„Deutschland“ ist nicht gleich BRD … oder: Europa in „rechts-links-dialektischer“ Umklammerung

Da es zum Thema des vorliegenden Artikels passt, weil die reelle Basis des Problems einer scheinbar nicht totzukriegenden „Rechts-Links-dialektischen, pseudo-ideologischen Dauerschlammschlacht“ so herausragend pointiert beschrieben wird, möchte ich mit dieser schon einmal eingesetzten Grafik beginnen…

… und diesmal für jene Leserinnen und Leser, die des Englischen nicht ausreichend mächtig sind (was nun beileibe keine Schande wäre!), auch eine deutsche Übersetzung hinzufügen:

 Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft.

Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit-

Es ist meiner Ansicht nach absolut angebracht/gerechtfertigt (und entstellt den Sinn der Aussage nicht im Mindesten), wenn man das Verb „kontrolliert“ durch „beherrscht“ ersetzt, oder die beiden Verben in Kombination verwendet. Letztlich ist die Kontrolle, welche hierbei gemeint ist, definitiv mit „(Welt)-Herrschaft“ gleichzusetzen. – Und zweifelsohne wird hiermit eine elementare Wahrheit „ziemlich gelassen“ ausgesprochen!

Hauptsächlich möchte ich den heutigen Artikel rund um die Geschichte herum aufbauen, die den Anlass für den letzten Beitrag geliefert hatte. Genauer gesagt (denn diesmal werde ich das „Weltkriegsszenario“ ausnahmsweise auslassen, zumindest die aktuell so zu bezeichnende Weltlage, da man diese, obgleich sie zum Gesamtbild gehört, gesondert wird behandeln müssen) um die Themen „EU-BRD (= nicht Deutschland), „Links-Rechts-Dialektik“ und gesteuerte Desinformation. – Doch auch auf diesem Gebiet kommt die oben getroffene Feststellung in vollem Umfang zum Tragen.

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Das Beispiel „German Foreign Policy“

… ist meiner Ansicht nach hervorragend geeignet, um als Anschauungsbeispiel für die Tatsache zu dienen, dass die oben genannten Themen oftmals in einem sehr engen und direkten Zusammenhang stehen …

Nachdem mich ein geschätzter Leser und Kommentator des Blogs darauf hingewiesen und ich mir diese Meisterwerke der bekannten Webseite German Foreign Policy durchgelesen hatte, scheint es mir, dass sie sich hervorragend eignen, um als einleitende Grundlage für ein Update zu meinem letzten Artikel zu dienen. Dabei empfehle ich Interessierten (aus guten und bedeutsamen Gründen), sich auch mit den bereitgestellten Interna zu beschäftigen … zum Beispiel dem Editorial, der Redaktion und besonders erkenntnisstiftend: das Geschichtsarchiv (beim Stöbern darin findet man alles, was das Herz des seriösen und servilen Systemhistorikers erfreut – darüber hinaus aber auch die bestmögliche Erklärung für die „verfolgte und ausschließlich privat geförderte Philosophie“ des oder der Seitenverantwortlichen … besonders der explizite Hinweis auf „Überstaatlichkeit“ und „Unabhängigkeit“ sollte wenigstens diejenigen Leserinnen und Leser, die selbst schon einiges Hintergrundwissen über „NGOs“ dieser Art erworben haben, hellhörig machen! – Wenn man daneben auch etwas Zeit damit zugebracht hat, sich mit der nicht eben leicht zu enträtselnden Gedankenwelt von sich selbst „den Linken“ zurechnenden Mitmenschen auseinanderzusetzen, wird man sicher schnell begreifen, dass sich GFP unter diesen großer Beliebtheit erfreut …

Ein interessantes Detail der „GFP“ darf man unzweifelhaft auch in der Person des eingetragenen Geschäftsführers Horst Teubert sehen.

Als Beispiel (bei eingehenderer Recherche findet sich fraglos noch mehr davon) sei hier eine Rede angeführt, die Herr Teubert am 29. Januar 2007 im Portcullis House zu London hielt. Dieser Vortragsort, der Inhalt der Rede (die man mit „etwas bösem Willen“ bereits im Bereich der antideutschen Agitation ansiedeln kann) und der Umstand, dass die Online-Ausgabe der Sozialistischen Zeitung eine gekürzte Fassung der Rede einer Veröffentlichung für würdig befand, sind Indizien, die bei objektiv-kritischer Betrachtung (und etwas „kriminalistischer Ambition“) Zeugnis darüber ablegen, dass man sowohl der Philosophie dieses „Nachrichten Service“ als auch der aktiven Betätigung der Verantwortlichen als neutraler „Deutscher“ mit einiger Skepsis begegnen sollte. Das muss man umso nachdrücklicher betonen, wenn man der Aussage am Ende des „SoZ“-Artikels folgend, dass der Volltext auf der Homepage von GFP zu lesen sei, interessehalber nachzugehen versucht. Am Ende dieser Verfolgung landet man dann allerdings nur auf einer Seite, die einem mitteilt, dass in Bezug auf den deutschen Text nur registrierte (und zahlende) Mitglieder in den vollen Genuss des Wissens und der daraus erzielten Weisheit von Herrn Teubert kommen. Deshalb hier wenigstens die englische „Vollversion“ (ha! Jetzt habe ich nach längerem Stöbern doch noch eine Kopie der deutschen Vollversion gefunden, die ich der Vollständigkeit halber auch noch anfüge 😉 ). Für diejenigen unter Ihnen, die der englischen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind, habe ich hier noch ein Video ausgegraben, das uns Herrn Teubert in Aktion zeigt. – So, das muss jetzt aber reichen; wer weiteren Input für notwendig oder wünschenswert hält, muss die grauen Zellen und die Suchmaschine schon selbst glühen lassen!

Nun aber zu den aktuellen Beiträgen, um die es in diesem Artikel gehen soll.

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Fangen wir mit Durchbruch zum neuen Europa an, der am 15.11.2011 veröffentlicht wurde (ob dies vor oder nach der „skandalösen Kauder-Rede“ geschah, geht aus dem Eintrag natürlich nicht hervor, aber es würde mich ehrlich gesagt schwer wundern, wenn diese nicht als eine ideale Steilvorlage (mindestens für den zwei Tage später veröffentlichten Artikel Jetzt wird Deutsch gesprochen, der insofern vergleichsweise uninteressant ist, als sich die Meinungsbildung des Autors offenbar lediglich auf Berichte der Mainstreammedien beider Seiten beschränkte!) aufgefasst worden wäre.

Die kurze zusammenfassende Einleitung liest sich wie folgt:

BERLIN/WASHINGTON (Eigener Bericht)

Die deutsche Kanzlerin fordert den „Durchbruch zu einem neuen Europa“. Die EU sei eine „Schicksalsgemeinschaft in der globalen Welt“, erklärte Angela Merkel am gestrigen Montag auf dem Parteitag der CDU; sie müsse gestärkt werden, um in der internationalen Konkurrenz eine führende Stellung halten zu können. Deshalb sei es notwendig, den Euro zu bewahren. Berlin fordert zudem den Übergang zu einer auch politischen Union. Damit zielt die Bundesregierung darauf ab, die globale Schlagkraft der EU zu verstärken – perspektivisch auch auf dem Gebiet der Außenpolitik, auf dem gegenwärtig zentrifugale Kräfte zunehmen. Europa sei in zahlreichen Fragen „gespalten und irrelevant“, klagt etwa der Thinktank European Council on Foreign Relations*. US-Beobachter** geben sich skeptisch. Wie der US-Informationsdienst Stratfor*** in einer unlängst publizierten Analyse urteilt, lassen sich die nationalen Widersprüche in der EU nicht auflösen – auch nicht auf ökonomischem Gebiet, was Berlin derzeit zwecks Überwindung der Euro-Krise versucht. Das Bemühen, Europa in eine global schlagkräftige Macht zu transformieren, urteilt Stratfor, werde wohl scheitern.

Die Quellen auf die der Artikel sich hauptsächlich stützt, sind also …

*  European Council on Foreign Relations = „Europäische Gesellschaft für Auswärtige Beziehungen“. Gegründet wurde sie im Oktober 2007 und der nicht übermäßig aufschlussreiche Wikipedia-Eintrag versorgt uns immerhin mit einigen höchst relevanten Informationen – bspw. der, dass der ECFR keine institutionelle Bindung zum amerikanischen Pendant CFR haben soll … dass die gemeinnützige Organisation natürlich nur über Spendengelder finanziert werde … und dass diese Spenden vor allem (ich schätze weit mehr als nur „unter anderem“) vom „Open Society Institute“, erst jüngst in Stiftungen gleichen Namens umgewandelt, des ehrenwerten Herrn George Soros stammen. – Das sind schon einige Details, die für sich, aber meiner Ansicht nach leider auch gegen die eingangs genannte Organisation, sowie ihren Wert als Informationsquelle sprechen. – Wem das als „symbolisch mahnend erhobener Zeigefinger“ nicht genügt, mag einen Blick in die Rubrik „Board and Council“ werfen, in dem Sie eine fast unüberschaubare Sammlung illustrer Persönlichkeiten erwartet; darunter als deutsche Vertreter z. B. Roland Berger, Daniel Cohn-Bendit, Gerhard Cromme (Thyssen/Krupp), Hans Eichel, Josef „Joschka“ Fischer, Karl-Theodor zu GuttenbergAnnette Heuser (Bertelsmann Stiftung, Washington D.C.), Wolfgang Ischinger (Münchner Sicherheitskonferenz) Caio Koch-Weser (Ex-Weltbank-Vizepräsident, Deutsche Bank-Berater), Alexander Graf Lambsdorff (MEP), Hildegard Müller (Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft), Wolfgang Münchau (Eurointelligence ASBL), Ruprecht Polenz, Norbert Röttgen, Michael Stürmer (Chefkorrespondent WELT), Andre Wilkens (Stiftung Mercator – Mercator Centre Berlin) – aber es lohnt sich durchaus, die gesamte Liste durchzuarbeiten, da es auch unter den Spitzenkräften anderer Nationalitäten interessante (mehrdeutig gemeint) Persönlichkeiten zu entdecken gibt …

Neben London (Hauptsitz), Madrid, Paris, Rom, Sofia (?) und Warschau unterhält der ECFR auch ein Deutsches Büro in Berlin, das seit seiner Gründung, ebenfalls im Oktober 2007 von Frau Dr. Ulrike Guérot  … 2000 – 2003 Leiterin der Programmgruppe Europa bei der DGAP, 2oo3 erhielt sie den französischen Nationalorden (wurde zum „Ritter“ …), 2004 – 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin beim German Marshall Fund; daneben ist sie ehrenamtlich auch noch in der Arbeitsgruppe „Europa-Professionell“ der Europa-Union Deutschland (e.V.) tätig. Nicht nur außerordentlich emsig, sondern offenkundig auch ebenso karrierebewusst. – Trotz des scheinbar „hohen Anteils“ deutscher Interessenvertreter, kann ich im ECFR – und um den geht es natürlich in erster Linie, da er im Beitrag als Referenz angegeben wurde – nichts anderes als in der „großen Union“ erkennen!?

** „US-amerikanische Beobachter“ = nicht näher spezifizierte Quelle, die allerdings Ansichten und Expertisen liefern zu können scheint, die den Behauptungen des Artikels gut zu Gesicht stehen.

***        Stratfor = (Strategic Forecasting (Strategische Vorhersage/Prognose) Inc.) STRATFOR Global Intelligence … leider unterschlägt uns der deutsche Wikipedia-Eintrag das in der englischen Version enthaltene „Highlight“, dass die US-amerikanische Zeitung „Barron’s“  sich einmal auf STRATFOR als „die Schatten-CIA“ berufen haben soll! – Also falls das als Scherz gedacht gewesen sein sollte, dann taugt er nichts, da ich mich absolut nicht zum Lachen inspiriert fühle. – Doch graben wir noch etwas tiefer – es muss allerdings reichen, wenn ich mich dabei mit der „Wikipedia-Tiefe“ begnüge: Gegründet wurde STRATFOR 1996 als „privatwirtschaftlich betriebene Webseite, die Analysen, Berichte und Zukunftsprojektionen zur Geopolitik anbietet“, von dem „US-amerikanischen“ Politologen und Autor George Friedman, der den Laden seither anscheinend auch weitestgehend allein organisiert und geleitet zu haben scheint. Eine Person, von der nicht einmal Wikipedia (beide Sprachversionen) zu sagen vermag, wann sie geboren wurde, die sich durch die nur geringfügig umfangreichere Vita in der englischen Wikipedia aber immerhin als Sohn ungarischer Holocaustüberlebender identifizieren lässt, der mit seiner Familie auch noch dem sowjetischen Regime entkam und Zuflucht in einem österreichischen DP-Lager fand, von wo aus sie schließlich in die USA auswanderte. – Und was der englische Eintrag sonst noch so hergibt, reicht zumindest mir vollkommen aus, um zu vermuten, dass die oben erwähnte Definition der Bezugnahme des Barron’s Magazins so weit nicht danebenliegen kann …

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Anstatt nun auf die Argumentation des Artikels einzugehen, die sich in exzessivster Form der bekannten antideutschen (oftmals aber dank uneingeschränkter Kooperation der politischen Verantwortlichen in „diesem unserem Lande“, die allerdings auch nicht im Mindesten „nationale Interessen“ vertreten, mal abgesehen von denen mit ihren Posten verbundenen und als „deutsch“ deklarierten Ambitionen, nicht völlig unberechtigten) Stereotypen bedient, um diese Punkt für Punkt zu behandeln, greife ich Ihnen und mir selbst zuliebe zum Hilfsmittel einer Videodokumentation.

Prof. Dr. Hankel zur Eurolüge

Playlist (5 Teile)

(Ab dem dritten Teil werden sämtliche Desinformationen hinsichtlich der „Vorteile“, die „Deutschland“ durch den Euro eingeheimst haben soll, knallhart und leicht verständlich widerlegt! Obwohl der Experte noch lange nicht in die dunkelsten Katakomben der Hintergrundfakten eindringt, sollten die Informationen ausreichen, um selbst dem naivsten Gutmenschen und Obrigkeitshörigen die Augen weit zu öffnen! – Wenigstens im Hinblick auf die Erkenntnis, dass der deutsche Michel auch in dieser Hinsicht immer die sprichwörtliche Melkkuh aller anderen „Staaten“ war, ist und bleibt. Aber wie Prof. Hankel ebenfalls so richtig andeutete … es kann halt nicht sein, was nicht sein darf!)

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Darüber hinaus lässt sich aber keineswegs verleugnen, dass die Arbeit von „German Foreign Policy“ nicht nur eindeutig den Zweck verfolgt, die viel besungene „Angst vor Deutschland“ zu bedienen, in dem, die (globalen) Fakten außer Acht lassend, ständig von (bundes-)deutschen Hegemonialbestrebungen gefaselt wird, sondern dass diese Arbeit von „interessierten Kreisen“ auch gestützt wird (bspw. dadurch, dass GFP mal eben zu einer glaubwürdigen Referenzquelle in bundesdeutschen außenpolitischen Angelegenheiten hochstilisiert wird!). Man sieht also unzweifelhaft, dass hier ein großes Interesse an derartigen Publikationen herrscht (und wo ein solches Interesse = Bedarf an bestimmten Abarten von Informationen herrscht, sind mit der Befriedigung desselben auch ordentliche Profite einzufahren!).

Wenig vorteilhaft für die Redaktion wirkt sich auch die Tatsache aus, dass sie entweder selbst nicht berücksichtigt oder aber ihre Leser/innen wider besseres Wissen darüber hinwegzutäuschen versucht, dass es so etwas wie „deutsche“ Regierungen, Interessen, Unternehmen, Banken etc. p. p. schon seit über sechzig Jahren nicht mehr gibt – wer es besser weiß, zeige mir bitte einen Großkonzern (Trigema  zählt hier aus hinlänglich bekannten Gründen nicht!), der noch vollständig in „deutschem Besitz“ ist … von Banken oder der „Deutschen Börse“ brauchen wir da gar nicht erst anzufangen. Selbst die angeblich reichsten Herrschaften der BRD (die Gebrüder Albrecht) sind gemessen am „Adel der Hochfinanz“ bestenfalls als kleine Fische und absolute Leichtgewichte zu bezeichnen – und so geht es letztlich allen, deren Macht nicht über einen Eintrag in der Forbes-Liste hinaus geht. Mit ihrem Geld können sie sich zwar kleinere Stücke vom globalen Machtkuchen sichern, aber im großen Spiel dürfen sie nur mitspielen, weil sie der Oberklasse der „Kapitalbesitzer“ nützlich sind … aber lassen wir das – oder besser gesagt: schieben wir es auf, bis sich eine bessere Gelegenheit bietet, um dieses Thema etwas eingehender zu behandeln.

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Der zweite Artikel, der zur Ansicht empfohlen wurde, ist Staatliche Aufbauhilfe für Neonazis vom 16.11.2011. Auch dieses Werk aus der „Redaktionsstube“ eines Nachrichten-Dienstes (deutsche Entsprechung des Anglizismus‘ „Service“), der sich selbst als „linkskritisch“ bezeichnet, soll hier mit der kurzen einleitenden Zusammenfassung zitiert werden:

ERFURT (Eigener Bericht)

Neue Enthüllungen über die Neonazi-Mordserie an neun Männern mit nichtdeutscher Herkunft und einer Polizistin belasten einen deutschen Inlandsgeheimdienst. Wie es in aktuellen Medienberichten heißt, habe ein Mitglied der jüngst entdeckten Neonazi-Terrorgruppe womöglich noch nach dem Abtauchen in die Illegalität Kontakt zur Verfassungsschutzbehörde des Bundeslandes Thüringen unterhalten. Die Affäre könne sich zu einem „Verfassungsschutzproblem“ entwickeln, mutmaßt der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl. Tatsächlich zahlte der thüringische Verfassungsschutz während der 1990er Jahre sechsstellige D-Mark-Beträge an einflussreiche Aktivisten der extremen Rechten – mit der Begründung, sie seien als V-Leute von großer Bedeutung. Die Aktivisten setzten die Gelder ein, um Neonazi-Strukturen in Thüringen aufzubauen; dazu gehörte etwa der „Thüringer Heimatschutz“, ein Zusammenschluss gewaltbereiter Neonazis, dem nicht nur die für die Morde verantwortliche Terrorgruppe entstammt. Auch führende Funktionäre der heutigen extremen Rechten kommen aus der Organisation, die offiziell längst aufgelöst ist, aber in anderen Strukturen bis heute fortwirkt. Einstige Aktivisten der Vereinigung führen heute beispielsweise Neonazi-Festivals mit internationaler Beteiligung durch, die der europaweiten Vernetzung der extremen Rechten dienen.

Das im obenstehenden Artikel als hauptsächliche Referenz angegebene Buch (Co-Autor Carsten Hübner) können Sie bei Amazon nach derzeitigem Informationsstand zwar nicht mehr erhalten, doch Sie können seine Ansichten und Informationen in einer Studie nachlesen und prüfen, die er im Auftrag der Europaabgeordneten Gabi  Zimmer (GUE/NGL) im Dezember 2008 erstellt hat … Titel: Rechtsextreme Netzwerke und Parteien in Europa.

Zum Autor sind nur karge Informationen zu finden; Wikipedia führt lediglich seine Mitgliedschaft in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes* / Bund der Antifaschisten*, sowie bei der Gewerkschaft ver.di an. Auch ein Engagement bei der „Arbeitsgemeinschaft Junge Genossinnen“ und „Jungen Linke Thüringen“ (-> siehe Gesamtübersicht Jugendstrukturen der Partei „Die LINKE“) wird überliefert, wobei explizit darauf hingewiesen wird, dass ein Beitritt zur „Linksjugend Solid“ (besser bekannt bis teilweise berüchtigt unter der „Eigenbezeichnung Linksjugend [`solid] nicht stattfand.

Die zweite relevante Quelle, auf die der Artikel sich beruft, ist das Duisburger Institut für Sprach und Sozialforschung (DISS) – auch hier lohnt sich ein etwas genauerer Blick in die Vorstandsetage. Ich biete hier allerdings vor allem namensbezogene, mehr oder minder neutral zu nennende Rechercheempfehlungen an. Lesen und entscheiden, welchem Spektrum das Institut, seine Arbeit und insbesondere seine verantwortlichen Köpfe zuzurechnen sind, sollten Sie schon selbst. (Wenn man aufmerksam liest, sollte danach kein Diskussionsbedarf mehr bestehen.)

Der Vorstand besteht also aus … Prof. Dr. Siegfried Jäger (Vorsitzender), Helmut Kellershohn (1. Stellv.), Dr. Jobst Paul (2. Stellv.), Dr. Margarete Jäger (3. Stellv.). Ich wage mal zu behaupten, dass die „etwas einseitige“ Kompetenz dieser Personen nicht in Frage gestellt werden kann, aber trotzdem aufgrund des Mangels an Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der „vertretenen Seite“ (woran es bei „Linken“ seit jeher mangelte), zumindest einen neutralen, objektiv-kritisch mit den behandelten Sachverhalten umgehenden Betrachter nur „höchst bedingt“ zu überzeugen vermag. Was natürlich nichts daran ändert, dass sich das Institut berechtigterweise zu den bevorzugten Referenzquellen hinsichtlich der „kritischen Rechts-Links-Dialektik-Theorie“ bezeichnen darf.

(* Diese beiden „Opfer- und Widerstandsorganisationen“ repräsentieren ein fundamentales Problem der gesamten Diskussion, mit dem sich offenkundig niemand so recht zu befassen bereit ist. Ähnlich unübersehbar tritt das bei einer anderen, ich möchte sagen wenigstens fragwürdigen Internetplattform und deren „Engagement“ zutage, die sich hochtrabend und augenwischend zugleich „Netz gegen Nazis“ nennt – dem ich hier aus Gründen der von mir präferierten Ausgeglichenheit einfach mal ein „Netzwerk gegen Linksextreme und Antifa“ gegenüberstellen möchte. Das soll nun nicht heißen, dass ich uneingeschränkt mit allem einverstanden wäre, was dort an Meinungsäußerungen veröffentlicht wird, ich denke aber, dass es immer und überall eines Gegengewichts bedarf … man muss (oder sollte) sich ja keiner Seite blind anschließen, sondern nur die Argumente beider Seiten zur Kenntnis nehmen, um sich dann eine eigene Meinung bilden und entscheiden zu können, wie man die bestehenden und permanent von innen und außen befeuerten Diskrepanzen zwischen Schein und Wirklichkeit zu überwinden und endlich eine ausgewogene und vernünftige Lösung für die künstlich erschaffenen Probleme zu entwickeln vermag.

Nun, um kurz noch einmal auf das „fundamentale Problem“ der sich selbst „links verortenden“ Damen und Herren zurückzukommen: dieses besteht unbestreitbar darin, dass „die Linken“ sich ihren eigenen „Opferstatus“ zugelegt und im Zuge der Optimierung dieser „gegen Rechtsradikalismus und Faschismus gerichteten Schutzmaßnahme“ immer erfolgreicher dabei wurden, die Schuld, welche die eigenen Ursprünge an dem Entstehen dieser „rechten Extreme“ auf sich geladen haben, nicht nur zu verdrängen, sondern letztlich ins Gegenteil zu verkehren … so leid es mir tut, das sagen zu müssen, aber 1.) ist das seit gut 200 Jahren das Kernproblem jeder Staats- und Gesellschaftsform und 2.) kommt es einem doch irgendwie unangenehm bekannt vor, was eventuell durch die unerhörte „Verschwörungstheorie“ hinsichtlich des wahren Ursprungs aller sozialistischen/kommunistischen Heilslehren (der übrigens nicht in erster Linie „jüdisch“ und auch „älter“ als 220 Jahre ist!) zu tun haben könnte. Das war von mindestens 1830 an, besonders gewaltig zwischen 1914 – 1945 „der Stand der Dinge“, aber ist es ohne jeden plausiblen Zweifel auch heute noch!)

Zum Luftholen möchte ich da eine Stimme zitieren, die das Thema „Linke“ meiner Ansicht nach sehr interessant beschrieben hat … natürlich steht es jedem frei, die nachfolgende Aussage selbst zu interpretieren, aber ich denke, sie ist in Puncto Klarheit der Aussage schon eindeutig zu nennen:

„Links kennt keine Grenzen. Ob du kochst wie Biolek oder Menschen entführst wie Markus Wolf: Hauptsache, die fünf Buchstaben zieren dein Button. Während Rechts das politische Todesurteil bedeutet, ist Links das ’Sesam-öffne-dich’ ins Reich der Guten, weshalb besonders Unsichere das Wörtchen wie eine Grubenlampe vor sich hertragen … Wer links ist, braucht kein Schamgefühl, keinen menschlichen Anstand, kein Geschichtswissen: Er befindet sich a priori auf der Seite der Guten. Und nur auf dieses eine Wort reagiert der Reflex: Du kannst einen Linken einen Lügner, Raffke, Menschfeind nennen, es wird ihn kalt lassen. Selbst ’Kinderschänder’ dürfte an ihm abperlen wie Regen am Ostfriesennerz. Doch nennst du ihn einen Rechten, dann geht er hoch wie ein Rakete.“

 (Freya Klier, Autorin und Dokumentarfilmerin, im Novemberheft 2000 der Zeitschrift „Mut“)

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Diese eingeschobene Erklärung wird durch den Artikel, welchen GFP unter dem Titel „Kleiner Adolf“ nun erwartungsgemäß auch zum Neonazi-Terror-Thema nachgeschoben hat, absolut bestätigt und sogar noch „doppelt“ unterstrichen, da der Bezug zum „rechten Terror“ der Weimarer Republik zwar hergestellt, aber nicht einmal ansatzweise auf den „roten Terror“ eingegangen wird, der jeder „reaktionären“ Aktivität vorausgegangen war … nun mag man mir entgegenhalten, dass das ja vom Artikelthema her gar nicht sinnvoll gewesen wäre … stimmt, aber diese Einseitigkeit ist leider bezeichnend für den „linken Umgang“ mit der „Schuld der anderen“ und „ihrem Unschuldsstatus“!

Die NS-Mordserie und ihr geheimdienstlicher Hintergrund erinnern an ähnliche Ereignisse in der Weimarer Republik. Damals verübten rechtsradikale Terroristen in Zusammenarbeit oder mit stillschweigender Duldung einzelner Behördenteile zahlreiche Mordanschläge, bei denen mehre[re] hundert Menschen starben. Die Weimarer Mordgruppen zielten auf die Überführung der bürgerlich-demokratischen Verfassungsverhältnisse in einen autoritären Gefolgschaftsstaat „germanischer“ Ordnung. […]

Der absolute Knaller ist der letzte Satz des Zitats … als habe die „linksrevolutionäre Zielsetzung“ nicht auch auf Ablösung der verleideten „bürgerlichen Demokratie“ (Bourgeoisie) abgezielt, um sie durch ein sowjetisches Rätesystem zu ersetzen … was unter solcher Führung passierte und kaum als „bessere Alternative“ gelten kann, sollten wir zumindest heute und im Rückblick auf die (angeblich) marxistisch-leninistischer Ideologie entsprungene Stalin-Diktatur sehr wohl als um keinen Deut weniger brutal und mörderisch einschätzen können. (Was grundsätzlich aber nur dann möglich ist, wenn man nicht nur „links zu denken“ gelernt hat!). – Und dann noch: Selbst wenn man dem „Staat BRD“ und seinen „Verbindungen“ zu sich heute „Verbündete“ nennenden ehemaligen Siegermächten, welche nicht zuletzt durch eine immer noch andauernde, permanente Einflussnahme jedem „demokratischen“ Gedanken hohnspricht, aus Prinzip kritisch gegenübersteht, kann man sich der doch recht konfus anmutenden Argumentation der GFP-Redaktion unmöglich anschließen. So wird hier, bezugnehmend auf „Zuständigkeitsansprüche“ seitens des BKA und dessen mehr als nur dubiosen Leiters Jörg Ziercke u.a. zwar angesprochen …

[…]So soll Ziercke Kenntnis von Folterpraktiken bei der Zusammenarbeit mit Geheimdiensten im Nahen Osten besitzen, ohne diesen Notstandsmaßnahmen nachgegangen zu sein.[9] Weitere Auslandskontakte unterhält das BKA unter anderem mit Repressionsbehörden der Schweiz, Belgiens und der Niederlande. Unter dem Namen „Remote Forensic Software User Group“ widmet sich eine gemeinsame „Arbeitsgruppe“ der Geheimdienste dem verdeckten Ausspähen privater Computer („Staatstrojaner“) – auf deutsche Initiative […]

… während gleichzeitig auffällig vermieden wird, auf sehr viel gravierendere, allerdings von den untadeligen „USA“ zu verantwortende Aktivtäten ebenso hinzuweisen. – Natürlich liegt das schlicht und ergreifend in der Tatsache begründet, dass dieser Artikel keine objektiven Fakten liefern, sondern auf vertraute Weise in erster Linie antideutsche Stimmung verbreiten soll. – Man darf daraus wohl berechtigterweise den Schluss ziehen, dass angloamerikanische und israelische Geheimdienstaktivitäten in der BRD oder seitens der BRD zu vertretende Komplizenschaft dabei für die GFP-Redaktion keinen Anlass zu Sorge oder Kritik bieten!?

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Nun gut, damit habe ich Ihre und meine Zeit aber lange genug mit „GFP-Analyse“ vergeudet. Sie sollten diese „Informationen“ wirklich selbst lesen … Doch um zu begreifen, warum man sie als zielgerichtete Desinformationen bezeichnen muss, die mit Hilfe von „Links-Rechts-Dialektik“ einerseits unschwer zu identifizierenden Interessen dienen sollen und andererseits auf der Propaganda namens Weltkriegsgeschichte aufbauen, muss man auch darum bemüht sein, sich einen Standpunkt auszuwählen, von dem aus man zumindest die imaginären Umrisse des mit Bedacht in Tausende von Fragmenten zerschlagenen wahren Geschichtsbildes auszumachen vermag.

Dieses im Zuge einer (so weit als möglich) ideologiefreien und auch anderen „bewährten Methoden“ der Massenmanipulation ihre Wirkmacht raubenden Revision der Geschichte in seiner wahren Gestalt zusammenzufügen, muss als der erste Schritt zur wahren Freiheit und Emanzipation jedes angemessen danach strebenden Menschen angesehen und auch verstanden werden. Also … raus aus dem Spannungsfeld und runter mit den wie auch immer getönten Scheuklappen!

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Einige gegensätzliche Denkansätze … und die Grundlage des allem voranstehenden Faktums: BRD ist nicht gleich Deutschland

Zunächst möchte ich als Gegengift für die Einseitigkeit der GFP-Darstellungen einige alternative Sichtweisen zum Thema „Neonazi-Terror“ anbieten und auch zum Lesen empfehlen …

Eine ganze Reihe von richtigen Fragen und bedeutsamen Denkanregungen hält der aktuelle Beitrag der Aktion Kehrwoche bereit, der auch vom Titel her betrachtet meine umfängliche Zustimmung findet: Rechts oder links oder wie nennt man bankisch…  auch die Definition, die der Autor den „unheiligen Leuten“, die das „Rechts gegen Links ausspielende“ System erfunden und dank der tatkräftigen Unterstützung kooperierender Intellektueller in stetig optimierter Form zu ihren Zwecken eingesetzt haben, spendiert, kann klarer und treffender nicht formuliert werden.

Vor allem möchte ich unseren „ausländischen Mitbürgern“ und insbesondere den antideutschen „Hiergeborenen“ den gutgemeinten Rat geben, bei ihrem einseitigen Austeilen zu bedenken, dass auch verallgemeinernde Deutschfeindlichkeit per definitionem nichts anderes als Rassismus und Diskriminierung  ist.

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Ergänzend möchte ich auch noch den Artikel Mordserie an Muslimen, eine Schande für die Bundesregierung und ihre „Verbündeten“ von Scusi! empfehlen. Reinhard Lütkemeyer beschäftigt sich zwar ausschließlich mit dem Fall, der die Gemüter der Pseudo-Demokraten und ganz besonders der Dogmatiker der verschiedenen linken Denkschulen derzeit so furchtbar belastet, stellt dabei aber einige bedenkenswerte Spekulationen an und die Sachlage insgesamt objektiv-kritischer dar. Dabei nimmt er auch einen unbedingt erforderlichen, etwas längeren Anlauf, der ihn relativ mühelos so manchen der berüchtigten „Links-Rechts-Gräben“ überspringen lässt (ohne dass er gleichzeitig seinen eigenen Standpunkt aufzulösen gezwungen wäre).

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Auch in Bezug auf die Behauptungen der GFP-Redaktion hinsichtlich der Parallelen der gegenwärtigen „BRD-Politik“ mit jener des Zweiten Deutschen Reiches und Bismarcks gebe ich eine Alternativmeinung an, wobei ich mir in „frevelnder Art und Weise“ den ersten Teil meiner eigenen Abhandlung zum Thema Kriegsschuld zu verlinken erlaube. – Und ich wage sogar zu behaupten, dass jeder Mensch, der die darin zusammengetragenen Fakten ohne ideologische oder religiöse Brille studiert, erkennen muss, dass die Aggressionen gegen Deutschland gerichtet waren und nicht von diesem ausgingen. – Ich rege im Gegenteil nochmals dazu an, die eigene Phantasie einmal auszureizen und wenigstens den Versuch zu unternehmen, sich rein hypothetisch auszumalen, wie Deutschland und Europa heute verfasst sein könnten, wenn „Großbritannien“ (und die hinter ihm stehenden sowie durch es wirkenden Kräfte) nicht um jeden Preis auf Krieg aus gewesen wäre, um weit mehr auszuschalten als „nur“ einen leidigen See- und Handelskonkurrenten!?!

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Zu guter Letzt wäre dann noch das Wiederkäuen der abstrusen These eines „erneuten Strebens Deutschland nach europäischer Hegemonie und Weltmacht“. Unzweifelhaft gibt es Kräfte im Umfeld der sogenannten „Bundesregierung“, die ungeheuer viel Zeit und Energie darauf verwenden, diesen Eindruck glaubhaft zu vermitteln … Politikberatung schimpft sich das und jedes Institut, das sich in diesem Gewerbe herumtreibt, ist gleichzeitig auch ein „Think Tank“, was in letzter Konsequenz dem Schluss des Kreises der erklärenden Beweisführung gleichgesetzt werden kann … die dort beschäftigten Spezialisten werden fürs Denken und Austüfteln von elitären Plänen und PR-Strategien für deren Vermarktung bezahlt.

Menschen, die immer noch nicht begreifen – oder, schlimmer noch, sich nicht entblöden, einen dieser Tatsache widersprechenden Schwachsinn unaufhörlich wiederkäuend zu verbreiten –, dass (O-Ton Seehofer bei Pelzig) diejenigen die entscheiden, nicht gewählt sind und diejenigen, die gewählt werden, nichts zu entscheiden haben (-> Beweisvortrag auf den Punkt gebracht!), müssen sich immer nachdrücklicher selbst fragen, ob eine derartige Naivität ohne massives Eigenverschulden überhaupt vorstellbar ist? Darum noch einmal ganz kurz und langsam zum Mitdenken:

Eine Frau Merkel, an deren „rechtmäßiger Kanzlerschaft“ ebenso zu zweifeln ist, wie an der all ihrer Vorgänger (und zwar aus den schon oft genug genannten staats- und völkerrechtlichen Gründen, die seit 66 Jahren bestehen und vor 62 Jahren „in trockene Tücher“ gepackt, sowie 1989/90 nicht abgestellt wurden) könnte selbst dann nicht in deutschem Interesse handeln, wenn dies in ihren Absichten läge – aber diese Variante der Geschichte darf man fraglos mit Fug und Recht ins Reich der Märchen (oder der echten Verschwörungstheorien) verweisen.

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Dank der schon einmal zitierten (verlinkten) Quelle Aktion Kehrwoche (beachten Sie auch die weiterführenden Darlegungen des Autors!) und eines aufmerksamen Kommentatoren vermag ich Ihnen dafür aber noch einen eindeutigeren Beweis als die oben angeführte öffentliche Bemerkung des Herrn Seehofers anbieten … der Empfehlung, dieser „Sensation“ zu weitestmöglicher Verbreitung zu verhelfen, greife ich aber so was von umgehend und selbstverständlich auf! Man lausche „Bundesfinanzminister“ Schäuble und den ergänzenden Kommentaren des Autorenteams:

Quelle

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Es gäbe dazu und zu allen anderen Aspekten, die dieser Artikel natürlich nur streifen kann, noch eine Menge mehr zu schreiben, aber für heute soll und muss das erst einmal reichen … Rom wurde bekanntlich auch nicht an einem Tag erbaut … außerdem haben „wir Verschwörungstheoretiker“ uns schon lange und ausgiebig genug verausgabt – jetzt ist es langsam mal an den „Bürgen unseres Pseudostaates“, diese Vorarbeit in konstruktive Eigeninitiative umzuwandeln, bevor der Karren endgültig in die Betonmauer kracht!

Doch gerade in Bezug auf die Geschichte mit der „bundesdeutschen Souveränität“ fühle ich mich geradezu genötigt, zusätzlich noch eine „uralte Verschwörungstheorie“ aus der Versenkung hervorzuholen … gemeint ist die folgende Angelegenheit…

Die Kanzlerakte – oder: Der geheime Staatsvertrag vom 21. Mai 1949

Im größeren Rahmen Bekanntheit erlangte diese Geschichte durch die Veröffentlichung des Buches „Die deutsche Karte. Das verdeckte Spiel der geheimen Dienste“ von Gerd Helmut Komossa. Es sorgte seinerzeit im In- und Ausland für einigen Wirbel … und dass es in Österreich veröffentlicht werden musste, ist ebenso vielsagend wie bezeichnend, nicht wahr?

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Hier in aller Kürze (Wikipedia-Tiefe) noch ein paar Infos zum Autor:

Gerd-Helmut Komossa (1943 Kriegsteilnehmer, 1945 sowjetischer Kriegsgefangener -> 1956 Eintritt in die BW im Rang eines Oberleutnants -> 1971 – 1973 Adjutant des Generalinspekteurs der BW ~ Admiral Zimmermann -> „Tätigkeit“ in der Führungsakademie der BW -> 1977 – 1980 Leiter des Amtes für den Militärischen Abschirmdienst ~ MAD; wie passend! -> Nachfolger von Gert Bastian als Kommandeur der 12. Panzerdivision, Rang Generalmajor -> 1985 Gründung der „Gesellschaft für die Einheit Deutschlands e.V.“, die „trotz Kontakten zur rechten Szene“ offenbar nicht verfassungsschutztechnisch „verdächtig ist“ (warum das wahrscheinlich so ist, kann man eventuell erahnen, wenn man sich die Sache eingehender anschaut!?) -> Buchveröffentlichung „Die deutsche Karte. Das verdeckte Spiel der geheimen Dienste“ -> Bücher.de (Ausgabe 2007, 216 Seiten); Amazon (Ausgabe 2008, 216 Seiten)

Zum Buch und dem „sonderbaren Verhalten“ des Autors hat sich auch die Stimme der Vernunft einige Gedanken gemacht, die ich hier anstelle eines eigenen Kommentars empfehlen möchte, da sie „näher dran“ ist und außerdem meiner Sichtweise voll und ganz entspricht. (Die Frage, ob Herr Komossa eventuell nur für einen „regen Absatz seines Buches“ hat sorgen wollen, in dem er diese „Knallerbse“ auszuschlachten versuchte, könnte man sicherlich auch stellen, aber ich finde, dass der Aufwand die damit verbundenen Risiken nicht annähernd aufwiegen kann … deshalb halte ich es für „eher weniger wahrscheinlich“ und schließe mich jenen Meinungen an, die den ganz gewöhnlichen Geheimhaltungswahn für die „immer noch schwelende Frage“ verantwortlich machen!)

Zu guter Letzt möchte ich dann auch noch eine Forumsdiskussion zum Thema „Hans-Christian Ströbele ‚bestätigt‘ Existenz eines Geheimen Staatsvertrags …“ anbieten, die ein hervorragendes Beispiel über einen diesbezüglichen „Meinungsaustausch“, wie er in Deutschland in diversen Sachfragen und Zusammenhängen an der Tagesordnung ist, zur Verfügung stellt.

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Das war es jetzt erst einmal … aber ich gehe „relativ stark“ davon aus, dass man auf dieses Thema recht bald noch einmal wird zurückkommen müssen …

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6 Responses to „Deutschland“ ist nicht gleich BRD … oder: Europa in „rechts-links-dialektischer“ Umklammerung

  1. Tommy Rasmussen says:

    „Deutschland soll in die Schuldenunion gezwungen werden.“
    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/11/33206/

    Wenn man in die Zukunft schauen will, muss man erst die Vergangenheit kennen:

    „Die NS-Mordserie und ihr geheimdienstlicher Hintergrund erinnern an ähnliche Ereignisse in der Weimarer Republik. Damals verübten rechtsradikale Terroristen in Zusammenarbeit oder mit stillschweigender Duldung einzelner Behördenteile zahlreiche Mordanschläge, bei denen mehrere hundert Menschen starben. Die Weimarer Mordgruppen zielten auf die Überführung der bürgerlich-demokratischen Verfassungsverhältnisse in einen autoritären Gefolgschaftsstaat „germanischer“ Ordnung.“

    Geschichte wiederholt sich:

    21.11.2011 – Schäuble: In weniger als 24 Monaten kommt die Fiskalunion, und Deutschland habe seit 1945 nie den Zustand der vollen Souveränität gehabt. Den Kritikern des bestehenden Finanzsystems unterstellte Schäuble indirekt umstürzlerische Absichten. Es sei die Aufgabe der Bundesregierung und der Banken, „die empfundenen Legitimationsdefizite…zu bekämpfen“, und dessen ungeachtet werde sich die Bundesregierung mit großer Entschiedenheit für eine neue Ordnung Europas einsetzen.
    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/11/32894/

    Kommentar
    Herr Schäuble und Frau Merkel machen die Dreckarbeit für die Finanzfaschisten – und das deutsche Volk zum Sündenbock. Das ist der Plan und der funktioniert jedes Mal.

    Ist viel oder alles davon nur Theater:

    23.11.2011 – Der Stiefvater der in Heilbronn getöteten Polizistin hat jeden Kontakt seiner Familie zum Zwickauer Neonazitrio bestritten. Es habe niemals Kontakt zwischen seiner Stieftochter und der Gruppe gegeben, sagte Ralf Kiesewetter der «Ostthüringer Zeitung». Frei erfunden sei auch die Meldung, wonach er ein Lokal besessen haben soll, in dem sich die rechte Szene traf, sagte der 58-Jährige. Außerdem habe er auch nie einen Koch beschäftigt, der mit Beate Zschäpe – der Frau im Neonazitrio – verwandt ist.
    http://www.arcor.de/content/aktuell/newsticker_rss/33695670,1,content,Stiefvater+von+Polizistin+weist+Kontakt+zu+Neonazis+zur%C3%BCck.html

    Wir haben es natürlich wie so oft auch im Falle der „Döner Mörder“ (wie tötet man einen Döner?) nicht mit der Realität zu tun, sondern der Umsetzung eines Drehbuches:
    http://polskaweb.eu/medien-und-behoerden-legen-braune-suempfe-an-768576.html

    Viele Grüsse, Tommy

    • Adalbert Naumann says:

      Hallo und vielen Dank für den Extra-Input, Tommy!

      Man sollte meinen, die Menschen würden irgendwann einmal aus der Geschichte lernen – aber damit begeht man natürlich einen schwerwiegenden Denkfehler, da sie sich dafür zunächst einmal kritisch mit der Vergangenheit beschäftigen, sowie erkennen und eingestehen müssten, dass „die allgemein anerkannte Geschichte“ nichts anderes als aneinandergereihte Propaganda (Tavistock, Bernays & Co senden schöne Grüße) und dem übergeordneten Plan angepasste Pseudowahrheiten ist.

      Aber was soll’s, so lange es mich bei derart offensichtlichen Machenschaften immer noch in den Fingern juckt, werde ich zwar nicht zurückstecken und dort, wo ich es für angebracht halte, meine Meinung zum Ausdruck bringen … aber auf eine Veränderung im Sinne von eigenverantwortlichem und ungebundenem Denken, was für das Erkennen des uns von der Wahrheit trennenden Lügengespinstes unabdingbar ist, hoffe ich nicht mehr. Schon gar nicht über ein Medium wie das Internet, das scheinbar zwar „von den Mächtigen bekämpft“ wird, sich in Wirklichkeit aber mehr und mehr in ihre wertvollste Waffe verwandelt. (Auch von der Grundlage einer ernsthaften Geschichtsforschung abweichende „Verschwörungstheorien“ bewirken schließlich nichts anderes als eine kontroproduktive Verschärfung einer in die Irre führenden und hauptsächlich der Spaltung und Verdummung dienenden „Informationsflut“.) Dagegen kann man als Einzelner beim besten Willen nicht anschreiben und erst recht nichts ausrichten.

      Trotzdem – oder gerade deshalb – viele Grüße zurück und bis bald!
      Adalbert

  2. hans-im-glueck says:

    Hallo Adalbert,
    das ist wieder einmal ein sehr gelungener Artikel – präzise, sauber recherchiert, umfassend, anregend – danke.
    Man möchte dem Volk dieses Landes zurufen: Mensch, Deutscher – wach auf!
    Leider gerät man damit schon wieder in eine bestimmte „Ecke“, da es eine ähnlich lautende Losung in der angeblich so dunklen Zeit unserer Geschichte schon mal gab. Andere Leute haben mit solchen Losungen keine Probleme: http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58206

    Aber wir sind eben alle gleich – nur manche sind gleicher! Auch ein typisches altrömisches Machtinstrument: „Quod licet Jovi, non licet bovi“ – volkstümlich: „Was Jupiter erlaubt ist, darf der Ochs noch lange nicht“.
    (das ist wie mit der Bachstelze: die hat zwei gleichlange Beine – besonders das linke! 😉

    Noch ein Tipp für den Umgang mit bewusst.tv – man kann alle dort aufgenommenen Beiträge auch herunterladen und dann in Ruhe mit einem beliebigen passenden Programm ansehen – es lohnt sich wirklich.
    LG
    H-i-G

    • Adalbert Naumann says:

      Hallo H-i-G

      auch Dir besten Dank für die Reaktion und die neuesten GFP-Ergüsse, auf die ich hier nicht näher eingehen werde, da ich mich damit schon länger als dieser Mist es verdient damit abgegeben habe. Den Tipp bezüglich bewusst.tv werde ich mir merken und bei Gelegenheit mal ausprobieren, einige der wirklich interessanten Beiträge „abzustauben“, um sie mir bei passender Gelegenheit in Ruhe anschauen zu können. – Aber wie „Kollegen Jan und dat Bärche“ uns bereits aufzeigten, gibt es ja mehrere Wege an dieses Ziel … ;O)

      Ja, stimmt. Die Verwendung von Begriffen, die dann, wenn sie gegen die Propagandalügen des Systems eingesetzt werden, als negativ konnotiert und wegen „Nazi-Missbrauch“ verbrannt zurückgewiesen werden, fällt den System-Verteidigern nicht sonderlich schwer … und das nicht nur, wenn sie die „Gegenseite“ damit verspotten und lächerlich machen wollen! Die „Revolutionslosung … insbesondere der Teil bezüglich der Gleichheit“ ist sowieso eine der feistesten Lügen, die jemals verbreitet und danach in allen Variationen ausgeschlachtet wurden. Während hier von der Gleichheit aller Menschen fabuliert wird, trachtete die Wissenschaft (darunter nicht selten auch „geistige Vordenker“, auf die sich die französischen und anderen Revoluzzer bis heute berufen!) mit niemals ermüdendem Eifer danach, das Gegenteil festzustellen. Nicht zuletzt, weil es ihre eigene Kaste „entwerten“ würde, wenn sie dem „ungebildeten Pöbel“ dieselben Freiheiten und Rechte wie sich zubilligen würden. Aber das ist eben ein Teil der Geschichte unserer „Evolution als Spezies“ und die wurde von denselben Herrschaften „in Auftrag gegeben“ wie jene, über die ich mich so „herzerfrischend“ zu echauffieren vermag.

      Deshalb ist es fraglos richtig und trotz allem besser, wenn man diesem Irrsinn hin und wieder auch mit Humor zu begegnen versucht …

      LG retour
      Adalbert

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