Das Problem von antizionistischen Juden und Nichtjuden mit dem Staat Israel

Ein Thema, mit dem ich erstmals vor gut zehn Jahren direkt und heftig kollidiert bin. Seither habe ich viel darüber recherchiert und gelesen, aber erst durch den Kontakt mit „anderen Bloggern“ habe ich das Bedürfnis und … zugegebenermaßen … den Mut gefunden, meine diesbezügliche Meinung öffentlich zum Ausdruck zu bringen …

[ Zuerst veröffentlicht am 09.07.10 bei AmSeL-Gedanke Plus und am 10.07.10 bei Soledad ]

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Als meinen ersten (und eventuell auch letzten) Gastbeitrag für beide von mir geschätzte Blogs von Josephine und Moltaweto habe ich mir ein Thema ausgewählt, dass diese beiden Menschen ebenfalls nachhaltig beschäftigt. Man könnte es auf den kurzen Nenner Naher und Mittlerer Osten bringen – oder noch treffender mit die Geschichte des zionistischen Staates Israel umschreiben. Da es sich hierbei um ein ungeheuer komplexes und wenigstens 150 Jahre umfassendes Thema handelt, kann natürlich nur der Versuch unternommen werden, die Mythen und Geschichte der Vergangenheit mit der Realität der Gegenwart zu vergleichen und daraus wiederum einen Ansatz abzuleiten, mit dem sich die Probleme, in deren Zentrum unbestreitbar „USrael“ stehen, etwas realitätsbezogener und wahrheitsgemäßer ergründen lassen, als dies in offiziellen und „allgemein anerkannten“ (soll heißen: „auch von den Zionisten!“) Publikationen getan wird.

Die Geschichte dieses Staates wird oftmals auch mit dem Thema „Nationalsozialismus“ und Weltkrieg II in Verbindung gebracht, wobei dann auch der Holocaust gerne als Rechtfertigung und Begründung für die Staatsgründung Israels und dessen seither bevorzugte Politik  angeführt wird. Nicht zuletzt auch von den politischen Verantwortlichen der BRD (parteiübergreifend), die nicht müde werden, das Existenzrecht Israels als „unantastbare Staatsräson“ zu bezeichnen und als Begründung dafür die besondere Verantwortung Deutschlands aufgrund seiner historischen Schuld anzuführen. – Ich wage hier und jetzt einfach mal zu behaupten, dass dies ein Stück Geschichtsschreibung ist, wie man sie von den Zionisten und ihren „Freunden“ (Marionetten) in den führenden Nationen der Welt kennt! Es kommt garantiert nicht von ungefähr, dass Juden bevorzugt als „Revisionisten“ bezeichnet werden, wenn sie die israelische Politik und Propaganda zu kritisieren wagen. „Wir Deutsche“ kennen das auch irgendwoher, oder?

Wie viele kritische Stimmen, etwa Norman G. Finkelstein, in ihren Publikationen zum Ausdruck bringen, sind sowohl der Holocaust als auch das Totschlagargument „Antisemitismus“ die wichtigsten Säulen der zionistischen Propaganda. – Und auf diese Feststellung lege ich besonderen Wert, da es  nachweislich falsch ist, wenn man Zionismus und (Welt-) Judentum als ein und dasselbe bezeichnet. – Vorrangig um damit jede, auch berechtigte, Kritik an Israel zu delegitimieren. – Das hat nicht das Geringste mit Antisemitismus (korrekter Judäophobie) oder Bestreiten der nationalsozialistischen Verbrechen zu tun, sondern stellt lediglich eine gerne verleugnete oder verschwiegene Tatsache fest!

Wer sich mit diesem Thema eingehender befassen und selbst nachprüfen möchte, sei hiermit – mit erheblichen Vorbehalten, dennoch verlinke ich aus Bequemlichkeit vorwiegend auf dieses „Online-Standardwerk 😉 – zunächst einmal auf den Wikipedia-Eintrag zum Zionismus hingewiesen. Um sich in dieses komplexe Thema wirklich einlesen und auch die in diesem Artikel geflissentlich verschwiegenen Facetten der israelischen Staatsideologie erfassen zu können, muss nicht nur berücksichtigt werden, dass die deutsche Wikipedia hundertprozentig der prozionistischen / proisraelischen „political correctness“ unterworfen ist. Sondern auch beachtet werden: Durch Verfolgen der angebotenen Links lässt sich dieses erheblich einschränkende Manko jedoch umgehen und mit dem notwendigen Maß an Geduld, Hartnäckigkeit und gesundem Menschenverstand lässt sich – sozusagen zwischen den Artikeln und Zeilen – doch ein halbwegs passables Gesamtbild entwickeln. Ein Überblick, der unter anderem auch die Tatsache unmissverständlich aufzeigt, dass die zionistische Kolonisierung Palästinas schon unter dem Regime der osmanischen und britischen Besatzungsmacht begonnen hatte und alle maßgeblichen Voraussetzungen (mit Ausnahme einer zufriedenstellenden Zahl von einwanderungswilligen europäischen Juden!) lange vor der „vollkommen unprovoziert“ beginnenden Judenfeindlichkeit im nationalsozialistischen Deutschland geschaffen wurden. Der Hinweis auf die finanzielle und organisatorische Unterstützung, welche die Zionisten von den Herren Edmond de Rothschild und Baron Lionel Walter Rotschild (siehe auch Balfour-Deklaration) erhielten, sollte nicht leichtfertig oder ignorant behandelt werden! Beide, und damit auch die Nachfolger ihrer Clanlinien, waren und sind maßgeblich in das zionistische Projekt namens Israel (und mehr) involviert und müssen auch als fundamentale Garanten für den andauernden Einfluss der Zionisten auf die Weltpolitik eingestuft werden … Das ist ein nachvollziehbarer Fakt und gewiss nicht der Stoff, aus dem „Verschwörungstheorien“ gewoben werden.

Interessant und wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, die diversen „Untergrundorganisationen“ in die Recherche einzubeziehen, die sowohl gegen die britische Mandatsherrschaft als auch gegen die arabischen Bevölkerungsteile Palästinas agierten. Dass sie dabei häufig zu Mitteln griffen, die Israel (und seine Apologeten) heute bspw. beim palästinensischen Widerstand als Terrorismus brandmarkt, geht sogar aus den betreffenden Artikeln der Wikipedia hervor. Das Internet bietet allerdings noch viel bessere, interessanter Weise häufig prozionistische Seiten, auf denen sich Material finden lässt, das ein bedeutend umfassenderes Studium dieses Aspekts der Kolonialisierung Palästinas (über die Staatsgründung hinaus!) ermöglicht.

Schon gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war vor allem jüdischen Gegnern des Zionismus bestens bekannt, mit welchen unlauteren und diffamierenden Methoden die Hardliner dieser Ideologie ihre Widersacher zu behandeln pflegten. Und daran hat sich bis heute nicht nur absolut nichts geändert, sondern dieses Wissen erlaubt es einem aufmerksamen Menschen auch, prozionistische Ablenkungs- oder Verteidigungs-Propaganda zu entlarven, egal von welcher Seite sie auch kommt! (Siehe dazu bspw. den Artikel Moltawetos zur „Antisemitismus-Debatte 2010“ … Zitat 2 aus dem Brief von Reuven Cabelman an die Heinrich-Böll-Stiftung anlässlich der Absage eines Vortrags von Norman G. Finkelstein in Berlin)

Der moderne Staat Israel und sein Streben nach regionaler Hegemonie und Eretz Israel

Viele Kritiker, einschließlich Juden (vornehmlich „Torah-treues Judentum“) bezeichnen den von Zionisten ins Feld geführten „historischen (= biblischen) Besitzanspruch auf das gesamte Gebiet Palästinas und noch über dessen Grenzen hinaus als das Produkt einer auf Mythen beruhenden „Tatsachenbehauptung“. Natürlich wird jeder, der dieser Argumentation widerspricht (bspw. Ilan Pappe oder in jüngster Zeit Shlomo Sand) der unerbittlichen Anfeindung durch Zionisten und von deren Ideologie indoktrinierte Philosemiten ausgesetzt. Das ändert aber nichts daran, dass erhebliche Zweifel an der zionistischen Sichtweise und Argumentation (Staatsideologie) angemeldet werden müssen.

Was Israels aktuelle Propaganda angeht, so basiert sie häufig (neben allgemeinen Antisemitismus-Vorwürfen in Richtung Kritiker, auch wenn es sich bei solchen um Menschen jüdischen Glaubens handelt) auf der Behauptung, nur sie (israeltreue Zionisten) würden die Situation im Nahen Osten wahrheitsgemäß darstellen. Infolgedessen wird natürlich jeder nicht in der Region ansässige Kritiker gnadenlos abgewatscht und in die Antisemitismus- oder noch einfacher gleich in die „rechte Ecke“ gestellt (was angesichts der derzeit in Israel regierenden rechtsextremen Koalition schon „leicht abstrus“ zu nennen ist).

Das Problem dieser Propaganda, die nicht nur von offiziellen staatlichen Stellen und zionistischen Organisationen (bspw. dem Zentralrat der Juden in Deutschland), sondern auch von zahlreichen einschlägig bekannten Solidaritätsseiten (Philosemiten oder bezahlte Hasbara*-Sprachrohre) wie zum Beispiel „Honestly Concerned“ verbreitet wird, besteht darin, dass es auch viele Kritiker und Experten vor Ort gibt, die sie nicht hinnehmen und mit fundierten Argumenten widerlegen.

[*] Kleine Anekdote am Rande zum Thema „Wikipedia deutsch“zum Thema „Hasbara“ sucht man in der angeblich umfangreichsten Onlineenzyklopädie (deutscher Sprache) natürlich vergeblich!

Weiter im Text – Gegendarstellung:

Ein gutes Beispiel dafür habe ich gestern via Steinberg-Recherche gefunden. Leider ist es komplett in englischer Sprache, aber ich hoffe (gehe davon aus), dass jede/r Leser/in jemanden im Verwandten- oder Bekanntenkreis hat, der oder die hier als Dolmetscher/in einspringen kann.

http://www.youtube.com/watch?v=yzDzTA9CHng

Teil 2Teil 3Teil 4Teil 5

Jonathan Cook lebt seit Sommer 2001 im Nahen Osten und hat sich von Anfang an vor allem dem Studium des Lebens und der Probleme der palästinensischen Minderheit in Israel angenommen. Meiner Meinung nach kann man ihn mit Fug und Recht als einen der führenden Experten rund um diese Thematik bezeichnen!

Ebenfalls via Steinberg Recherche und in Verbindung mit den obenstehenden Videos habe ich ein anschauliches Beispiel dafür gefunden, wie der israelische Umgang mit missliebigen oder – aus Sicht der treibenden Kräfte des zionistischen Projekts „Israel“ – eventuell sogar „bedrohlichen“ Meinungsäußerungen aussieht.

Es dreht sich dabei um einen Artikel von David Grossman, der zunächst in der Zeitung Ha’aretz veröffentlicht, wenige Stunden später aber bereits wieder vom Netz genommen wurde. Auch der Artikel ist in Englisch, aber die Steinberg Recherche hat eine Erklärung für diesen Akt der freiwilligen (?) oder von oben erzwungenen Selbstzensur geliefert, die ich hier zitieren möchte:

Ha’aretz hat einen Beitrag von David Grossman nach wenigen Stunden wieder vom Netz genommen. Warum?

Und hier die Antwort: Eine wie von Grossman angeregte Einigung mit Hamas und nachfolgender Frieden würden der israelischen Homeland-Security- und Rüstungsindustrie sowie dem Handel mit deren Produkten die Basis entziehen. Israel würde auf die Bedeutung von Jordanien schrumpfen, siehe Jonathan Cook, Part 2, ab 0:30, ca. neun Minuten, und die konzise Zusammenfassung in Part 4 ab 0:30, ca. sechs Minuten.

Man könnte (und müsste) das sicherlich noch viel weiter ergründen und auch ausführen, aber dafür sollte man einen eigenen Artikel schreiben, was ich allerdings nicht beabsichtige, da ich mich nicht zu sehr auf diesen Themenkomplex zu konzentrieren beabsichtige.

Aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle etwas abkürzen und nur noch auf die hochaktuelle und brisante Situation im Nahen und Mittleren Osten eingehen. Auch bei deren realistischen Betrachtung und Analyse spielt der Staat Israel, seine militärisch gestützte „innerstaatliche“ Expansionspolitik und sein (US-amerikanisch unterlegtes) Hegemonialstreben in der Region eine übergeordnete Rolle. Dazu liefert auch die oben verlinkte Videoreihe enorm viel an stichhaltigen Argumenten und Analysen!

Seit dem „Sechstagekrieg“ (als ausgleichendes Element zur Wikipedia-Definition auch hierzu einen englischen Artikel, der in Bezug auf die Kriegsgeschichte einige wesentliche Punkte gerade rückt – insbesondere das laut Wikipedia „immer noch nicht geklärte Motiv“ für die Versenkung des Aufklärungsschiffes „USS Liberty“ durch die Israelis!) herrschen die Verhältnisse im Nahen Osten, die Israel nicht nur bewahren, sondern im Sinne der zionistischen Zielsetzungen noch weiter ausbauen möchte. – Die seinerzeit erlassene UN-Resolution 242 wurde von Israel bis zum heutigen Tage nicht erfüllt, was man unzweifelhaft als Hauptgrund für die „Nichtanerkennung des Existenzrechts Israels“ durch viele arabische Staaten und die Hamas ansehen muss. Die Behauptung, die Resolution würde nicht greifen, da Israel keinen Offensiv-, sondern lediglich einen Verteidigungskrieg geführt habe (ich denke jedoch, dass das keine Rolle spielen darf, da Krieg Krieg bleibt und dadurch erzielte Gebietsgewinne illegal bleiben müssen!), wird ebenfalls durch die oben verlinkte Gegenmeinung widerlegt.

Das Verhalten der israelischen Führung, der Siedler und deren nationalen und internationalen Unterstützer ist einerseits auf den rein ideologisch zu verstehenden „Lehren“ des (politischen und nationalistischen) Zionismus‘ und andererseits auf alttestamentarisch verankerten Mythen begründet. Thora, noch mehr allerdings Talmud und ähnliche religiöse Gesetzestexte liefern die Vorlagen für jenes Denken, das (wahrscheinlich nicht nur, aber vor allem in Israel) den Kindern schon frühzeitig über die Bildung eingetrichtert wird und die Grundlagen für den Umgang mit und die abfällige Meinung über alle „Nichtjuden“ (insbesondere die arabischen Völker) bildet. Bedauerlicherweise, wie auch Moltaweto schon bei mancher Gelegenheit feststellte, scheint es keine Möglichkeit des Austauschs zwischen „nicht professionellen“ Schreiberlingen und jüdischen Kritikern Israels zu geben, die über Wissen aus erster Hand über den exakten Inhalt dieser Lehrbücher verfügen. So bleibt jedem Menschen eben nur der Weg über ein Studium aller verfügbaren Abhandlungen zu diesem Thema und danach die „Qual der Wahl“, welche davon er für überzeugend und glaubwürdig halten kann.

Die fortgesetzte und sukzessive forcierte Besiedlung widerrechtlich besetzter Gebiete (zum Zwecke der Schaffung von unveränderlichen Tatsachen im Rahmen der ethnischen Säuberung), die totale Abriegelung des Gaza-Streifens über Land und Wasser sowie aus der Luft (die derzeit propagierte „Lockerung der Land-Blockade“ kann man offensichtlich auch nicht als reellen Schritt hin zu mehr Lebensqualität und Souveränität der dortigen Bevölkerung bezeichnen; siehe dazu auch Moltawetos heutigen Artikel), die jüngste Eskalation in Sachen „Hilfskonvoi“ und „Mavi Marmara“ und nicht zuletzt die unglaubwürdige „Kritik der Freunde Israels“ (im besonderen Maße USA und BRD) sowie die kategorische Weigerung Israels, auch nur mit der Hamas als demokratisch gewählter Vertretung der Palästinenser zu verhandeln (statt dessen werden immer wieder unerfüllbare und die militanten Kräfte unter den Palästinensern provozierende Bedingungen gestellt) … das alles macht nun wahrlich nicht den Eindruck, als sei von den verantwortlichen Personen irgendjemand an Frieden und Versöhnung im Sinne der dauerhaften Sicherheit der israelischen und palästinensischen Zivilbevölkerung interessiert. Das soll ganz gewiss keine einseitige Schuldzuweisung an die israelische Adresse sein, aber wenn man die Fakten objektiv und kritisch prüft, dann kann man nicht anders befinden, als dass die höheren Hürden auf dem Weg zu einem gerechten Frieden im Nahen Osten definitiv auf ihrer Seite aufragen. – Insbesondere dann, wenn man den Nahostkonflikt strikt nach den Prinzip von Ursache und Wirkung betrachtet!

Israel – Iran – und die von oben gewollte Opferrolle der israelischen Juden

Oder: Worauf läuft dieser ganze Irrsinn hinaus?

Und nun geht USrael (mit tatkräftiger Rückendeckung von EU, BRD und der gesamten westlichen Wertegemeinschaft) gegen den Iran vor … Aufgrund von lange widerlegten Lügen und immer wieder derselben „Falschübersetzungen“ von der drohenden „Vernichtung Israels“ durch einen Staat, der geschichtlich beweisbar seit „ewigen Zeiten“ kein anderes Land mehr angegriffen hat, wird händeringend nach einem Grund gesucht, um einen Nuklearschlag gegen den Iran führen zu können. In den weiter oben angebotenen Videos vom Gespräch mit Jonathan Cook wird der wahrscheinlichste „wahre Grund“ für den unbedingten Kriegswillen Israels genannt … nämlich der unbedingte Wille zur Wahrung des Machtstatus als einzige regionale Atom- und Supermacht. Ohne diesen Status würde kein Geld mehr aus dem westlichen Ausland nach Israel fließen, die „Sicherheits- und Rüstungsunternehmen“ würden keine horrenden Profite generieren und falls es tatsächlich zu einem atomaren Gleichgewicht kommen sollte, wäre Israels Bedeutung in der Region deshalb und aufgrund des Verlusts seines ultimativen Drohpotentials sehr schnell auf das Maß geschrumpft, welches einem Kleinstaat wie ihm nun mal zusteht.

Natürlich wäre das auch für die „westliche Wertegemeinschaft“ eine Katastrophe, weil sie mit Israel ihre strategische Speerspitze im ressourcenreichen und strategisch so wertvollen Nahen und Mittleren Osten verlieren würde und ebenfalls dazu gezwungen wäre, ihre Beziehungen und Partnerschaften in der Region an etwaigen neuen Kräfteverhältnissen auszurichten.

Dass man dafür aber nicht nur bedenkenlos den Tod und die Verseuchung großer Teile der iranischen Zivilbevölkerung in Kauf zu nehmen bereit ist, sondern auch die Unwägbarkeit, dass niemand mit Sicherheit zu sagen vermag, wie die arabische Welt auf eine solche ultimative Eskalation westlicher Skrupellosigkeit und Arroganz reagieren wird, zeugt meiner Ansicht nach auch sehr eindeutig davon, dass den wahren Interessengruppen, die hinter der Kriegstreiberei stecken, Menschenleben heute genauso wenig bedeuten wir vor 70 Jahren oder überhaupt in allen „modernen Kriegen“ … Und die israelische Bevölkerung sollte sich langsam aber sicher an die Wahrheit gewöhnen, dass eben diese Kreise sie heute genauso wenig retten respektive kaltblütig opfern werden wie damals! – Es werden eben nicht nur Iraner, Palästinenser und andere „arabischen Nichtjuden“ in dem dann entfesselten Sturm umkommen, sondern auch sie, ungeachtet ob sie das Treiben ihrer politischen und militärischen Führung begrüßen oder verurteilen.

*

P.S.: Vielleicht können Moltaweto, Josephine und meine Wenigkeit ja noch etwas Unterstützung finden – besonders erfreulich und hilfreich wäre die Kooperation mit jüdischen Mitbürger/innen, die unser mangelndes Wissen über die unterschiedlichen Werke der jüdischen Glaubenslehre auszugleichen vermögen? Falls sich das ergeben sollte, wäre es eventuell möglich, dieses Thema doch einmal umfassender und in unangreifbarer Objektivität zu verarbeiten … Viel Hoffnung habe ich natürlich nicht, aber das bisschen, das ich noch aufbringen kann, werde ich hartnäckig am Leben zu erhalten versuchen 😉

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2 Responses to Das Problem von antizionistischen Juden und Nichtjuden mit dem Staat Israel

  1. Aufruf zur Antikriegsdemonstration zum Qudstag
    am Samstag, den 4. September 2010

    Treffpunkt: 14.30 Uhr am Adenauerplatz
    Wegstrecke ab 15.00 Uhr: über Kudamm, Joachimstaler Strasse, Kantstrasse bis Saviny-Platz (Abschlusskundgebung)

    Der Weltkrieg ist voll im Gange, was nun?

    den neuen Teil des dritten Weltkrieges gegen den Iran verhindern und die laufenden Teilkriege beenden!
    Terror und Gewalt stoppen, Vertrauen und Frieden verbreiten!
    Hass und Feindschaft bekämpfen, Vernunft sprechen lassen!
    Die kriegstreibenden Politiker/innen abwählen. Die Demokratie retten!
    Vor allem Millionen Menschenleben retten!

    Die Antikriegsdemonstration am Qudstag ist der Marsch für den Frieden. Die „Herren der Welt“ suchen anscheinend, nach alten Rezepten aus denm 20. Jahrhundert, den Ausweg aus der selbstverschuldeten Krise in dem Krieg. Die Vernunft sagt uns, dass die Wirtschaft dem Wohlstand und das Militär der Sicherheit für die Menschen dienen soll. Aber wenige tausend unter uns 6,5 Miliarden Menschen verfügen unberechtigter Weise über den größten Teil der materiellen Macht.
    Seien es Politiker, Staatsmänner u. Staatsfrauen oder die Mächtigen der Wirtschaft. Sie scheinen fest entschlossen, schrittweise einen dritten Weltkrieg mit Millionen von Toten und weiteren verheerenden Folgen zu führen.
    Ein Krieg, der schon 2001 begann und ettapenweise fortgeführt wird. Afghanistan, Irak, Libanon, Palästina, Pakistan, Jemen, Sudan und nun Iran.
    Was für ein Zufall, dass alle Teilkriege vom Westen, also von den „freiheitlich demokratischen“ Staaten und ihrem Vorposten in der islamischen Welt, nämlich von Israel, ausgehen. Wiederum rein zufällig wird Krieg gegen die islamischen Länder geführt! Sind wir schon bei der Inszinierung der „Clash of civilizations“?
    Oder befinden wir uns bereits mitten in den neuen, modernen Kreuzzügen? Dabei ist eins sicher: der erste Verlierer des dritten Weltkrieges ist die Demokratie, die dem blutigen Wahnsinn der Mächtigen geopfert wird.
    Wir dürfen unser eigenes Schicksal und das der gesamten Menschheit nicht den bösen Kriegstreibern überlassen!
    Aus diesem Grunde appelieren wir an alle Buergerinnen, sofern sie noch bei gesundem Menschenverstand sind und nicht von den Medien verzaubert wurden,
    an der diesjährigen Qudsdemonstrationen in Berlin teilzunehmen.

  2. Pingback: Eine habe ich noch … Meine finale individuelle Bestandaufnahme « Der AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft

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