgranaten-Breitseite auffassen, was im Sog der Ereignisse derzeit so an „gewagten Thesen“ von Politikern (parteiübergreifend, logischerweise aber ohne erkennbaren Willen zur einheitlich gestalteten Umsetzungspraxis) zum Besten gegeben wird. – Nach dem G20-Gipfel (mit vermeintlich „verheerenden Erkenntnissen“ hinsichtlich der europäischen Verantwortung für die Finanz- und Wirtschaftsprobleme der Welt) des letzten und vor dem Gipfel der EU-Spitzen am kommenden Wochenende, hat „unser geschätzter“ Finanzminister, Dr. Seltsam … äh, pardon, ich meinte natürlich Schäuble … zwar angeblich einen, die Eier legende Wollmilchsau verheißenden „Fünf-Punkte-Plan für die Überwindung aller Schwierigkeiten“ in der Tasche, warnt aber trotzdem prophylaktisch schon mal vor „zu hohen Erwartungen“ in Sachen „krisenbewältigendem Durchbruch“ …

Nee, meine geschätzten Leserinnen und Leser … mit diesem Schwachsinn gebe ich mich nicht mehr ab, da es unbestreitbar ganz andere Krisenherde gibt, denen man sowohl aus Eigeninteresse als auch aus Verantwortung gegenüber einem reellen Gemeinwohl seine volle Aufmerksamkeit zuwenden sollte … alles andere ist nämlich Makulatur, wenn die dahinter lauernden Pulverfässer explodieren sollten!

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Iran – Saudi-Arabien – USA/Israel/EU

Vor Kurzem haben die USA uns ein weiteres Beispiel für ihre „unantastbare Glaubwürdigkeit“ geliefert, das sich einerseits zwar zu einem neuerlichen Mediendesaster zu entwickeln scheint, auf der anderen Seite aber ein höchst explosives und bedrohliches Potential besitzt. – Betrachten wir diese Angelegenheit zunächst einmal aus dem Blickwinkel westlicher Medien …

Da heißt es bspw., dass das angeblich geplante Attentat auf einen saudischen Diplomaten „zwar nicht die Handschrift des iranischen Geheimdienstes“ trage, es aber „genug andere Kräfte im Iran gebe“, die eine solche Aktion (???) planen und zum Zwecke der „Entfremdung Saudi-Arabiens und der USA“ auszuschlachten versuchen könnten … was dann jedoch als „iranisches Eigentor“ interpretiert wird.

Nichtsdestotrotz und obwohl „Washington“ Lücken in der Beweislage einräumt, wird dann nachgeschoben, dass Obama (wenigstens hinsichtlich seiner Ambitionen bezüglich einer zweiten Amtszeit) die Notwendigkeit anerkennen müsse, die Mullahs abzustrafen. Fragen wir uns kurz, was mit diesem Begriff gemeint ist und vergleichen es dann mit der vorausgegangenen „Meinung“. Selbstverständlich ist Obama sich seiner Pflicht und Schuldigkeit als US-amerikanischer Präsident ebenso bewusst, wie er ein kalt berechnender (wenn auch mehr und mehr armselig und/oder hilflos erscheinender ~ wie gut, dass es da wenigstens einen plötzlich „geständigen Unterhosenbomber“ gibt!) Machtpolitiker ist … folgerichtig droht er dem Iran mit härtesten Sanktionen, wodurch er sich wahrscheinlich vor allem das Wohlwollen der einzigen Demokratie im Nahen Osten versichert haben dürfte. Doch auch die Zustimmung, Unterstützung „und Bewunderung“ seiner westlichen Gesinnungsgenossen und „Friedenspartner“ dürfte ihm dafür gewiss sein.

Wenn man sich nur einmal diese minimale Auswahl an Artikeln zum Thema (hier noch eine weitere kurze Zusammenstellung von eher Skepsis äußernden Artikeln aus angloamerikanischen Medien; in Deutsch!) – und natürlich ihren gleichermaßen vertrauten wie abstrusen Inhalt – anschaut, dann kann man einer Meinung, die zum Ausdruck bringt, dass die USA darauf aus sind, eine Allianz gegen den Iran zu schmieden unzweifelhaft nur zustimmen. Ebenso muss man Verständnis und Respekt für den iranischen UN-Botschafter Mohammad Khazaee aufbringen, der sich mit einem Protestbrief an den UN-Generalsekretär Ban Ki Moon (was, wie die Versammlungsfarce in Sachen „Staat Palästina“ deutlich beweist, natürlich absolut unsinnig ist, da dieser Herr zur besagten „Allianz“ zu rechnen ist … und die UNO insgesamt nie eine andere Politik als jene der internationalen Hochfinanz vertreten hat!) gewandt hat.

Was bleibt, sind die meiner Ansicht nach korrekten Feststellungen, dass es sich bei dieser Aktion nur um einen Schwindel handeln kann, der nicht einmal als Propaganda etwas taugt; (nicht nur!)„Washington“ sich im fortgeschrittenen Stadium einer galoppierenden Panik befinden muss, wenn es seit Jahren „kursierenden Verschwörungstheorien“ durch seine Reaktion so nebenbei auch noch bestätigt; oder … Vorsicht Satire! … dass es sich dabei schlicht und ergreifend um „Fehlinformationen hinsichtlich des wahren Anschlagsziels“ handeln könnte.

Es gibt auch eine „radikal-sozialistische“ Sicht auf die Dinge, wie sie bspw. von der „World Socialist Web Site“ vertreten wird, auf der Bill von Auken am vergangenen Samstag den Beitrag Die verantwortungslose Politik der Provokation (gefunden bei Julies Politikblog) veröffentlichte. Ich habe ihn vollständig gelesen und dabei zunächst definitiv häufiger zustimmend genickt als meinem „Beißreflex gegenüber linken Positionen“ nachgeben zu müssen … aber dennoch bemerkt man, dass hier „Profis der Agitation“ am Werk sind. Diese Behauptung möchte ich anhand eines gekürzten Zitats erläutern. Gegen Ende des Artikels wich der Autor von seiner sehr guten und die tatsächliche Situation auch korrekt interpretierenden Argumentationslinie ab, um einen – wahrscheinlich unvermeidbaren – Seitenhieb auf den alten Tod- und Klassenfeind einzubauen … er bedient sich dabei zunächst auch eines Zitats, das er bei Timothy Mason, einem „marxistisch geprägten NS-Historiker“,  entliehen hat (leider ist die deutsche Wikipedia wieder einmal wenig ergiebig).

Zitat (gekürzt, Hervorhebungen vom Verfasser):

„Nach dem Sommer 1937 wurden die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Spannungen im Reich immer akuter. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Hitler selbst wenig von ihren technischen Inhalten verstand, aber es ist erwiesen, dass er darüber informiert war […]

Die einzige ‚Lösung‘, die seinem Regime für die strukturellen Spannungen und Krisen offen stand, die durch Diktatur und Wiederbewaffnung hervorgerufen wurden, war mehr Diktatur und mehr Wiederbewaffnung, Expansion, Krieg und Terror, Plünderung und Versklavung[…]“

Natürlich ist Obama kein Hitler, und die Vereinigten Staaten werden nicht faschistisch regiert […]

Zitat Ende

Eine bewusst knapp gehaltene Reaktion meinerseits auf die zuletzt gemachte Aussage: wenn er sich da mal nicht täuscht, denn so wie hier ideologische Blindheit und extremste Einseitigkeit praktiziert wird, muss leider vermutet werden, dass die „nahe Verwandtschaft“ zwischen Kommunismus und Faschismus (die man am ehesten im „Sozialismus im Wandel der Zeiten“ mit seinen wandlungsfähigen Ausprägungen manifestiert sehen kann) – aus Sicht der „Erfinder“ – nicht zu dem Erkenntnisschatz gehört, aus dem der Autor und seine Kollegen zu schöpfen vermögen. – Und dieses Manko ist meiner Ansicht nach sehr viel zentraler mit all den in diesem Artikel behandelten Problemen verbunden, als nicht nur „linke“ Intellektuelle wahrhaben wollen! … Aber lassen wir das; ist bekanntlich ein „weites Feld“, mit dem ich mich zu lange und ausführlich beschäftigt habe, um mich kurz fassen zu können, wenn die Gedanken sich erst einmal verselbständigt haben.

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Kurzes Intermezzo in Form eines kleinen Ratespiels … Thema „Wer ist der Terrorist?“

Zugegebenermaßen schiebe ich das auch mit einem bewussten Seitenblick auf die zuletzt genannte Quelle und ihre – hinter der Kritik am Nationalsozialismus verborgenen – Heiligsprechung der sowjetischen Diktatur unter Stalin ein (welche nur durch die „revolutionäre Vorarbeit“ von Führungspersönlichkeiten wie „Lenin“ und „Trotzki“ ermöglicht wurde!), die in meinen Augen nun mal als Klassiker des ideologisch bedingten Schwarz-Weiß-Malens gelten muss. Davon lassen sich dann mühelos Querverbindungen zu allen übrigen „klassisch-dualistischen“ Denk- und Sichtweisen ableiten … aber das nur so nebenbei.

Beginnen möchte ich, im hauptsächlichen Sinn des Artikels, aber mit der Erwiderung des iranischen Präsidenten, mit welcher dieser die Terrorvorwürfe der USA postwendend an den Absender zurückschickte. – Egal wie man auch zur Person, zum Politikverständnis und zur Argumentationsweise des Herrn Ahmadinejad stehen mag … so falsch ist es nicht, was er Herrn Obama und den USA ins Poesiealbum schreibt!

Nicht weniger fragwürdig als das präsidiale Auftreten in der „Iran/Saudi-Arabien-Affäre“ ist dessen „eigenmächtige“ Entscheidung, mal eben eine hundert Mann starke und schwerbewaffnete Kampftruppe nach Uganda zu schicken, um dort Rebellen zu bekämpfen, die selbstverständlich die „nationale Sicherheit der USA“ gefährden. Ohne Zweifel verfolgt er damit die edelsten und strikt humanitäre Zwecke … da kann der Vorwurf, dass er damit einen neuen Krieg begonnen habe, (sarkastische Satire ein ->) eigentlich auch nur als Akt des feindlichen Terrorismus ausgelegt werden, oder? (Satire aus!).

Ohne Kommentar und gleichzeitig als Überleitung zum nächsten Thema möchte ich noch diesen Artikel von Einar Schlereth empfehlen … er veröffentlicht unter dem Titel Afghanistan, Iran und Lybien: Würdige und unwürdige Opfer ein Video von einer Rede von John Pilger auf dem Londoner Trafalgar Square (8.10.11) und eine deutsche Übersetzung dazu.

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Libyen und Syrien

Es ist bekanntlich außerordentlich schwierig (und auch ebenso wichtig), auf Fakten und nicht auf reiner Lügenpropaganda basierende Informationen zur Lage in diesen beiden Staaten zu erhalten.

Zunächst einmal … sozusagen zur vorbereitenden Erinnerung …

http://www.youtube.com/watch?v=5-TZxI8m8ss

Was westliche Mainstream-Medien uns liefern, brauche ich wahrscheinlich nicht darzustellen, da es hinlänglich bekannt sein dürfte … Propaganda „vom Feinsten“, wie man es von den Nachrichtenschmieden der westlichen Wertegemeinschaft all der ach so zivilisierten, friedliebenden und fortschrittlichen Demokratien seit jeher gewohnt ist. Darüber hinaus herrschte gerade in Bezug auf den „humanitären NATO-Einsatz“ in Libyen – wohl wegen der „unübersichtlichen Lage“ – gerade (noch) nahezu Funkstille im westlichen Nachrichtenlager. – Da man das kaum als Verlust bezeichnen kann, möchte ich stattdessen eine umfangreiche Auswahl von alternativen Meldungen empfehlen, die mir eine explizite Darlegung meiner persönlichen Ansicht weitestgehend abnimmt.

Eine sehr ausführliche und angemessen schonungslose Zusammenfassung liefert bspw. Reinhard Lütkemeyer (Scusi!) in seinem Artikel Sirte vor dem Fall, NATO will für den NTC unbedingt weiterbomben … zwar leidet auch die Arbeit des Autoren nicht unwesentlich unter der ungenügenden Informationslage, aber seine Darstellungen werden mit Hilfe von diversen Belegen dennoch zu einem sehr guten Überblick abgerundet.

Als zuverlässiger und glaubwürdiger Informationsvermittler hat sich der Blog Hinter der Fichte erwiesen, weshalb ich auch gleich fünf seiner letzten Berichte anbieten und weiterempfehlen möchte (auf der Seite finden sich nicht nur noch weitere höchst informative Berichte, sondern auch beachtenswerte Links zu anderen Info-Seiten) … 13.10. (07:14) Libyen: Bilder aus Sirte und Lügen von der ARD … 15.10. (14:46) Libyen: Kämpfe in Sirte und Tripolis … 16.10. (14:48) Libyen: NATO-Treffen mit Muammar Gaddafi? … 17.10. (06:54) Libyen: „Hunde und Katzen werden getötet“ … 17.10. (21:22) Libyen: So funktioniert Propaganda bei Al Jazeera

Es ist aber nicht nur der ehemals so hochgelobte Sender Al Jazeera, der nach einem pro-westlichen Kontrollwechsel vollen Einsatz im Verbreiten von Desinformationen bringt. Wie Meldungen gefälscht und das Hinausschmuggeln von authentischen Informationen unterbunden wird, stellt ein weiterer Artikel von Einar Schlereth dar … Fabrizierte Nachrichten über Libyen … ergänzen muss man das meiner Ansicht nach noch durch diesen Hinweis auf ein Internet-Video, den Klaus Maderbacher auf der Seite von Antikrieg.com mit einem angemessenen Kommentar versehen gibt – Das Kind mit dem abgerissenen Kiefer.

Was sonst noch zu Libyen zu sagen wäre*, wurde bereits gesagt und kann mit gewissen Abstrichen, aber in Bezug auf die westliche Berichterstattung in jedem Fall vollständig auch für den Fall Syrien übernommen werden. Eventuell ist die Diskrepanz zwischen vom Volk erlebter Realität und dem Produkt einer westlichen Dämonisierung in Bezug auf den syrischen Staatschef Bashar Assad nicht ganz so drastisch wie bei Muammar Gaddafi, der fraglos der größere und schmerzhaftere Dorn im Auge der vereinten westlichen Wertegemeinschaft war (ist!), aber dass sowohl die Unruhen im Land als auch die verzerrenden Berichterstattungen in den westlichen Medien auf massive ausländische Interventionen schließen lassen, sollte wahrlich der berühmt-berüchtigte „Blinde mit seinem Krückstock“ erfassen können.

Aktuelle Berichte lesen sich deshalb auch so … Syrische Soldaten schießen auf Beerdigungsteilnehmer … inwieweit das die ganze Geschichte ist, oder ob durch einige der Gäste, die der Beisetzung eines getöteten „Anti-Assad-Aktivisten“ beiwohnten, auch irgendeine Form der Gewalt ausging, werden wir voraussichtlich niemals erfahren. Natürlich bleibt das Eröffnen des Feuers auf die Trauernden so oder so inakzeptabel, aber wenn man bedenkt, dass die syrische Armee immer wieder Beweise für israelische Unterstützung der „Rebellen“ findet oder Anlass zu dem Verdacht hat, dass fremde Interessengruppen sogar Morde auf ihrem Staatsgebiet begehen (die sich großartig mit der Lösung von innenpolitischen Problemen verquicken lassen könnten?), um sie damit zu belasten, dann sollte man etwaige Provokationen auch in diesem Fall nicht übereilt ausschließen.

[* UPDATE … während ich gerade mit dem Fertigstellen des Artikels beschäftigt war, „flatterten“ mir noch zwei „aktuellere“ Meldungen der Deutschen Propagandamedien auf den Tisch, die ich hier rasch noch verewigen und mit einer Gegenmeinung konfrontieren möchte, die nicht nur dem bereits Geschriebenen, sondern auch meiner Meinung vollumfassend entspricht … Kämpfer des Übergangsrates stürmen Bani Walid von süddeutsche.de (17.10. – 19:55)  Rebellenarmee erobert Gaddafi-Hochburg Bani Walid von stern.de (17.10. – 22:01) … dem stelle ich den Beitrag Libyen: Keine Bestätigung für den Fall von Bani Walid vom Blog „Hinter der Fichte“ (18.10. – 12:21) gegenüber und behalte die Kommentierung, die sich mir bei der Lektüre der „seriösen Medienberichterstattung“ aufzudrängen versucht hat, wenigstens für den Augenblick noch für mich! – Dafür baue ich noch einen Kommentar vom „Lügenmaul“ ein, der sich des Themas unter dem ebenso treffenden wie bezeichnenden Titel 100 Leichen, Propaganda, Rebellen und Anthrax angenommen hat … wobei man natürlich und zu Recht zu Vorsicht raten muss, was die Informationen betrifft, die der Autor nur weitergeleitet hat. Zuzutrauen ist es den Herren über die NATO zwar allemal, aber Propaganda betreibt bekanntlich nicht nur eine Seite … deshalb selber denken und weiter beobachten!]

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Weitere Kommentare zu diesem Spiel, in dem neben den bereits genannten „Problem- oder wahlweise Schurkenstaaten“ natürlich nach wie vor auch die Palästinenser als Bedrohung für die via Israel definierte „westliche Demokratie“ diffamiert werden (obwohl es den Verantwortlichen um ganz andere Interessen geht, die sich schon geraume Zeit nicht mehr ausschließlich auf die Existenz des israelischen Staates, die Sicherung von Erdöl oder sonstigen ausbeutbaren Ressourcen beschränken lassen), halte ich angesichts meiner bereits veröffentlichten Meinung für überflüssig.

Im Auge behalten sollte man aber das strategische Taktieren Russlands und Chinas, die sich nach dem Durchwinken der „Flugverbotszone“ per UN-Resolution, durch das sie sich wenigstens mitschuldig am Massaker an der libyschen Zivilbevölkerung gemacht haben, in Bezug auf die angestrebten Sanktionen gegen Syrien jüngst quergestellt hatten. Wie ich schon im „Heißen-Herbst-Artikel“ zu bedenken gab, sollte man den Gedanken, dass beide ihr eigenes Süppchen am Kochen haben könnten, das im Falle eines Angriffs auf den Iran von jetzt auf gleich zu einem gravierenden Problem ausarten würde, stets im Hinterkopf behalten. Zumal ja schon seit einiger Zeit gewisse „Verschwörungstheorien“ kursieren, die man angesichts der geschaffenen Konstellationen (auch historisch betrachtet und sogar aus messianischer Perspektive – man denke an Gog und Magog) nicht einfach so ignorieren sollte. Vor allem, da sie durch die jüngsten Ereignisse in Russland und die Person Putins aktuell jede Menge neue Nahrung bekommen.

7 Responses to Die Wunschvorstellung vom demokratischen Aufbruch versus weltpolitische Realität

  1. bl says:

    Ich teile Ihre Gedanken über die Protestbewegung und deren wahrscheinliche Infiltrierung durch die üblichen Verdächtigen. Man kann offensichtlich niemandem mehr trauen und wird auf sich selbst zurückgeworfen – ein sehr heilsamer Rückwurf, denn hier kann man an die Quelle aller Ursachen gehen – an die eigenen Gedanken und Gefühle.

    Selbst wenn die Protestbewegungen instrumentalisiert sind oder instrumentalisiert werden sollen, sind sie in Bewegung und diese Bewegung kann nicht komplett kontrolliert werden. Es ist also so oder so ein gefährliches Spiel der NWO…

    Ich selber denke, dass die Tage der leider gar nicht Erleuchteten zu Ende gehen. Sie haben so viel Hass und Niedertracht angesammelt, dass es sie quasi allein in den Sumpf zieht, denn Gleiches zieht Gleiches an, ein universelles Gesetz.

    Was die Kriege im Irak, in Afghanistan und Lybien betrifft, so sind sie reine Raub -und Plünderungskriege, die, so wie es aussieht, mit grausamsten Mitteln geführt werden. Aber das scheint nur Wenige zu interessieren. Es werden weiterhin Denkmäler über den 2. Weltkrieg gebaut – da weiß man ja, wer das absolut Böse war; die Gegenwart kann man dann später erinnern…

  2. Adalbert Naumann says:

    Hallo und danke für den Kommentar, bl …

    dem Geschriebenen ist von meiner Seite wenig hinzuzufügen – ich kann Ihnen nur beipflichten und für die oder den Mitlesende/n anmerken, dass es mir in erster Linie darauf ankommt, unsere Mitmenschen vor einem gedankenlosen „Hinterhertraben“ zu warnen – aber ich hoffe, dass sowohl die Intention als auch die Botschaft aus der geäußerten Meinung ersichtlich werden.

    Mit dem letzten Absatz haben Sie die Sache absolut zutreffend auf den Punkt gebracht – und genau darin besteht ja auch der wahre Hintergrund der unaufhörlichen Dämonisierung des „Führers“ und eines auf läppische 12 Jahre reduzierten Geschichtsbildes „Deutschlands“. Hinter so was kann man die allgegenwärtige „Banalität des Bösen“ (hier nehme ich mal eine Anleihe bei Hannah Ahrendt), wie sie von der scheindemokratischen westlichen Wertegemeinschaft repräsentiert wird, hervorragend verstecken und dann „nach mir die Sinnflut“ denkender Weise hoffen, dass die Wahrheit nicht zu früh und demzufolge „zur Unzeit“ zutage treten wird.

    Doch hierbei denke ich auch so, wie sie es im Allgemeinen und in Bezug auf die „leider gar nicht Erleuchteten“ dargelegt haben … es könnte am Ende anders kommen als diese es sich ausgemalt haben … aber warten wir es ab und bleiben uns und unserem Weg währenddessen einfach treu.

    MfG, A. N.

  3. hans-im-glueck says:

    Hallo Adalbert,
    danke, wie immer ein sehr sorgfältig recherchierter, sehr sachlicher Artikel – danke.
    Deinem Verdacht möchte man nicht folgen, denn es besteht eine (wenn auch geringe) Chance, dass es der „Bewegung“ gelingen könnte, die Unterwasserfelsen des „Divide et impera“, d.h. der Zersplitterung der gutwilligen Gruppen, genauso zu meiden wie die Gefahren von Charybdis und Skylla – die Menschen einerseits zu bewegen für Protest-Aktionen auf die Straße zu gehen – und andererseits die gesetzmäßig dabei als „agent provocateur“ auftauchenden vermummten Polizei-Spitzel zu neutralisieren, um dem mit absoluter Sicherheit nun „anstehenden“ Schritt der „Radikalisierung“ zu vermeiden.
    Vielleicht sollten wir alle uns einfach bei der Organisation mit einbringen und helfen, diese Klippen zu umschiffen?
    Die Chance etwas bewegen zu können und wenigstens noch einige Menschen mehr wachzurütteln scheint mir größer als das daheim sitzen bleiben und sich mit sich selbst beschäftigen (was auch sinnvoll sein mag).
    Klar, die Veränderung „kommt sowieso“, aber vielleicht ist es auch die Aufgabe einiger, für schöpferische Unruhe zu sorgen, und die einiger anderer, die Besonnenheit dabei nicht zu kurz kommen zu lassen?

    Mich hat sehr beeindruckt, wie leicht, schnell und gründlich (!) sich sogenannte „linke“ Gruppierungen instrumentalisieren lassen – so hat (zumindest) eine Wiener Gruppe nachhaltig versucht, den Bewußt-Kongreß in der vorvorigen Woche zu sabotieren – fast erfolgreich (Näheres unter http://www.bewusst.tv). „Irgendwer“ hat denen signalisiert, daß Jo Conrad und seine Mitstreiter ein paar extrem „rechte“ Typen seien – wer sich auch nur ansatzweise mit den Beiträgen von bewusst.tv beschäftigt hat, der weiß, daß dies derart an den Haaren herbeigezogen ist, daß es schon fast komisch wirkt.
    Nichtdestotrotz haben diese Leute, von wem auch immer initiiert und bezahlt, es geschafft haben, 4 oder 5 Mal für den angemieteten Saal kurzfristig wieder eine Kündigung zu erzwingen – wer da alles Schützenhilfe geleistet hat, läßt sich nur vermuten – mit Sicherheit die Stadtverwaltung von Wien und der entsprechenden Wiener Stadtbezirke, aber mit Sicherheit auch einige sehr einflußreiche politische Kreise in Österreich.
    Wie gesagt, wer auch nur wenige Beiträge auf der Website gesehen hat, der weiß, daß Jo Conrad und seine Gesprächspartner NICHT irgendwo politisch-schematisch verortet werden können, sondern ganz eindeutig neutral und sachlich sich um Information und Hintergründe bemühen, ähnlich wie die Anti-Zensur-Koalition von Ivo Sasek, wobei die verschiedensten Menschen dort ein Forum bekommen, die in den Mainstream-Medien NIE eine Chance hätten aufzutauchen.
    Jeder mache sich da ein eigenes Bild – es lohnt sich!

    • Adalbert Naumann says:

      Hallo H-i-G,

      auch Dir besten Dank für die Reaktion und Denkanregung …

      zum ersten Teil kann und möchte ich im Moment nur sagen, dass ich Dir natürlich gerne beipflichten und Deine Hoffnung teilen würde … allein, meine Erfahrung und mein dadurch ausgebildetes „Bauchgefühl“ warnen mich nach wie vor und dabei sind solche „Gerüchte“ dann auch nicht sonderlich hilfreich …

      http://www.propagandafront.de/187630/occupy-wall-street-fordert-weltregierung-unter-schirmherrschaft-der-vereinten-nationen.html

      … das muss nun nicht stimmen, muss mit der deutschen Bewegung gleichen Namens nichts zu tun haben (was aber schwer zu vermitteln wäre) und könnte letztendlich auch nur eine Blendgranate sein. Leider beweist uns die Geschichte aber immer wieder, dass derartige Spekulationen sich am Ende meistens als zutreffend herausstellen (und außerdem verpacken diese Ursupatoren das, was die „ollen NWO-Eliten“ auch wollen, nur in einer etwas freundlicher klingenden, basisdemokratischer anmutenden Umschreibung!) … Ohne Frage – und das hatte ich auch angesprochen – gibt es Menschen und Bewegungen, denen man sich anschließen und die man unterstützen sollte. Leider ist das mit dem „auf die Straße gehen“ bei mir aufgrund einer recht eingeschränkten Mobilität (gesundheitliche Gründe) aber nicht so einfach 😦

      Zum zweiten Teil … nun ja, da habe ich (eigentlich) wirklich nichts mehr hinzuzufügen. Deine Schilderungen entsprechen zahllosen Begebenheiten der gleichen Art, über die ich mich schon seit etlichen Jahren aufrege … und immer stecken „sehr einflussreiche politische oder gesellschaftliche Kreise“ hinter derart (pseudo-) „linken“ Zensurattacken.
      Deine Einschätzung bezüglich Joe Conrad teile ich hundertprozentig – und das Gleiche gilt auch für viele andere aktive Publizisten und Filmemacher; was nicht ins Mainstream-Konzept passt und selbstbewusst eine eigene Meinung vertritt „kann ja nur rechtsextremistisch sein“, oder etwa nicht? (Vorsicht Satire! – brauche ich sicher nicht extra hinzuzufügen?!)

      Etwas skeptischer bin ich da bei Ivo Sasek und seiner AZK, wobei ich Deine Meinung über die Veranstaltung selbst grundsätzlich nur teilen kann … bei manchen Themen ist mir der Frontmann aber … nun, sagen wir mal so … etwas zu ängstlich darum bemüht, eben nicht durch irgendjemanden oder -etwas in Verdacht gebracht zu werden, „rechtes Gedankengut“ zu verbreiten oder zu tolerant gegenüber dergestalt hingestellten Themen zu sein. Das wirkt mir persönlich etwas nach übervorsichtiger (vielleicht auch opportunistischer) Anpassung … aber ich kann mich da natürlich auch täuschen.

      Ansonsten … nun ja, wir wissen ja beide, dass „Links“ und „Rechts“ für wirklich frei und ungebunden denkende Menschen ohnehin keine akzeptablen „Argumente“ abgeben =O)

      Wünsche Dir noch was, bis demnächst – in diesem oder einem anderen Theater
      Adalbert

      • hans-im-glueck says:

        Hallo Adalbert,
        alles d’accord; nur kurz zu Ivo Sasek: ich fand es sehr mutig, dass er auch gesellschaftlich weitgehend „verpönten“ Leuten wie Scientology (die ich auch nicht mag) immerhin die Möglichkeit gegeben hat, sich vorzustellen und sich der öffentlichen Ablehnung zu stellen – das hat ihn damals einige „prominente“ Referenten gekostet, die daraufhin kurzfristig abgesagt hatten – ich halte es da mit Voltaire: „Ich bin nicht mit dem einverstanden, was Sie verkünden, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie dies tun dürfen.“ (oder so ähnlich – also FÜR die Meinungsfreiheit)
        Oder wie das schöne russische Sprichwort lautet: „Im (Meinungs-)Streit wird die Wahrheit geboren.“ ;o)

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